Was muss ich in Essen, Gelsenkirchen, Bochum und Oberhausen zu Corona wissen?

Ein Umriss der Region um Essen und Bochum

Was muss ich in Essen, Gelsenkirchen, Bochum und Oberhausen zu Corona wissen?

  • Gartenmesse und Essener Motorshow abgesagt
  • Neue Corona-Regelungen für Pfarreien im Bistum Essen
  • Herne: Schulunterricht soll zeitversetzt starten
  • Coronavirus: Alle wichtigen Informationen aus dem westlichen Ruhrgebiet gibt es hier

Auf dieser Übersichtsseite finden Sie aktuelle Informationen zum Coronavirus in Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Herne, Bottrop, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen

Die aktuellsten Fallzahlen für die Region:

Gartenmesse und Essener Motorshow abgesagt

Die "Essen Motor Show" Ende November fällt coronabedingt aus. Die Stadt sei wegen der steigenden Infektionszahlen an die Messe herangeteten. Das vorgelegte Hygienekonzept sei zwar sehr gut, aber auch die Anreise und Abreise von Zehntausenden Personen bedeute ein hohes Infektionsrisiko. Auch die geplante Pflanzen- und Gartenbaumesse IPM soll abgesagt werden. Sie war für Ende Januar 2021 geplant. Laut der Messe Essen fehle zurzeit die Planungssicherheit für die Vorbereitung der Messeteilnehmer.

Neue Corona-Regelungen für Pfarreien im Bistum Essen

Wenn der Inzidenzwert der Städte oder Kreise im Bistum Essen über 35 steigt, gilt in Gottesdiensten, Gebäuden, Pfarreien und auf Friedhöfen ab sofort eine durchgehende Maskenpflicht. Bei Gottesdiensten müssen Masken auch am Sitzplatz getragen werden. Steigt der Wert auf über 50, ist Gesang - trotz Maske - nur noch reduziert möglich. Auch bei Beerdigungen muss auf dem Friedhofsgelände und in der Trauerhalle eine Maske getragen werden. Steigt der Inzidenzwert auf über 50, dürfen nur maximal 25 Menschen an der Beerdigung teilnehmen.

Schulunterricht soll in Herne zeitversetzt starten

Der Unterricht an Herner Schulen soll nach den Herbstferien zeitversetzt beginnen. Das hat die Stadt am Mittwoch bekannt gegeben. Grund dafür sind die stark steigenden Corona-Neuinfektionen. Durch die Regelung lasse sich das Gedränge in Bussen und Bahnen vermeiden, sagte ein Stadtsprecher. Dadurch will die Stadt Herne die Infektionszahlen in den Griff bekommen. In NRW ist Herne nach Solingen die Stadt mit den meisten Neuinfektionen bezogen auf 100.000 Einwohner.

Bundeswehr unterstützt Bochum

Neben Herne und Gelsenkirchen soll die Bundeswehr nun auch das Gesundheitsamt in Bochum bei der Kontaktnachverfolgung unterstützen. Durch die steigenden Corona-Infektionen wird das immer aufwändiger. Momentan befassen sich in Bochum 140 Menschen mit der Nachverfolgung. Sie werden in Zukunft von Studierenden und 24 Soldatinnen und Soldaten unterstützt. Die Bundeswehr soll in Bochum außerdem für die mobile Abstrichnahme eingesetzt werden.

Essener Zombie-Walk doch abgesagt

Nach Gesprächen zwischen der Essener Stadtspitze und den Veranstaltern des Zombie-Walks steht fest: Der Horror-Lauf muss dieses Halloween doch ausfallen. Grund dafür sind die steigenden Corona-Infektionszahlen. "Es ist nicht die richtige Zeit für den Zombie-Walk", sagt das Essener Stadt-Marketing.

Noch keine Schnelltests in Heimen

Seit der vergangenen Woche können Seniorenheime sogenannte Corona-Schnelltest nutzen, um Bewohner, Personal und Besucher zu testen. Für die Heime gibt es aktuell aber noch viele Unklarheiten. In vielen Fällen warten sie noch auf verbindliche Ansagen aus den Gesundheitsämtern.

Allerdings gibt es auch für die Kommunen noch ungeklärte Fragen. Aus Mülheim heißt es zum Beispiel: Man wisse derzeit noch nicht, wie man die große Zahl von Tests beschaffen soll. Auch Oberhausen wartet noch auf Informationen vom Land. Herne ist offenbar bereits einen Schritt weiter: Dort sollen die Pflegeheime Tests in Eigenregie kaufen können.

Ruhrgebiet ist Risikogebiet

Am Dienstagmorgen (20.10.2020) hat auch Oberhausen den Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen überschritten. Damit gilt jetzt das komplette Ruhrgebiet als Risikogebiet. Besonders hoch sind die Infektionszahlen in Herne und Gelsenkirchen dort gab es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 100 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner.

Maskenpflicht in Fußgängerzonen

In Bochum und Gelsenkirchen gilt seit Dienstag (20.10.2020) eine Maskenpflicht in den Fußgängerzonen. Die beiden Städte reagieren damit auf die gestiegenen Corona-Infektionszahlen. In Bochum gilt die Maskenpflicht auch für das Kneipenviertel Bermudadreieck. Auch die Stadt Essen gilt seit Tagen als Risikogebiet. Dort hält man eine Maskenpflicht aktuell aber nicht für nötig.

Bottrop und Ennepe-Ruhr-Kreis sind Risikogebiet

Am Montag haben die Stadt Bottrop und der Ennepe-Ruhr-Kreis gemeldet, dass sie den kritischen Inzidenz-Wert von 50 überschritten haben. Aktuell liegt Bottrop bei 52,7. Ab sofort gilt dort u.a. eine erweiterte Maskenpflicht im öffentlichen Raum und in öffentlichen Gebäuden. Im Ennepe-Ruhr-Kreis liegt der Inzidenzwert bei 55,53. Ab Dienstag (20.10.2020) gelten dort damit ebenfalls strengere Maßnahmen.

Herne bekommt Bundeswehr-Unterstützung

Die Stadt Herne bekommt jetzt auch Unterstützung von der Bundeswehr. 15 Soldatinnen und Soldaten sollen unter anderem bei den Corona-Tests und der Kontaktverfolgung helfen. Die Bundeswehr will sie in der kommenden Woche nach Herne schicken. Die Stadt gehört zu den Kommunen mit den höchsten Infektionszahlen pro 100.000 Einwohner in NRW. Aktuell liegt der Inzidenzwert in Herne bei 90,8.

Mülheim und Bochum auch Risikogebiet

Am Donnerstag haben auch die Städte Mülheim und Bochum den kritischen Inzidenz-Wert von 50 Überschritten. In Mülheim beträgt der Wert aktuell 59,8 (Vergleich zum Vortag: +15,3) und in Bochum 53,3 (Vergleich zum Vortag: +5,7). In solchen sogenannten "Hotspots" gelten strengere Regeln, das wurde am Mittwoch bei einem Corona-Gipfel der Länderchefs mit Kanzlerin Merkel beschlossen.

Essener Zombiewalk findet statt

Streit um Essener Zombiewalk spitzt sich zu

Als Zombies verkleidete Menschen nehmen am "Zombie-Walk" in der Essener Innenstadt teil

Der diesjähirge Zombiewalk in Essen findet trotz Pandemie am 31. Oktober statt. Das haben die Essener Marketing GmbH und der Zoimbiewalk-Veranstalter Dirk Bußler bestätigt. Die Akteure halten zudem auch an ihren Plänen zu einer Halloween-Parade fest. Sie sei die erste ihrer Art in Deutschland - ganz nach dem Vorbild aus New York. Während bei dem traditionellen Zombiewalk eine Verkleidung zum Thema Zombie Pflicht ist, ist in der Parade gruseln das Motto. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

An einige Regeln muss sich aber dennoch gehalten werden. In diesem Jahr kann man sich vor Ort nicht professionell schminken lassen. Außerdem müssen sich alle Teilnehmer vorher online mit ihrem Ausweis anmelden, der dann auch am 31. Oktober kontrolliert werden soll. Die Plätze sind auf 250 begrenzt. Darüber hinaus gelten die allgemeinen Hygienemaßnahmen. Darin sieht Dirk Bußler aber einen Vorteil: "Die Maske kann hervorragend in ein Gruselkostüm eingearbeitet werden." Sie müsse aber auf jeden Fall richtig getragen werden, betont er letztlich.

Gladbeck kontrolliert Maskenpflicht in der City

Die Stadt kontrolliert von Mittwoch an die Maskenpflicht in der Fußgängerzone. Seit Dienstag muss wegen gestiegener Corona-Zahlen in sämtlichen Einkaufsstraßen im Kreis Recklinghausen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Orangefarbene Hinweisschilder weisen in der Gladbecker Fußgängerzone auf die Maskenpflicht hin. Mitarbeiter des Ordnungsamtes sind unterwegs und kontrollieren, ob Bürger tatsächlich den Mund-Nasen-Schutz tragen. Wer sich nicht an die Maskenpflicht hält, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 50 Euro rechnen. Auch in Marl gibt es Kontrollen.

Weihnachtsmarkt am Centro Oberhausen unter Vorbehalt genehmigt

Die Stadt Oberhausen hat den Weihnachtsmarkt am Centro Oberhausen genehmigt. Zuvor hatte das Centro ein Hygienekonzept eingereicht. Laut Center-Manager Marcus Remark soll der Weihnachtsmarkt ab dem 14.November 2020 planmäßig öffnen. Dieser Plan sei aber natürlich von der aktuellen Corona-Lage abhängig. Auf dem Weihnachtsmarkt wird demnach eine Maskenpflicht gelten. Zudem sollen zwischen 30 und 40 Hütten weniger dabei sein. Im vergangenen Jahr umfasste der Weihnachtsmarkt 140 Hütten.

Gelsenkirchen ist Risikogebiet

Die Stadt Gelsenkirchen zählt jetzt auch zu den Corona-Risikogebieten im Ruhrgebiet. Die 7-Tages-Inzidenz liegt laut Robert-Koch-Institut aktuell bei mehr als 58. Damit gelten in Gelsenkirchen nun schärfere Corona-Regeln. Nach einem Erlass der Landesregierung sind zum Beispiel nur noch Treffen mit fünf Personen aus unterschiedlichen Haushalten erlaubt.

Kreis Recklinghausen: Maskenpflicht in Fußgängerzonen

Ab Dienstag gilt in den Fußgängerzonen im gesamten Kreis Recklinghausen eine Maskenpflicht. Damit will der Kreis die Ausbreitung des Corona-Virus stoppen. Der 7-Tage-Wert von Neuinfektionen liegt aktuell deutlich über der kritischen Grenze von 50. Einer Kreissprecherin zufolge gibt es derzeit keinen Hotspot. Die Infektionen passieren vor allem im privaten Bereich. Die Mund-Nasen-Schutz-Pflicht gilt auch an weiterführenden Schulen und bei Sportveranstaltungen.

Reise-Verunsicherung im Ruhrgebiet

Am Wochenende gab es im Kreis Recklinghausen eine große Reise-Verunsicherung. Die Folge war eine Überlastung beim Feuerwehr-Notruf. Vom Kreis heißt es ganz klar, dass der Notruf dafür auf keinen Fall gedacht ist. Und auch: Weder der Kreis selbst noch das Deutsche Rote Kreuz könnten im Moment Tests für private Zwecke anbieten. Bei der Stadt Essen ist das ähnlich. Sie hat allerdings eine Liste mit Hausärzten auf ihrer Internetseite, die Coronatests anbieten. Wer also aus einem Corona-Risikogebiet wie Herne, Essen, Duisburg oder dem Kreis Recklinghausen in den Urlaub fahren möchte, muss sich selbst um einen negativen Coronatest kümmern.

Neue Risikogebiete: Essen, Recklinghausen und Duisburg

Seit dem Wochenende gelten der Kreis Recklinghausen und die Stadt Essen jetzt auch als Corona-Risikogebiet. Nach Zahlen des Robert-Koch-Instituts wurde die 7-Tage-Inzidenz in beiden Fällen überschritten. In Essen liegt die Infektionsrate je 100.000 Einwohner bei 61,8, im Kreis Recklinghausen bei 62,7. Seit Montagmorgen ist außerdem auch Duisburg neues Risikogebiet.

Stand: 21.10.2020, 15:33