Was muss ich in Dortmund, Hagen, Hamm, Kreis Unna, Kreis Recklinghausen, Ennepe-Ruhr-Kreis zu Corona wissen?

Eine Karte des östlichen Ruhrgebietes

Was muss ich in Dortmund, Hagen, Hamm, Kreis Unna, Kreis Recklinghausen, Ennepe-Ruhr-Kreis zu Corona wissen?

Auf dieser Übersichtsseite finden Sie aktuelle Informationen zum Coronavirus in Dortmund, Hagen, Hamm, Kreis Unna, Kreis Recklinghausen, Ennepe-Ruhr-Kreis.

Die aktuellsten Fallzahlen für die Region:

Anmerkung der Redaktion: Diese Tabelle bezieht sich auf Zahlen des NRW-Gesundheitsministeriums, die einmal pro Tag veröffentlicht werden. Dies kann dazu führen, dass wir auf unserer Übersichtsseite bestätigte Fälle bekannt geben, die noch nicht in der Liste auftauchen. Und es kann sein, dass Kommunen Fallzahlen veröffentlichen, bevor diese Eingang in die Tabelle des Ministeriums gefunden haben. Hinzu kommt, dass manche Städte und Kreise von den positiv Getesteten die Zahl der bereits Genesenen abziehen, andere nicht. In unserer Statistik versuchen wir, diesen Widerspruch - soweit möglich - aufzuheben. Bei den mit Covid-19 gestorbenen Menschen unterscheiden einige Kommunen, ob sie der Krankheit oder einer anderen Ursache zum Opfer gefallen sind, andere tun das nicht. Aus Gründen der Einheitlichkeit nennen wir im Folgenden die Zahl der Menschen, die bei ihrem Tod den Virus in sich trugen - unabhängig davon, an welcher Krankheit sie gestorben sind.

So viele Menschen sind im östlichen Ruhrgebiet nach Angaben der Kommunen aktuell infiziert: (Stand: 28.02.2021, 15:00 Uhr)

  • Dortmund: 18.308 Infizierte, davon 17.305 genesen, 304 Todesfälle
  • Hagen: 7.601 Infizierte, davon 7.128 genesen, 223 Todesfälle
  • Kreis Unna: 12.830 Infizierte, davon 11.808 genesen, 406 Todesfälle
  • Kreis Recklinghausen: 22.206 Infizierte, davon 20.470 genesen, 677 Todesfälle
  • Ennepe-Ruhr-Kreis: 8.904 Infizierte, davon 7.932 genesen, 279 Todesfälle
  • Hamm: 6.752 Infizierte, davon 6.318 genesen, 159 Todesfälle

Impfquote im östlichen Ruhrgebiet

So viele Menschen haben nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe im östlichen Ruhrgebiet bislang die erste Covid19-Impfung erhalten: (Stand: 26.02.2021)

  • Dortmund: 18.105 Personen geimpft, 3.1 % der Bevölkerung der Stadt
  • Hagen: 8.085 Personen geimpft, 4.3 % der Bevölkerung der Stadt
  • Kreis Unna: 14.863 Personen geimpft, 3.8 % der Bevölkerung des Kreises
  • Kreis Recklinghausen: 25.284 Personen geimpft, 4.1 % der Bevölkerung des Kreises
  • Ennepe-Ruhr-Kreis: 10.860 Personen geimpft, 3.3 % der Bevölkerung des Kreises
  • Hamm: 7.899 Personen geimpft, 4.4 % der Bevölkerung der Stadt

Anmerkung der Redaktion: Die Berechnung der Impfquote beruht auf den Einwohnerzahlen der einzelnen Kreise und kreisfreien Städte (Stand: 30. Juni 2020, Quelle: Statistisches Landesamt NRW) und den von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe täglich aktualisierten Impfzahlen.

Dortmund weitet Maskenpflicht aus

Die Stadt hat weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Coronapandemie Dortmund festgelegt – insbesondere, um einen Inzidenzwert von unter 50 zu erreichen. Deshalb wird ab diesem Wochenende die Maskenpflicht im Stadtgebiet ausgeweitet. Betroffen von der Maßnahme sind besonders viel besuchte Freizeit- und Parkanlagen (außer der Westfalenpark). Die erweiterte Maskenpflicht gilt ab Samstag, 27. Februar, an folgenden Orten samstags, sonntags und feiertags jeweils von 12 bis 18 Uhr auf sämtlichen Wegeflächen:

Blick auf den Dortmunder Phoenix-See vom Kaiserberg

Blick über den Phoenixsee vom Kaiserhügel

PHOENIX-See (Wege rund um den See), Fredenbaumpark, Westpark, Rombergpark, Revierpark Wischlingen, Hoeschpark.

Abseits der Wegflächen, etwa auf Wiesen, darf die Maske unter Einhaltung der Abstandsregeln abgenommen werden.

Maxipark in Hamm öffnet wieder

Maxipark in Hamm

Der Glaselefant bleibt vorerst geschlossen.

Am Donnerstag öffnet der Maxipark wieder. In Warteschlangen, in Gebäuden und auf den Spielplätzen gilt Maskenpflicht für alle ab sechs Jahren. Um den Mindestabstand gewährleisten zu können, ist die Zahl der Besucher begrenzt. Für das Wochenende können Eintrittskarten vorher online gekauft werden. Der Glaselefant und das Schmetterlingshaus bleiben vorerst geschlossen. Sanitäranlagen sind geöffnet.

Hamm: St.-Barabara-Klinik bietet Covid-Nachsorge an

Die St. Barbara-Klinik und eine Lungen-Facharztpraxis bieten jetzt Sprechstunden für Patienten mit Corona-Spätfolgen an. Eins der ersten Angebote dieser Art im Ruhrgebiet. Denn mit Müdigkeit, Atemnot, Husten, Geruchs- und Geschmacksstörungen oder auch Abgeschlagenheit als Spätfolgen haben viele Patienten nach einer Corona-Erkrankung zu kämpfen.

Auf dem Foto ist die Einfahrt zur St-Barbara Klinik in Hamm-Heessen. Die Klinik ist ein braun-weißes, kastenartiges Gebäude.

Die Einfahrt der St. Barbara Klinik in Hamm-Heessen

Deutschlandweit gibt es nur etwa 20 sogenannte Post-Covid-Ambulanzen. Die St. Barbara-Klinik in Hamm ist eine davon. Post-Covid-Patienten können hier ab sofort beraten und behandelt werden. Allein in Hamm haben sich bislang mehr als 6.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Wieviele an Spätfolgen leiden, ist bislang unklar.

Massentest in Hamm: Britische Mutante hat sich ausgebreitet

Von 79 Personen, die am Montag (15.02.2021) in Hamm unter Quarantäne gestellt wurden, ist jede fünfte mit dem Coronavirus infiziert. Die Testergebnisse weiterer 19 Personen liegen noch nicht vor. So eine Quote habe es bisher selbst in Altenheimen nicht gegeben, sagte Oberbürgermeister Marc Herter bei der Vorstellung der Ergebnisse.

Seit Freitag (19.02.2021) liegen die Ergebnisse der Sequenzierung der positiv getesteten Abstriche vor: Fast alle sind mit der als besonders ansteckend geltenden britischen Mutante infiziert.

Ruhrgebiet: Warner verlangt Lizenzgebühren von Kliniken und Pflegediensten

Zu der Ohrwurmmusik der Jerusalema-Challenge haben vor ein paar Wochen noch Beschäftigte von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen getanzt und Videos davon gedreht und geteilt. Zum Mutmachen. Jetzt nehmen viele ihre Jerusalema-Videos wieder aus dem Netz. Der Musikkonzern Warner will nämlich Lizenzgebühren. Das Marienkrankenhaus in Schwerte und ein Hammer Pflegedienst haben ihre Videos bereits gelöscht. Das Katholische Krankenhaus in Hagen dagegen hat 1000 Euro gezahlt und darf den Clip bis April im Netz lassen.

Hamm: Wohnhäuser unter Quarantäne

Die Stadt hat neun Wohnhäuser und Wohnungen mit 79 Bewohnern unter Quarantäne gestellt. Die Menschen dort könnten Kontakt mit einem Träger der britischen Corona-Mutante gehabt haben. Bei einem bulgarischen Bauarbeiter auf Montage in Hamm war die hoch ansteckende Mutante nachgewiesen worden. Der Krisenstab der Stadt vermutet, dass er mit Kollegen aus mehreren Wohnhäusern Kontakt hatte. Daher sind am Montag Abend 79 Menschen getestet worden und stehen jetzt unter Quarantäne. Die Polizei überwacht die Wohnhäuser. Am Mittwoch sollen die Testergebnisse feststehen. Die Viren der positiv Getesteten werden dann auf die Mutation B1.1.7 untersucht.

Ruhrgebiet: Kostenlose Masken für Hilfsbedürftige

Die Wohlfahrtsverbände kümmern sich gerade darum, dass besonders hilfsbedürftige Menschen medizinische Masken bekommen. Das Land stellt ihnen Masken aus eigenem Bestand kostenlos zur Verfügung. Auch eine Schwerter Firma hat zuletzt mehr als 200.000 Masken gespendet. Das Verteilen übernehmen die Verbände und ihre Partner. Die Masken verteilt in Dortmund zum Beispiel der Wärmebus, der sich um Obdachlose kümmert.

Start der Impfzentren

Trotz des Wintereinbruchs soll der Impfstart wie geplant am Montag (08.02.2021) losgehen. Wer sich nicht auf den Weg machen möchte wegen des Wetters, dessen Termin verfällt nicht. Er kann einfach am Dienstag (09.02.2021) um die gleiche Uhrzeit kommen. Darauf weist die Kassenärztliche Vereinigung ausdrücklich hin.

In den Impfzentren werden ab Montag täglich knapp 1000 Menschen gegen das Corona-Virus geimpft. Zunächst bekommen nur über 80-Jährige, die einen Termin haben, die Impfung. Das wird am Eingang streng kontrolliert, deshalb muss man auch seinen Ausweis mitbringen.

Virus-Mutanten im Ruhrgebiet nachgewiesen

In Dortmund waren nach Auskunft der Stadt vom 03.02.2021 fünf Menschen mit dem britischen Mutanten infiziert. Ausgangsperson war eine Frau, die aus Brasilien kam und eine Infektionskette auslöste. Alle Betroffenen sind laut Stadt frühzeitig abgesondert worden, so dass die Stadt in diesem Fall nicht von einer weiteren Verbreitung ausgeht. Aktuell (Stand 03.02.2021) ist ein Patient in Dortmund nachweislich mit dem britischen Mutanten infiziert.

Zwei Dutzend Fälle in Hagen und Haltern

Stichproben-Untersuchungen ergaben zudem, dass mehr als zwei Dutzend Menschen in Hagen und Haltern mit dem britischen Typ des Virus infiziert sind. Da gab es vor zwei Tagen schon erste Hinweise auf die Virus-Mutanten. Der Verdacht hat sich jetzt erhärtet: 24 schon vorher positiv getestete Personen sollen von dem erheblich ansteckenderen Virus befallen sein. Es handelt sich um Fälle in Seniorenzentren und Wohn-Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Auch in Haltern wurde einmal die britische Virus-Variante festgestellt. Alle betroffenen Menschen sind in Quarantäne.

Hagen verschärft Maßnahmen

Wegen des hohen Inzidenzwertes über 200 hat die Stadt Hagen in Absprache mit dem Gesundheitsministerium die Corona-Schutzmaßnahmen verschärft. Zu dem Maßnahmen-Katalog vom 28. Januar gehören unter anderem eine 7-Tage-Isolation bei Neuaufnahme in ein Pflegeheim sowie eine FFP2-Maskenpflicht für Pflegepersonal und Betreuer.

Zudem gilt montags bis samstags von 7 bis 22 Uhr eine Maskenpflicht rund um den Hauptbahnhof. Außerdem dürfen bei Trauerfeiern nur noch höchstens 30 Personen anwesend sein. Eine Ausgangssperre und eine Einschränkung des Bewegungsradius sind aktuell nicht geplant.

Mehr als 100 Infizierte in Dortmunder Seniorenheim

77 Bewohner und 29 Mitarbeiter sind im AWO-Seniorenzentrum im Stadtteil Kirchlinde infiziert. Das ganze Heim steht seit Tagen unter Quarantäne. Elf Bewohner wurden im Krankenhaus behandelt, sechs sind gestorben, teilte das Gesundheitsamt mit.

Als Ursachen nennt das Amt die Folgen der Weihnachtszeit und individuelle Hygienefehler. Inzwischen sei die Entwicklung aber zum Stillstand gekommen, es gebe nur noch wenige positive Tests. Am Donnerstag (28.01.2020) wurde erneut getestet, die Ergebnisse stehen noch aus.

Dortmund: Schwache Home-Office-Quote bei Stadtverwaltung

Das Dortmunder Rathaus schräg links von vorn gesehen vor blauem Himmel

Das Dortmunder Rathaus

Nur ein Fünftel der städtischen Mitarbeiter in Dortmund arbeitet zur Zeit im Homeoffice. Pro Tag sind es etwa 1.500 der 8.000 Stadt-Mitarbeiter. In der Verwaltung gibt es zu wenig Laptops und Webcams. Von den 8.000 Arbeitsplätzen sind nur etwa 500 mit einem Online-Konferenz-Programm ausgestattet. Viele Dienstleistungen wie die Verlängerung des Personalausweises, sind in Dortmund noch nicht digital möglich. Dafür müssen die Bürger ins Amt.

Hagen: Kinderschutzbund bietet kostenloses Essen für Kinder

Der Kinderschutzbund bietet nach längerer Pause wieder ein warmes Mittagessen und Lunchpakete für Bedürftige an. Den regulären Mittagstisch gibt es dort wegen der Corona-Beschränkungen schon länger nicht mehr. Jetzt gibt es Essen zum Mitnehmen. Für manche Kinder sei das die einzige richtige Mahlzeit am Tag, sagen die Mitarbeitenden. Für Erwachsene kostet das Mittagessen 2 Euro. Für Kinder ist es kostenlos.

Telefonseelsorge: Mehr Anrufe von Kindern und Jugendlichen

Im Vordergrund ein Telefon, dahinter eine junge Frau mit Hörer am Ohr

Bei der Telefonseelsorge in Dortmund gehen im Lockdown 40 Prozent mehr Anrufe ein. Darunter auch viele von Kindern und Jugendlichen, die ihre Probleme schildern. Die meisten fühlten sich von ihren Eltern nicht verstanden und hätten Angst vor Schlägen oder anderen Strafen, sagt eine Sprecherin. Häufig melden sich Jugendliche auch per chat bei der Seelsorge.

Ruhrgebiet: Ansturm auf Impftermine für Ü-80-Jährige

Wer über 80 Jahre alt ist, kann seit heute morgen (25.01.21) einen (Corona-)Impftermin bekommen. Die Vergabe läuft über die Homepage und eine Telefonhotline der Kassenärztlichen Vereinigung. Allerdings: Schon nach kurzer Zeit war die Homepage der KVWL überlastet und auch bei der Hotline war schon nach wenigen Minuten kein Durchkommen mehr.

Aber die Kassenärztliche Vereinigung verspricht: Jeder der einen Termin haben will, wird auch einen bekommen. Möglicherweise ist es ratsam erst in den kommenden Tagen einen Termin zu vereinbaren, da die Auslastung in den nächsten Stunden vermutlich ähnlich hoch sein wird, sagt die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe. Der Impfstart ist für den 8. Februar vorgesehen

Dortmund weitet Maskenpflicht aus

Von Samstag an (23.01.2021) muss im gesamten Innenstadtbereich innerhalb des Wallrings ein Mund-Nasenschutz getragen werden. Das kann auch eine Alltagsmaske sein. Die Maskenpflicht gilt auch auf Teilen der Münsterstraße, am Nordmarkt und in den Fußgängerzonen der Stadtteile. Die neue Regelung gilt erst einmal bis Mitte Februar.

Kreis RE: 15-Kilometer-Regel aufgehoben

Die 15-Kilometer-Bewegungsbeschränkung für Menschen im Kreis Recklinghausen ist aufgehoben. Grund sind die gesunkenen Corona-Inzidenzwerte dort. Das Landesgesundheitsministerium hatte den Kreis Recklinghausen am Montagnachmittag (18.01.2021) darüber informiert. Ab sofort können sich die Bewohner des Kreises wieder über den 15-Kilometer-Radius bewegen.

Seit dem 12. Januar galt im Kreis Recklinghausen die 15-Kilometer-Regel. Da die Zahl der Corona-Neuinfektionen dort bei über 200 pro 100.000 Einwohner lag, durften sich die Menschen von ihrem Heimatort nur 15 Kilometer weit wegbewegen.

Impfstoff-Diebstahl in Seniorenheim in Hamm?

Nach dem Verlust einer ungeöffneten Impf-Ampulle in einem Seniorenwohnheim in Hamm geht die Polizei von Diebstahl aus. Mitarbeiter hatten am Montag das Fehlen des Corona-Impfstoffs des Herstellers Biontech-Pfizer entdeckt. Es wird derzeit wegen des Verdachts auf Diebstahl ermittelt, heißt es am Donnerstag (14.01.2021) in einer gemeinsamen Mitteilung von Polizei und Kassenärztlicher Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL).

Die Mediziner warnen eindringlich vor dem unsachgemäßen Einsatz des gestohlenen Impfstoffes. Dieser müsse richtig und sachgemäß gekühlt werden, sonst verliere er seine Wirksamkeit. Eine falsche Verdünnung führe zu medizinischen Reaktionen, die möglicherweise ärztliche Hilfe nötig mache.

Mann aus Oer-Erkenschwick klagt gegen 15-Kilometer-Regel

Am Oberverwaltungsgericht Münster ist am Mittwoch (13.01.2021) ein erster Eilantrag gegen die Einschränkung des Bewegungsradius von Bewohnern von Corona-Hotspots eingegangen. Antragsteller sei ein Mann aus Oer-Erkenschwick im Kreis Recklinghausen, teilte das Gericht mit. Er beantragt, den zentralen Teil der neuen Regionalverordnung der NRW-Landesregierung außer Kraft zu setzen.

Das Land hatte im Kreis Recklinghausen eine umstrittene 15-Kilometer-Regel eingeführt, weil der Inzidenzwert über 200 liegt. Wenn Bewohner den Kreis verlassen, dürfen sie sich derzeit nicht weiter als 15 Kilometer von der Stadt entfernen, in der sie wohnen. Innerhalb des Kreises dürfen sie sich weiter frei bewegen. Auch wer von außerhalb in den Kreis Recklinghausen will, muss die neue Regel einhalten. Ausnahmen gelten unter anderem für Menschen, die zur Arbeit fahren oder enge Verwandte besuchen.

DO: Kritik an Quarantäne-Praxis

Gesundheitsamtsleiter Frank Renken hat die geltenden Quarantäne-Regeln kritisiert. Momentan sind nur noch halb so viele Menschen in Corona-Quarantäne wie noch vor Weihnachten. Der Leiter des Gesundheitsamtes hat den Verdacht, dass viele inzwischen ihre Kontaktpersonen nicht mehr nennen. Gleichzeitig gebe es wegen des Lockdowns auch tatsächlich weniger Kontaktpersonen.

Derzeit sind in Dortmund etwa 2.200 registrierte Quarantänefälle. Er kritisiert die Quarantäneverordnung des Landes. Danach gilt seit Anfang Dezember eine Quarantäne automatisch, sobald jemand Kontakt zu einem Infizierten hatte. Jetzt müssen die Behörden zwar die Quarantäne nicht mehr aktiv anordnen, sie können aber auch nicht mehr so effektiv Kontaktpersonen ermitteln.

Dortmund: Corona-Infektion trotz erster Impfung

In einem Dortmunder Seniorenheim, in dem bereits gegen Corona geimpft wurde, sind jetzt 15 Menschen positiv getestet worden. Nach WDR-Informationen sind unter den Infizierten auch Personen, die bereits geimpft wurden. Die Stadt Dortmund dementiert das. Prosper Rodewyk, Leiter der Kassenärtzlichen Vereinigung erklärt, grundsätzlich sei es möglich, auch nach einer Impfung positiv getestet zu werden:

"Wenn unmittelbar in dem zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung kurz vorher oder kurz nachher ein Kontakt mit Covid aufgetreten ist, ist es durchaus möglich, dass diese Infektion ganz normal stattfindet. Aber das liegt einfach daran, weil eine Impfung absolut nicht ausreichend ist."

Nach etwa drei Wochen soll die zweite Impfdosis gespritzt werden.

Ruhrgebiet: Einheitliches Erfassungssystem für die Gesundheitsämter

Die Gesundheitsämter der Städte und Kreise müssen Corona-Testergebnisse jetzt in einem einheitlichen Informationssystem erfassen. Seit Jahresbeginn können Ärzte und Labore ihre Befunde über das "Deutsche Elektronische Melde- und Informationssystem für den Infektionsschutz" (DEMIS) übermitteln. Während etwa im Kreis Unna oder in Hagen bisher noch viele Befunde per Fax eingingen, arbeitet Hamm schon seit einigen Wochen mit dem neuen System. Allerdings sind noch nicht alle Labore an das System angeschlossen.

Ruhrgebiet: Städte bereiten Großveranstaltungen vor

Viele Städte bereiten sich auf kommmende Großveranstaltungen vor - trotz Corona. In Herne laufen zum Beispiel die Planungen für die Cranger Kirmes im August ganz normal. Und auch der Cranger Weihnachtszauber ist schon in Planung. Bei früheren Veranstaltungen sind die Städte dagegen noch vorsichtiger - so wartet zum Beispiel Recklinghausen noch mit den Planungen für die Palmkirmes Mitte März.

Bürgertelefon zum Coronavirus: 0211 / 9119 1001

Das Bürgertelefon der Landesregierung zum Coronavirus hat eine neue Rufnummer: 0211 / 9119 1001.

Das Bürgertelefon ist montags bis freitags von 7.00 bis 20.00 Uhr sowie samstags und sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr geschaltet. Die Ansprechpartner beantworten allgemeine Fragen zum Corona-Virus und zur Vorbeugung. Bei medizinischen Fragen sollten sich Bürger an den Hausarzt wenden.

Stand: 26.02.2021, 15:45