Was muss ich in Dortmund, Hagen, Hamm, Kreis Unna, Kreis Recklinghausen, Ennepe-Ruhr-Kreis zu Corona wissen?

Eine Karte des östlichen Ruhrgebietes

Was muss ich in Dortmund, Hagen, Hamm, Kreis Unna, Kreis Recklinghausen, Ennepe-Ruhr-Kreis zu Corona wissen?

Auf dieser Übersichtsseite finden Sie aktuelle Informationen zum Coronavirus in Dortmund, Hagen, Hamm, Kreis Unna, Kreis Recklinghausen, Ennepe-Ruhr-Kreis.

Die aktuellsten Fallzahlen für die Region:

Anmerkung der Redaktion: Diese Tabelle bezieht sich auf Zahlen des NRW-Gesundheitsministeriums, die einmal pro Tag veröffentlicht werden. Dies kann dazu führen, dass wir auf unserer Übersichtsseite bestätigte Fälle bekannt geben, die noch nicht in der Liste auftauchen. Und es kann sein, dass Kommunen Fallzahlen veröffentlichen, bevor diese Eingang in die Tabelle des Ministeriums gefunden haben. Hinzu kommt, dass manche Städte und Kreise von den positiv Getesteten die Zahl der bereits Genesenen abziehen, andere nicht. In unserer Statistik versuchen wir, diesen Widerspruch - soweit möglich - aufzuheben. Bei den mit Covid-19 gestorbenen Menschen unterscheiden einige Kommunen, ob sie der Krankheit oder einer anderen Ursache zum Opfer gefallen sind, andere tun das nicht. Aus Gründen der Einheitlichkeit nennen wir im Folgenden die Zahl der Menschen, die bei ihrem Tod den Virus in sich trugen - unabhängig davon, an welcher Krankheit sie gestorben sind.

So viele Menschen sind im östlichen Ruhrgebiet nach Angaben der Kommunen aktuell infiziert: (Stand: 28.10.2020, 17.13 Uhr)

  • Dortmund: 4.022 Infizierte, davon 2.516 genesen, 15 Todesfälle
  • Hagen: 1.473 Infizierte, davon 1026 genesen, 18 Todesfälle
  • Kreis Unna: 2.610 Infizierte, davon 1.692 genesen, 50 Todesfälle
  • Kreis Recklinghausen: 4.385 Infizierte, davon 2.968 Genesene, 55 Todesfälle
  • Ennepe-Ruhr-Kreis: 1.686 Infizierte, davon 1.116 genesen, 25 Todesfälle
  • Hamm: 1.685 Infizierte, davon 1.442 genesen, 41 Todesfälle

Flüchtlingsrat: Corona-Maßnahmen besser erklären

Die Corona-Maßnahmen müssten besser erklärt werden - das wünscht sich der Flüchtlingsrat in Unna. Denn die Bewohner der Erstaufnahmeeinrichtung in Unna-Massen sind seit Wochen unter Quarantäne. Vorgestern hatten einige von ihnen gegen die Verlängerung der Ausgangssperre protestiert. Hans-Ulrich Bangert vom Flüchtlingsrat im Kreis Unna glaubt, dass viele Bewohner der Übergangsunterkunft enttäuscht sind, weil sie davon ausgegangen waren, schnell in Dauer-Unterkünfte umziehen zu können.

BVB gegen Petersburg ohne Zuschauer

Das Champions-League-Spiel von Borussia Dortmund gegen Zenit St. Petersburg heute Abend wird ohne Zuschauer stattfinden. Nachdem beim Revierderby am vergangenen Samstag gegen Schalke 04 (3:0) noch 300 Zuschauer zugelassen worden waren, habe "das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium einen gleichlautenden Antrag des BVB für die Partie gegen Zenit St. Petersburg ablehnend beschieden", teilte der BVB mit.

Dortmund: Corona-Aufklärung per Videoclip

Mit Videoclips in unterschiedlichen Sprachen will Dortmund die Zahl der Corona-Neuinfektionen senken. Die Clips sollen vor allem in der Nordstadt zum Einsatz kommen. Denn da wohnt jeder fünfte Dortmunder, der bereits infiziert war. Darin werden zum Beispiel die Quarantäne-Regeln erklärt. Das Gesundheitsamt musste zuletzt immer wieder feststellen: Viele Menschen mit Migrationshintergrund kennen die in NRW geltenden Regeln nicht, weil sie sich kaum in deutschsprachigen Medien informieren. Dabei sind die Videoclips aber nur ein Mittel. Die Stadt arbeitet zum Beispiel auch eng mit Streetworkern zusammen. Die sind oft Bezugspersonen für genau diese Menschen und kennen sich in den Vierteln gut aus.

Werne: Verstärkte Kontrollen am Sim-Jü-Tag

Die Stadt Werne kontrolliert am schulfreien Sim-Jü-Tag (27.10.2020) verstärkt Jugendtreffpunkte. Die Kirmes Sim-Jü findet wegen Corona zwar nicht statt, aber die Schüler der weiterführenden Schulen haben trotzdem frei. Mit ihren Kontrollen will die Stadt verhindern, dass sich die Jugendlichen auch ohne Kirmes treffen. Wegen der steigenden Corona-Zahlen sind momentan draußen maximal fünf Personen zusammen erlaubt. Ordnungsamtsmitarbeiter sind deswegen verstärkt an Jugendtreffs, Spiel- und Sportplätzen und der Skateranlage unterwegs.

Schon am Wochenende kontrollierte die Stadt intensiver die Sperrzeiten. Fünf Kneipen hatten noch nach 23 Uhr geöffnet. Eine davon war sogar richtig voll. Die Gastronomen erwartet jetzt ein Bußgeld von 500-1000 Euro.

Dortmund: Stadt widerspricht Landesgesundheitsamt

Die Stadt Dortmund verteidigt, dass am Samstag beim Revierderby 300 Fans ins Stadion durften. Das Gesundheitsamt habe die Bedingungen im Stadion zuvor gründlich geprüft und als unkritisch bewertet. Es habe genügend Platz für Abstandsregeln und ein Hygienekonzept gegeben. Das Landesgesundheitsministerium hatte zuvor kritisiert, dass beim Spiel gegen Schalke Fans trotz hoher Infektionszahlen zuschauen durften.

Unna: Demo vor Flüchtlingsunterkunft

Bewohner der Flüchtlingsunterkunft im Stadtteil Massen wehren sich gegen ihre coronabedingte Quarantäne. Für zwei Wochen dürfen die 350 Bewohner die Anlage nicht verlassen, nachdem es Corona-Infizierte gegeben hatte. Polizei und Ordnungsamt sind da.

Foto einer Straße bei der Flüchtlingsunterkunft in Unna-Massen

Flüchtlingsunterkünfte in Unna-Massen

Etwa 50 Bewohner haben sich vor dem Zaun versammelt und fordern, dass sie die Quarantäne verlassen dürfen. Allerdings wurde gerade heute ein weiterer positiver Fall festgestellt. D.h. die Quarantäne für alle 350 Bewohner verlängert sich noch einmal um weitere 14 Tage. Die Polizei hat jetzt mit Schlichtungsgesprächen die Menschen erst mal beruhigt und hofft, dass das jetzt erst mal so bleibt.

Recklinghausen: Stadt verteilt Info-Bags an Jugendliche

Drei Mitarbeiter der Stadt stehen vor dem Rathaus und halten jeweils eine Info-Tasche in der Hand

Die Stadt verteilt in den nächsten Tagen Corona-Infotaschen an Jugendliche - um sie damit auf die Gefahren des Virus' hinzuweisen. In dem Beutel mit Anti-Corona-Symbol sind Salzstangen, ein Trink-Pack aber auch ein Mund-Nasenschutz, Desinfektionsmittel und die AHA-Regeln mitsamt eines Plans, wo in Recklinghausen die Maskenpflicht gilt. Diese Info-Bags werden vorwiegend in der Innenstadt und auf dem Neumarkt verteilt. So will die Stadt mit Jugendlichen und junge Menschen ins Gespräch kommen, die sich derzeit vorwiegend mit dem Corona-Virus infizieren.

Hagen: Maskenpflicht ausgeweitet

Die Neuninfektionen mit dem Coronavirus in Hagen steigen weiterhin. Der Krisenstab der Stadt Hagen unter Leitung von Oberbürgermeister Erik O. Schulz hat in seinr Sitzung (23.10.) eine Maskenpflicht für die Fußgängerzone in der Hagener Innenstadt und für den Bahnhofsvorplatz festgelegt. Alle Bereiche, in denen die Tragepflicht gilt, sind durch Schilder gekennzeichnet. Kinder bis zum Schuleintritt und Personen, die aus medizinischen Gründen keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können, sind von der Maskenpflicht befreit. Die Befreiung muss durch ein ärztliches Zeugnis nachgewiesen werden. Die Neuregelung gilt ab 24.10., 0:00 Uhr.

Dortmund: Jeder soll Kontaktlisten führen

Eine Person hält ein Handy in der Hand, auf dem ein Kalender aufgerufen ist

Tägliche Kontrolle über Personenkontakte ist wichtig

Die Gesundheitsämter arbeiten am Limit. Die Stadt ruft alle Dortmunder zur Mithilfe auf. Jeder soll jetzt am besten auf Vorrat eigene Kontaktlisten führen. Also permanent im Kalender aufschreiben, mit wem man in den letzten fünf Tagen Kontakt hatte - inklusive Telefonnummern. Das soll zum einen dazu führen, dass die Nachverfolgung schneller klappt.

Besuchsverbot in Hagener Krankenhäusern

Die Hagener Krankenhäuser haben in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt der Stadt Hagen entschieden, dass ab Montag (26.10.2020) bis auf Weiteres keine Besuche mehr möglich sind. Das soll Patienten und Personal schützen. Nur in Ausnahmefällen dürfen nach Absprache mit der jeweiligen Station noch Patienten besucht werden.

Infektionsketten können teilweise nicht zeitnah nachverfolgt werden

Mit 202 Neuinfektionen am Donnerstag (22.10.2020) hat die Stadt Dortmund einen neue Höchstwert erreicht. Wegen dieser exponentiell steigenden Zahlen kann das Gesundheitsamt die Infektionsketten gerade nicht alle aktuell nachverfolgen. Wer positiv getestet ist, dem empfiehlt das Gesundheitsamt, erstmal selbst seine Kontaktpersonen zu informieren und in Quarantäne zu schicken. Die Kontaktpersonen können zudem ihrem Arbeitgeber bereits ankündigen, dass er in den nächsten Tagen eine Bescheinigung vom Gesundheitsamt erhalten werde. Für Freitag (23.10.2020) plant die Stadt Dortmund eine Pressekonferenz, um das weitere Vorgehen zu erklären.

Basketballer von Phoenix Hagen in Quarantäne

Ein Profi des Basketball-Zweitligisten Phoenix Hagen ist positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Die gesamte Mannschaft hat sich Donnerstagmittag (22.10.2020) auf Anweisung des Gesundheitsamtes in Quarantäne begeben. Das Heimspiel am Samstag gegen Tübingen und das kommende Auswärtsspiel wurden abgesagt und sollen später nachgeholt werden. Bereits am Mittwoch wurden alle Spieler, Trainer und Betreuer auf Corona getestet. Bis Anfang November sind zwei weitere Testrunden vorgeschrieben. Fallen alle Tests negativ aus, darf Phoenix Hagen am 02.11.2020 wieder in den Trainingsbetrieb einsteigen und am 09.11.2020 das nächste Spiel in der zweiten Basketball-Bundesliga bestreiten.

Neues Corona-Testzentrum in Lünen

Der Kreis Unna nimmt am Mittwoch (21.10.2020) ein neues Corona-Testzentrum in Lünen in Betrieb. Es ersetzt das bisherige nicht barrierefreie Testzentrum im Obergeschoss des Kreishauses in Lünen. Dafür wurden vor dem Kreishaus Container aufgestellt. Dort sollen Kontaktpersonen von an Covid-19 Erkrankten getestet werden. Außerdem Menschen, die in einem Seniorenheim aufgenommen werden.

Neue Funktionen für die Corona-Warn-App

Am Montagmittag (19.10.2020) wird eine neue Version der Corona-Warn-App veröffentlicht. Sie erweitert die App um zwei neue Funktionen: Einerseits können Positiv-Getestete freiwillig in einer Art Tagebuch Krankheitssymptome eintragen. Dadurch soll die App das Risiko einer Infektion besser berechnen können. Außerdem soll die App, laut Robert Koch-Institut, nach dem Update auch in anderen europäischen Ländern funktionieren. Die Warn-App wurde bisher rund 20 Millionen Mal heruntergeladen. 

Einheitliche Maßnahmen für alle NRW-Risikogebiete

Am Freitag (16.10.2020) hat Ministerpräsident Armin Laschet einheitliche Corona-Schutzmaßnahmen für ganz NRW vorgestellt. Im Wesentlichen gilt das, was Dortmund am Donnerstag verkündet hat, von Samstag (17.10.2020) an bis zunächst Ende Oktober für alle Städte und Kreise in Nordrhein-Westfalen mit einem Inzidenzwert über 50.

  • Sperrstunde in allen Bars und Restaurants zwischen 23 Uhr und 6 Uhr, außerdem darf während dieser Zeit kein Alkohol verkauft werden
  • Maximal 5 Personen oder zwei Haushalte dürfen sich in der Öffentlichkeit treffen
  • Maximal 25 Personen auf privaten Feiern im öffentlichen Raum
  • Maskenpflicht in Einkaufsstraßen und auf vollen Plätzen, wo die Mindestabstände nicht eingehalten werden können, außerdem in allen öffentlichen geschlossenen Räumen, egal ob man sitzt oder steht, zum Beispiel im Kino, Theater oder Restaurant.

EN-Kreis überschreitet Inzidenzwert von 35

Am Donnerstag lag die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen im Kreisgebiet bei 35,5. Laut Corona-Schutzverordnung müssen deshalb verschärfte Regeln umgesetzt werden. Der Ennepe-Ruhr-Kreis hat eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen, die ab 16. Oktober gilt. Unter anderem werden Großveranstaltungen und Versammlungen mit mehr als 1.000 Personen verboten.

Schärfere Corona-Schutzmaßnahmen für Dortmund

Im öffentlichen Raum dürfen sich nur noch maximal fünf Personen treffen. Die Maskenpflicht wird auf das ganze Brückstraßenviertel und die Einkaufsstraßen in den Stadtteilen ausgeweitet. Am Freitag (16.10.2020) will die Stadt entsprechende Hinweisschilder aufstellen. Mitarbeiter des Ordnungsamtes werden die Einhaltung der Maskenpflicht kontrollieren.

In Kneipen und Bars gilt ab 23 Uhr eine Sperrstunde und ein Alkohlverkaufsverbot. Private Feiern außerhalb der eigenen Wohnung sind nur noch bis maximal 25 Personen erlaubt. Ab mehr als zehn Teilnehmern muss die Feier beim Ordnungsamt angemeldet werden.

Diese schärfen Corona-Schutzmaßnahmen sollen ab Freitag (16.10.2020) gelten. Sie wurden getroffen, um einen erneuten Lockdown zu verhindern. Frank Renken, der Leiter des Dortmunder Gesundheitsamtes spricht von einer zweiten Infektionswelle und einer wesentlich intensiveren Situation als noch im April. Die Zahlen steigen exponentiell und das Durchschnittsalter der Erkrankten steigt.

Dortmund reißt die Inzidenzmarke

Auch Dortmund ist jetzt Risikogebiet. Am Mittwoch (14.10.2020) sind 77 positive Testergebnisse dazu gekommen: die bisher höchste, an einem einzelnen Tag gemeldete Zahl von Neuinfektionen. Das RKI weist jetzt eine Inzidenz von 50,7 aus, auf Basis der Zahlen von Mittwoch. Damit treten in Dortmund weitere Einschränkungen gemäß der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW in Kraft. Noch ist aber unklar, wie diese Verordnung geändert wird. Bisher gilt: Private Feiern im öffentlichen Raum, etwa in einer Gaststätte, dürfen ab sofort nur noch mit höchstens 25 Personen gefeiert werden. Ob aber eine Sperrstunde für Bars und Restaurants kommt, steht noch nicht fest.

Sperrstunde in Hamm

Ab Mittwoch (14.10.2020) darf in Hamm von 0 Uhr nachts bis morgens um 5 Uhr Alkohol weder verkauft noch ausgeschenkt werden. Ab 1 Uhr nachts müssen Bars und Restaurants schließen. Außerdem genehmigt die Stadt vorerst keine Feiern mehr mit mehr als 25 Leuten. Die Stadt Hamm reagiert mit den neuen Sicherheitsvorkehrungen auf die steigende Zahl an Corona-Infizierten. Die Inzidenzwert liegt aktuell bei 73,4.

Maskenpflicht in Dortmund auf dem Westenhellweg

Auf dem Westen- und Ostenhellweg in Dortmund gilt seit Mitternacht (13.10.2020) eine Maskenpflicht. Die Stadt will damit verhindern, dass die Zahl der Neuinfektionen hier so stark steigt wie in den umliegenden Kreisen und Städten.

Obwohl Dortmund unter dem Schwellenwert liegt, hat der Krisenstab einige neue Schutzmaßnahmen beschlossen. Eine Maskenpflicht gilt jetzt sowohl in der gesamten Fußgängerzone, als auch in allen Hochschulen, für Zuschauer bei Sportveranstaltungen und auf allen Märkten.

Bürgertelefon zum Coronavirus: 0211 / 9119 1001

Das Bürgertelefon der Landesregierung zum Coronavirus hat eine neue Rufnummer: 0211 / 9119 1001.

Das Bürgertelefon ist montags bis freitags von 7.00 bis 20.00 Uhr sowie samstags und sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr geschaltet. Die Ansprechpartner beantworten allgemeine Fragen zum Corona-Virus und zur Vorbeugung. Bei medizinischen Fragen sollten sich Bürger an den Hausarzt wenden.

Stand: 28.10.2020, 17:35