Was muss ich in Dortmund, Hagen, Hamm, Kreis Unna, Kreis Recklinghausen, Ennepe-Ruhr-Kreis zu Corona wissen?

Eine Karte des östlichen Ruhrgebietes

Was muss ich in Dortmund, Hagen, Hamm, Kreis Unna, Kreis Recklinghausen, Ennepe-Ruhr-Kreis zu Corona wissen?

Auf dieser Übersichtsseite finden Sie aktuelle Informationen zum Coronavirus in Dortmund, Hagen, Hamm, Kreis Unna, Kreis Recklinghausen, Ennepe-Ruhr-Kreis.

Die aktuellsten Fallzahlen für die Region:

Anmerkung der Redaktion: Diese Tabelle bezieht sich auf Zahlen des NRW-Gesundheitsministeriums, die einmal pro Tag veröffentlicht werden. Dies kann dazu führen, dass wir auf unserer Übersichtsseite bestätigte Fälle bekannt geben, die noch nicht in der Liste auftauchen. Und es kann sein, dass Kommunen Fallzahlen veröffentlichen, bevor diese Eingang in die Tabelle des Ministeriums gefunden haben. Hinzu kommt, dass manche Städte und Kreise von den positiv Getesteten die Zahl der bereits Genesenen abziehen, andere nicht. In unserer Statistik versuchen wir, diesen Widerspruch - soweit möglich - aufzuheben. Bei den mit Covid-19 gestorbenen Menschen unterscheiden einige Kommunen, ob sie der Krankheit oder einer anderen Ursache zum Opfer gefallen sind, andere tun das nicht. Aus Gründen der Einheitlichkeit nennen wir im Folgenden die Zahl der Menschen, die bei ihrem Tod den Virus in sich trugen - unabhängig davon, an welcher Krankheit sie gestorben sind.

So viele Menschen sind im östlichen Ruhrgebiet nach Angaben der Kommunen aktuell infiziert: (Stand: 13.05.2021, 16:30 Uhr)

  • Dortmund: 26.823 Infizierte, davon 24.561 genesen, 369 Todesfälle
  • Hagen: 11.507 Infizierte, davon 10.538 genesen, 183 Todesfälle
  • Kreis Unna: 18.318 Infizierte, davon 15.931 genesen, 476 Todesfälle
  • Kreis Recklinghausen: 30.566 Infizierte, davon 27.770 genesen, 874 Todesfälle
  • Ennepe-Ruhr-Kreis: 12.930 Infizierte, davon 11.855 genesen, 348 Todesfälle
  • Hamm: 9.899 Infizierte, davon 8.949 genesen, 189 Todesfälle

Impfquote im östlichen Ruhrgebiet

So viele Menschen haben nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe im östlichen Ruhrgebiet bislang die erste Covid19-Impfung erhalten: (Stand: 12.05.2021)

  • Dortmund: 198.565 Personen geimpft, 33,8 % der Bevölkerung der Stadt
  • Hagen: 78.502 Personen geimpft, 41,7 % der Bevölkerung der Stadt
  • Kreis Unna: 136.864 Personen geimpft, 34,7 % der Bevölkerung des Kreises
  • Kreis Recklinghausen: 210.829 Personen geimpft, 34,3 % der Bevölkerung des Kreises
  • Ennepe-Ruhr-Kreis: 119.344 Personen geimpft, 36,9 % der Bevölkerung des Kreises
  • Hamm: 58.871 Personen geimpft, 32,8 % der Bevölkerung der Stadt

Anmerkung der Redaktion: Die Berechnung der Impfquote beruht auf den Einwohnerzahlen der einzelnen Kreise und kreisfreien Städte (Stand: 30. Juni 2020, Quelle: Statistisches Landesamt NRW) und den von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe täglich aktualisierten Impfzahlen.

Castrop-Rauxel: Impfung in der Kirche

In Ickern wird zum ersten Mal deutschlandweit in einer Kirche geimpft. Die St. Antonius-Kirche am Marktplatz wird ab 19. Mai zum Impfzentrum - nur mit Termin und vorerst nur mit Astra Zeneca.

St. Antoniuskirche von außen

Die Idee stammt von einem Hausarzt, der mit seiner Praxis an die Grenzen gekommen ist. Und der Pfarrer hat spontan zugestimmt: Die Kirche sei ein guter Ort, um schnell und sicher zu impfen. Es ist ein großes Gebäude, da ist viel Luft, und die Menschen könnten gut mit Abstand warten. Während der Impfzeiten soll es übrigens Orgelmusik geben.

Dortmund: Impfung von Obdachlosen gestartet

Die Stadt impft jetzt Obdach- und Wohnungslose. Dabei wird der Impfstoff des amerikanischen Herstellers Johnson und Johnson eingesetzt, der muss nur einmal gespritzt werden. Das vereinfacht dann auch die Terminkoordination. Obdachlose gelten wegen häufiger Vorerkrankungen und ihrer Lebenssituation als besonders gefährdet durch das Corona-Virus.

Stadt Dortmund: Suchen Wahlhelfer - Bieten Impfung

Die Stadt sucht Wahlhelfer und lockt dabei mit einem Impfangebot. 4.000 Freiwillige braucht Dortmund für die Bundestagswahl Ende September. Voraussetzung ist Volljährigkeit und die deutsche Staatsangehörigkeit. Die Stadt verspricht, dass alle Wahlhelfer - wenn sie wollen - bis zum Wahlsonntag vollständig gegen Corona geimpft sein können. Aktuell bekommen sie aber noch keinen Termin. Zudem bekommen Wahlhelfer - je nach Einsatz - eine Entschädigung von 40 bis 55 Euro.

Ruhrgebiet: Grundschulen starten mit Lolli-Corona-Tests

Ab Montag sollen an den Grundschulen die sogenannten Lolli-Corona-Tests starten. Das betrifft vor allem Kinder in der Notbetreuung. Wegen zu hoher Inzidenz sind nämlich viele Schulen noch geschlossen. Dennoch geht die Bezirksregierung in Arnsberg davon aus, dass alle Grundschulen Montag mit den PCR-Tests starten können.

Der Lolli ist ein Wattestäbchen, das die Kinder 30 Sekunden lang im Mund lassen sollen. Alle Tupfer werden in dasselbe Röhrchen gesteckt, das dann im Labor ausgewertet wird. Ist das Ergebnis positiv, müssen alle Kinder einen weiteren Test machen.

Dortmunder verklagt Österreich auf Schadensersatz

Ein 41-jähriger Mann aus Dortmund beteiligt sich an einer Sammelklage gegen Österreich. (06.05.2021) Er hatte sich im vergangenen Jahr im Skigebiet Ischgl mit Corona infiziert und leidet immer noch an den Spätfolgen. Sein Vorwuf: Die Behörden hätten die Ausbreitung des Virus verhindern können. Sie hätten zu lange nicht reagiert.

Bei der Klage gehe es ihm nicht ums Geld, sagt der 41-Jährige, sondern darum, dass die Verantwortlichen Menschenleben gefährdet, und das bewusst in Kauf genommen hätten. Auch mehr als ein Jahr nach seiner Infektion leidet er immer noch unter den Spätfolgen.

Insgesamt 6.000 Menschen wollen sich der Klage anschliessen. Die erste Verhandlung ist für September geplant.

Dortmund: Impfen die Hausärzte zu wenig?

Das meint zumindest die Stadt. Denn im Kreis Recklinghausen, der etwa genauso groß ist, wurden bisher 15.000 Menschen mehr von niedergelassenen Ärzten geimpft als in Dortmund. Den Vorwurf weist ihr Sprecher, Prosper Rodewyk, zurück. Das Gegenteil sei der Fall. Die Hausärzte impften, was das Zeug hält. Vorausgesetzt, sie bekommen Impfstoff.

Das eigentliche Problem sei, dass es zu wenige Hausärzte in Dortmund gebe. 30 bis 40 Stellen sind aktuell nicht besetzt. Die Zahlen in Recklinghausen seien höher, weil dort die Hausärzte eine Sonderimpfaktion des Landes durchgeführt hätten.

Kita-Gebühren werden erstattet

Im Mai ist die Kita überall umsonst, die Kosten teilen sich Städte und das Land. Es gibt aber auch Kommunen, die darüber hinausgehen. In Hamm soll die ersten sieben Monate 2021 für die Eltern kostenfrei bleiben. Das kostet die Stadt unterm Strich etwa 1,3 Millionen Euro.

Im Kreis Recklinghausen entfallen die Kita- und OGS-Gebühren für Mai und Juni. Dortmund reduziert die Beiträge auch für Juni und Juli um die Hälfte, die Betreuung in Schulen bleibt hier bis einschließlich Juli kostenfrei. Bereits gezahlte Beiträge gibt es zurück.

Impfzentrum Kreis Recklinghausen wegen Sturm geschlossen

Wegen einer Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor Sturmböen bleibt das Impfzentrum des Kreises Recklinghausen auf dem Konrad-Adenauer-Platz morgen am Dienstag (04.05.2021) geschlossen. Über 2.400 Impftermine müssen verschoben werden. Die Koordinierung der neuen Termine könne mehrere Tage in Anspruch nehmen, so der Kreis Recklinghausen. Alle, die für den Tag einen Termin gebucht haben, werden vom Impfzentrum informiert und bekommen einen Ersatztermin.

Hamm knapp über 300

Mit einer Inzidenz knapp über 300 ist die Stadt Hamm am Montag (03.05.2021) der Corona-Hotspot in NRW. Ursache dafür könnten die vielen Testzentren und eine hohe Testdichte sein. Die Infizierten sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt. Deshalb sei es schwer, geeignete Gegenmaßnahmen zu treffen, sagt der Immunologe Carsten Watzl. In einer Flüchtlingsunterkunft sind 32 Personen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Noch sind nicht alle Tests ausgewertet.

Ruhrgebiet: Kommunion und Konfirmation oft verschoben

Viele Kirchengemeinden verschieben ihre traditionellen Aufnahmerituale. Erst-Kommunion oder Konfirmation dürfen zwar stattfinden. Wegen der Kontaktbeschränkung können Familien anschließend aber nicht feiern. Fast alle evangelischen Gemeinden in der Region haben die Konfirmationen ins zweite Halbjahr verschoben. Mit ganz wenigen Ausnahmen. In Hamm wurden zwei Gottesdienste Open-Air abgehalten - und zwar mit jeweils drei Jugendlichen, deren Konfirmation im letzten Jahr bereits ausgefallen war.

Die katholischen Gemeinden handhaben das sehr unterschiedlich. In Hamm wird bis Ende Juni überhaupt keine Erstkommunion stattfinden. In Dortmund hingegen planen einige Gemeinden solche Gottesdienste in Kleingruppen - und unter strengen Hygiene-Auflagen.

EN-Kreis: Krisenstab kritisiert Informationsfluss

Die Kreis-Verantwortlichen haben sauer darauf reagiert, dass vollständig Geimpfte und Genese schon ab Montag (03.05.2021) mehr Rechte haben. Die Leiterin des Krisenstabs kritisierte vor allem den sehr kurzen Vorlauf. Ohne jede Vorwarnung hätte der Kreis am Wochenende die Nachricht bekommen. Zunächst über die Medien und später erst offiziell vom Land. Bürger hatten sich schon an die Kreisverwaltung gewandt, bevor die neuen Regeln dort überhaupt bekannt waren.

Hamm: Bundesweit vierthöchster Inzidenzwert

Während die Infektionsrate in den meisten Städten und Kreisen langsam sinkt, ist sie in Hamm besonders hoch. Am Sonntag (02.05.2021) stieg die Inzidenz auf 302,9. Das ist der vierthöchste Wert aller Regionen bundesweit.

Am Freitag hatte die Stadt Hamm nach längerer Zeit wieder einen größeren Corona-Ausbruch gemeldet. In der Zentralen Unterbringungseinrichtung für Flüchtlinge sind 14 Menschen positiv auf das Virus getestet worden. Die Stadt hat für die gesamte Einrichtung Quarantäne angeordnet. Alle 223 Bewohner werden getestet und dürfen das Haus vorerst nicht verlassen.

Hagen: Wahlhelfer sollen bald geimpft werden

Wer am Wahlsonntag Ende September beim Auszählen der Stimmzettel hilft, rutscht automatisch in die Priorisierungsgruppe 3. Durch das flotte Impftempo in Hagen rechnet die Stadt damit, das sie den Wahlhelfern ab der zweiten Maiwoche ein Impfangebot machen kann. Rund 100 Personen haben sich bereits gemeldet, 1.300 Wahlhelfer werden benötigt.

Dortmund und Hamm wissen dagegen noch nicht, wann sie den Wahlhelfern Impftermine anbieten können. Das Ganze könnte sich noch Wochen hinziehen, da in den Impfzentren gerade erst die zweite Priorisierungsgruppe abgearbeitet wird.

Dortmund: Zusätzliche Impfermine für chronisch Kranke

Dem Impfzentrum stehen fast 11.000 Dosen des Impfstoffs Moderna für chronisch Kranke zur Verfügung. Dortmunder können ab sofort Termine buchen, entweder online oder telefonisch: www.impftermin.dortmund.de oder 0800-5889626.

Dortmund: Keine Versorgungskrise in den Städtischen Kliniken

Die Stadt rechnet nicht mit einer Versorgungskrise in den städtischen Kliniken. Auch wenn die Zahl der Corona-Patienten dort weiter steigt, sei die Versorgung anderer Patienten gesichert. Bisher liegen in den städtischen Kliniken 130 Covid-Patienten. Das ist noch ein gutes Stück unter dem Spitzenwert von 180 in der zweiten Welle. Der Grund sei, dass die Corona-Erkrankten jetzt viel jünger seien als in der ersten und zweiten Welle. Deshalb blieben sie länger zuhause als die älteren Leute zuvor. Und somit stünden mehr Normalbetten für andere Kranke zur Verfügung. Auf den Intensivstationen könnte es allerdings durchaus eng werden - das räumt auch die Stadt ein.

Kreis Unna: "Mord am Hellweg" erst 2022

"Mord am Hellweg" wird pandemie-bedingt noch einmal verschoben. Die zehnte Ausgabe des größten internationalen Krimi-Festivals in Europa wird sich noch einmal um ein Jahr verschieben - auf den Herbst 2022. Die Corona-Krise birgt zuviel Unwägbarkeiten - daher haben die Organisatoren sich für eine weitere Verschiebung entschieden. Tickets, die schon 2020 gekauft wurden, bleiben weiterhin gültig.

Ein kostenloser Schnelltest pro Woche für Unternehmen

Seit heute (20.04.) müssen Unternehmen ihren Mitarbeitern mindestens einen kostenlosen Schnelltest pro Woche anbieten. Das sorgt für große Unsicherheit bei den Betrieben.  

Das größte Problem seien die Kosten, die die Betriebe selber tragen müssen. Das sagt z.B. die IHK in Hamm, bei der sich im Moment viele Inhaber vor allem kleinerer Firmen melden. Bei rund sechs Euro pro Test müssten sie im Monat mehrere hundert Euro extra dafür einplanen. Geld, das Unternehmen, die in Kurzarbeit sind, nicht mal eben übrig hätten. 

Dortmund: Prosper Rodewyk empfiehlt AstraZeneca

Eine Injektionsflasche des Impfstoffes Astra Zeneca

Immer mehr Hausarztpraxen wird AstraZeneca-Impfstoff von den Impfzentren angeboten, weil der Impfstoff über ist. Da ganz vereinzelt Impfkomplikationen aufgetreten sind, haben viele Patienten jetzt Angst und wollen AstraZeneca nicht. Auch Dr. Prosper Rodewyk impft in seiner Hausarztpraxis mittlerweile seine Patienten mit übrgiggebliebenem Impfstoff und empfiehlt ihn für die Über-60-Jährigen:

"Ich halte Astra für einen sehr guten Impfstoff. Ich kann diesen ganzen Hype überhaupt nicht verstehen, der da gegen Astra aufgezogen worden ist. Astra ist ein gutes Zeug für die über 60-Jährigen. Und ich kann nur jedem raten, jetzt kannst Du Dich impfen lassen. Wir haben eine Inzidenz von über 200. Jetzt zu sagen, ich warte, ist in meinen Augen nicht nachvollziehbar."

Ausgangssperre auch in Hamm

Die Stadt Hamm zieht die Corona-Notbremse. Ab Mittwoch (21.04.2021) gilt in der Stadt eine Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr. Bis Mitternacht darf man aber auch noch alleine Sport treiben oder eigene Hunde ausführen. Außerdem müssen ab Mittwoch auch die Geschäfte wieder schließen. Bisher konnte man dort noch mit einem negativen Schnelltest einkaufen.

Auch Freizeiteinrichtungen, wie der Tierpark und der Maxipark werden wieder geschlossen. Und die Kitas in Hamm gehen in den Notbetrieb. Grund für die Verschärfung der Maßnahmen ist, dass sich Zahl der Neuinfektionen innerhalb der letzten Woche fast verdoppelt hat. Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Hamm mittlerweile bei knapp 250. 

Stadt Dortmund schließt Schulen trotz Inzidenz unter 200

Das Land hat am Freitagabend (16.04.2021) den Antrag der Stadt auf strengere Maßnahmen genehmigt. Ab Montag bleiben Schulen im Distanzunterricht, der Einzelhandel und Museen schließen. Kinder und Jugendliche unter 14 dürfen auf den Sportplätzen in Gruppen keinen Sport mehr treiben.

Kreis Unna im Krisenmodus

Ab Montag (19.04.2021) gilt im gesamten Kreisgebiet eine nächtliche Ausgangsbeschränkung. Der Kreis selbst wollte die Maßnahme eigentlich verhindern, weil sie eine starke Einschränkung der persönlichen Rechte darstelle. Aber das Land hat sich am Ende durchgesetzt, ebenso wie in einem weiteren Punkt: Die Kitas gehen in den eingeschränkten Pandemiebetrieb. Die wollte der Kreis eigentlich schließen, weil es zuletzt in mehreren Einrichtungen zu Corona-Ausbrüchen gekommen war. Ebenfalls geschlossen bleiben die Schulen mit Ausnahme der Abschlussklassen.

Kreis Unna: Keine Einigung mit dem Land über neue Corona-Regeln

Mit Überschreiten der 200er Marke hatte der Kreis Unna neue, strengere Corona-Schutzregeln beschlossen. Das Gesundheitsministerium ist mit den Plänen aber nicht einverstanden. Der Kreis Unna möchte eine Kontaktsperre von abends neun Uhr bis morgens um fünf Uhr einführen, das Land pocht in dieser Zeit auf eine Ausgangssperre. Nicht entschieden hat das Land bislang über den Plan des Kreises, die Kindertagesstätten in die Notbetreuung zu schicken.

Stadt Dortmund will Corona-Notbremse ziehen

Wegen der steigenden Infektionszahlen will Dortmund eigene, strengere Maßnahmen ergreifen. Ein entsprechender Antrag wurde dem Land vorgelegt. Danach sollen ab Montag (19.04.2021) die Schulen nicht in den Präsenzunterricht und Kitas wieder in den Notbetrieb zurückkehren. Die Einzelhändler sollen wieder schließen und Sport in Kleingruppen erneut verboten werden.

Kein Präsenzunterricht in Hagen und im Kreis Unna

Für Hagen und den Kreis Unna bleibt es am Montag (19.04.2021) bei der Aussetzung des Präsenzunterrichts mit Ausnahme der Abschlussklassen sowie einer Notbetreuung. Das hat das Land vor dem Hintergrund der dort besonders hohen Inzidenzwerte entschieden.

Kreis Unna beschließt strengere Corona-Maßnahmen

Weil im Kreis am Donnerstag (15.04.2021) erstmals der Inzidenzwert von 200 überschritten wurde, hat der Krisenstab schärfere Schutzmaßnahmen beschlossen. Ab Samstag (17.04.2021) darf sich ein Haushalt nur noch mit einer weiteren Person treffen. Und das auch nur tagsüber. Von neun Uhr abends bis fünf Uhr morgens gilt eine Kontakt-, aber keine Ausgangssperre. Außerdem will der Kreis nicht zum Wechselunterricht an den Schulen zurückkehren.

Gericht kippt Hagener Ausgangssperre

Das Verwaltungsgericht Arnsberg hat am Donnerstag (15.04.2021) die nächtlichen Hagener Ausgangsbeschränkungen für rechtswidrig erklärt. Davon profitiert aber zunächst nur der Kläger. Alle anderen müssen abends weiterhin zuhause bleiben. Die Stadt Hagen will das Urteil prüfen und dagegen Beschwerde beim Oberveraltungsgericht Münster einlegen. Am Montag (19.04.2021) soll eine neue städtische Verfügung in Kraft treten, in der die Begründung der Ausgangsbeschränkung entsprechend angepasst werden soll.

In Hagen gilt ab Dienstag eine Ausgangssperre

Die Stadt Hagen hat jetzt eine Ausgangssperre (13.04.2021) verhängt – wegen der hohen Inzidenzzahlen. Die Beschränkung gilt von 21 Uhr bis 5 Uhr morgens. Das hat der Krisenstab wegen der anhaltend hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen beschlossen.

Geschäfte, die länger als 21 Uhr geöffnet haben, dürfen dann nicht mehr besucht werden. Nur wer nachts arbeiten, andere Menschen betreuen oder sein Tier ausführen muss, darf raus. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Hagen deutlich über zweihundert. Deshalb hat sich die Stadt für die Ausgangssperre entschieden und will sie auch kontrollieren. Wer sich nicht daran hält, zahlt fünfhundert Euro Bußgeld.

Drive-In-Testzentrum an den Westfalenhallen

In Dortmund an den Westfalenhallen entsteht gerade ein Drive-In-Corona-Testzentrum. Auf dem Parkplatz A4 wurden mit Containern eine vierspurige Teststraße gebaut und rund 40 Mitarbeiter geschult. Seit Samstag (10.04.2021) kann sich dort jeder kostenlos aus dem Auto heraus testen lassen, mit vorheriger online-Anmeldung oder spontan mit Wartezeit.

Schwelm: Impfen im eigenen Auto

Im Ennepe-Ruhr-Kreis können sich Menschen über 60 Jahren seit Ostermontag im eigenen Auto impfen lassen. So sollen die fast 9.000 zusätzlichen AstraZeneca-Dosen binnen zwei Wochen verbraucht und das Impfzentrum entlastet werden. Das Ganze passiert auf dem Parkplatz einer Sporthalle. Dort haben das Technische Hilfswerk und der Ennepe-Ruhr-Kreis in kürzester Zeit mehrere Zelte aufgebaut.

Auf dem Parkplatz vor einer Sporthalle werden Impfungen im Auto durchgeführt.

In Zweier-Reihen fahren die Autos vor. Scheibe runter, das ausgefüllte Aufklärungsformular abgeben, und dann gibts die Schutzimpfung durchs Fenster. Danach wird der Wagen für eine Viertelstunde abgestellt. In der Zeit beobachtet das medizinischen Personal, ob die Impflinge allergische Reaktionen zeigen. Das Impfen im Auto soll in Schwelm mindestens noch eine Woche fortgesetzt werden.

Ruhrgebiet: Corona-Überbrückungshilfe für Studierende verlängert

Studenten bei einer Klausur

Die Corona-Überbrückungshilfe für Studierende ist verlängert worden. Sie kann auch im kommenden Sommersemester beantragt werden. Tausende Anträge sind in den vergangenen Monaten beim Dortmunder Studierendenwerk eingegangen. Insgesamt hat es mehr als fünf Millionen Euro an die Studierenden aus Dortmund, Hamm und Hagen ausgezahlt. Das zeigt, wie prekär die Lage vieler Studierender in der Corona-Krise ist.

Oft sind sie auf einen Nebenjob angewiesen. Gerade die Studentenjobs in der Gastronomie oder Veranstaltungsbranche sind aber weggefallen. Nun können Studierende auch im kommenden Semester bis zu 500 Euro pro Monat beantragen.

Bürgertelefon zum Coronavirus: 0211 / 9119 1001

Das Bürgertelefon der Landesregierung zum Coronavirus hat eine neue Rufnummer: 0211 / 9119 1001.

Das Bürgertelefon ist montags bis freitags von 7.00 bis 20.00 Uhr sowie samstags und sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr geschaltet. Die Ansprechpartner beantworten allgemeine Fragen zum Corona-Virus und zur Vorbeugung. Bei medizinischen Fragen sollten sich Bürger an den Hausarzt wenden.

Stand: 14.05.2021, 06:12