Was muss ich in Dortmund, Hagen, Hamm, Kreis Unna, Kreis Recklinghausen, Ennepe-Ruhr-Kreis zu Corona wissen?

Eine Karte des östlichen Ruhrgebietes

Was muss ich in Dortmund, Hagen, Hamm, Kreis Unna, Kreis Recklinghausen, Ennepe-Ruhr-Kreis zu Corona wissen?

  • Erster Corona-Todesfall in Dortmund
  • Hamm: Viele Mitarbeiter in Seniorenheim erkrankt
  • Dritter Todesfall im Kreis Unna
  • Coronavirus: Alle wichtigen Informationen aus dem östlichen Ruhrgebiet gibt es hier

Auf dieser Übersichtsseite finden Sie aktuelle Informationen zum Coronavirus in Dortmund, Hagen, Hamm, Kreis Unna, Kreis Recklinghausen und Ennepe-Ruhr-Kreis. Die Polizei unterstützt die Ordnungsämter seit dieser Woche mit zusätzlichen Kontrollen bei den Corona-Maßnahmen

Die aktuellsten Fallzahlen für die Region:

Anmerkung der Redaktion: Diese Tabelle bezieht sich auf Zahlen des NRW-Gesundheitsministeriums, die einmal pro Tag veröffentlicht werden. Dies kann dazu führen, dass wir auf unserer Übersichtsseite bestätigte Fälle bekannt geben, die noch nicht in der Liste auftauchen.

Geschlossene Tafeln im östlichen Ruhrgebiet:

Kreis Unna (Ausgabestellen Unna-Massen, Bönen, Bergkamen, Königsborn, Holwickede, Werne, Fröndenberg, Lünen, Selm)

Dortmund, teilweise (Ausgabestellen Hörde, Körne, Wickede, Dorstfeld, Huckarde)

Geöffnete Tafeln im östlichen Ruhrgebiet:

Recklinghausen

Hamm – zum Teil eingeschränktes Angebot

Dortmund (Ausgabestellen Haydnstraße, Osterlandwehr und Scharnhorst)

Schwerte

Hattingen – Notbetrieb, eingeschränktes Angebot

Witten - eingeschränktes Angebot

Hagen – Notbetrieb, eingeschränktes Angebot

Castrop-Rauxel – Notbetrieb, eingeschränktes Angebot

Erster Corona-Todesfall in Dortmund

In Dortmund ist der erste Mensch an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Es handelt sich dabei über eine 85-jährige Frau, berichtet die Stadt Dortmund am Donnerstag (02.04.2020). Die Frau war vor genau einer Woche mit Erkältungssymptomen ins katholische Krankenhaus Dortmund-West eingeliefert worden. Ein Abstrich zeigte, dass sie sich mit Corona infiziert hatte. Sie wohnte allein.

Alle Kontakpersonen wurden vom Gesundheitsamt getestet. Alle Tests waren aber negativ. Insgesamt haben sich in Dortmund bereits 333 Menschen infiziert. Bei 80 Prozent verlief die Infektion milde. 11 Infizierte werden aktuell auf Intensivstationen behandelt. 137 gelten als geheilt.

Hamm: Viele erkrankte Mitarbeiter in einem Seniorenheim

Im Seniorenheim an der Ermelinghofstraße sind elf Mitarbeiter und sechs Bewohner positiv auf Corona getestet worden. Weitere Tests stehen aus.

Die meisten der elf infizierten Mitarbeiter arbeiten in der Pflege. Aber auch im Hauswirtschafts- und Reinigungsbereich sind Mitarbeiter betroffen. Und es könnten sich noch mehr Menschen in dem Hammer Seniorenzentrum mit dem Corona-Virus angesteckt haben.

Die Testergebnisse weiterer Mitarbeiter liegen noch nicht vor – auch nicht die Testergebnisse aller 58 Bewohner. Im Notfall könne ein Wohnbereich für infizierte Senioren freigeräumt werden, um sie räumlich von den Gesunden zu trennen, sagte der Leiter der Einrichtung. Insgesamt wurden 100 Personen getestet.

Dortmunder Polizei: Bitte unnötige Anrufe vermeiden

Die Polizei Dortmund bittet darum, nicht unnötig anzurufen, um Verstöße gegen das Corona-Kontaktverbot zu melden. In letzter Zeit habe es mehrere Fehlmeldungen gegeben. Mal eben den unliebsamen Nachbarn anschwärzen oder einfach aus Spaß die Polizei anrufen - das habe es in den vergangenen Tagen häufiger gegeben.

Polizei-Blaulicht, dahinter eine Menschenansammlung

Unnötige Polizeieinsätze wegen Corona-Ansammlungsverbot häufen sich

Wenn es aber offensichtlich ist, dass da keine Familienmitglieder zusammenstehen, soll man große Menschenansammlungen auf jeden Fall melden. Entweder schickt sie dann einen Streifenwagen vorbei - oder gibt den Hinweis an das Ordnungsamt weiter.

Hamm: Ev. Klinikum lässt wieder Väter im Kreißsaal zu

Das evangelische Krankenhaus in Hamm hat die Kreißsäle wieder für werdende Väter geöffnet (31.03.2020). Seit über einer Woche (23.03.2020) bestand die Maßnahme zum Infektionsschutz gegen das Coronavirus.

Werdende Väter dürfen jetzt zwar bei der Geburt dabei sein, müssen sich aber einer Befragung über mögliche Symptome und Kontaktpersonen stellen. In Schutzkleidung und Begleitung durch Klinikpersonal können Sie, ab dem Moment, wenn das Kind kommt, den Kreißsaal betreten- vorher nicht. Und nach der Geburt, müssen sie wieder gehen. Auch andere Krankenhäuser im Ruhrgebiet beschränken den Zugang zu den Kreißsälen.

Flughafen Dortmund: Keine Passagiermaschinen mehr

Am Flughafen Dortmund werden voraussichtlich bis Ende April keine Passagiermaschinen mehr starten oder landen. Die Bezirksregierung Münster hat den Flughafen vorerst von der Betriebspflicht befreit. Grund dafür ist die Corona-Krise.

Der Dortmunder Flughafen mit der Landebahn von oben

Geisterflughafen Dortmund

Normalerweise würden Dienstag (31.03.2020) Maschinen zu über 20 Zielen vom Rollfeld aus starten. Nur wenige der 440 Flughafen-Mitarbeiter sind aktuell noch im Einsatz. Mit Überstunden und Resturlaub soll Kurzarbeit vorerst verhindert werden. Doch Aufsichtsratschef Guntram Pehlke hält das für unvermeidbar.

Zwei Tote in Fröndenberger Pflegeheim

Rund 50 Bewohner eines Pflegeheims in Fröndenberg warten auf das Ergebnis ihres Corona-Tests. In der vergangenen Woche waren zwei infizierte Bewohner gestorben, zwei weitere sind zur Zeit im Krankenhaus. Für das Pflegeheim ist der Ausbruch eine große Herausforderung. Denn seit dem Wochenende befinden sich gleich 18 Pflegerinnen in Quarantäne.

Durch die bestätigten Corona-Fälle steigen außerdem die Sicherheitsmaßnahmen. Die Heimleitung hat Schutzmasken für 10.000 Euro bestellt. Schutzkittel waren offenbar besonders schwer zu bekommen. Deshalb hat das Pflegeheim im Internet einen Aufruf gestartet. Mit Erfolg: 170 Frauen haben sich gemeldet. Sie wollen für das Pflegepersonal jetzt Schutzkittel aus alten Bettlaken nähen.

Dritter Todesfall im Kreis Unna

In Lünen, ebenfalls im Kreis Unna, gab es mittlerweile einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus. Eine Frau (Jahrgang 1945) mit verschiedenen Vorerkrankungen starb am Sonntag (29.03.2020) in einem Krankenhaus. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde hatte die Frau nicht in einer Pflegeeinrichtung gewohnt.

Drive-In-Testzentrum in Castrop-Rauxel

Am Berufskolleg gibt es ab Montag (30.03.2020) ein neues Drive-In-Corona-Testzentrum. Etwa 100 Tests pro Tag seien möglich, erklärte ein Sprecher der zuständigen Recklinghäuser Hilfsorganisationen. Eine vorherige Anmeldung durch den Hausarzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst ist jedoch erforderlich. Nur mit einer entsprechenden Überweisung ist ein Test möglich.

Vorbeugung: Impfstoffe fehlen

Die Empfehlung der Bundesregierung an Corona-Risko-Gruppen, sich gegen Grippe oder Pneumokokken impfen zulassen, lässt sich kaum umsetzen: In vielen Praxen gibt es keinen Impfstoff.

SW-Aufnahme: Eine Hand im Gummihandschug hält eine Impfspritze, dahinter Gläschen mit Blutproben.

Geduld gefragt: Warten auf Impfstoffe

Aktuell kommt es zu Lieferengpässen bei diesen Impfstoffen. Das bestätigt die Kassenärztliche Vereinigung. Die Empfehlung sich gegen Pneumokokken und Grippe impfen zu lassen, gilt für Menschen über 60 und diejenigen mit Vorerkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck.

Denn Experten gehen davon aus, dass eine Impfung etwa gegen Pneumokokken einen schweren Verlauf bei einer Corona-Infektion verhindern kann. Viele Arztpraxen in der Region können aber nichts weiter tun, als auf Nachschub zu warten. Risiko-Patienten sollten immer wieder nachfragen, ob die Impfstoffe wieder da sind.

Erster Corona-Toter im Kreis Recklinghausen

Auch im Kreis Recklinghausen gibt es einen ersten Todesfall im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Es handelt sich um einen 70 Jahre alten Mann aus Dorsten. Das gab die Pressestelle des Kreises am Sonntag (29.03.2020) bekannt.

Der Mann litt nach Angaben des Kreises unter einer Vorerkrankung und war zuletzt im Krankenhaus behandelt worden.

Polizei verhängt Bußgelder wegen Ansammlungsverstößen

Die Polizei kontrolliert Autos am Dortmunder Wall

Die Polizei kontrollierte Autos am Dortmunder Wall.

Die Dortmunder Polizei hat am Wochenende in den späten Abendstunden in der Innenstadt Autos kontrolliert und insgesamt 23 Verstöße gegen das Ansammlungsverbot festgestellt. In diesen Fällen befanden sich mehr als zwei Personen in einem Auto. Viele Personen zeigten sich nach Angaben der Polizei uneinsichtig. So gaben die vier Insassen eines Auto als Ausrede an: "Wir kommen aus Recklinghausen und hatten Hunger!". Die Betroffenen mussten jeweils ein Bußgeld von 200 Euro zahlen.

Hilfe für Wohnungslose in der Corona-Krise

Helfer vor einem Kleintransporter bereiten Essensverteilung vor

Mitarbeiter vom Team Wärmebus helfen bei der Essensverteilung

Gemeinsam stellen jetzt Diakonie Dortmund, Gast-Haus und Team Wärmebus die Essensversorgung von wohnungslosen Menschen in Dortmund sicher. Am Wichernhaus der Diakonie und am Gast-Haus werden ab Montag (30.03.2020) sieben Tage pro Woche morgens Kaffee und Lunchpakete ausgegeben. Gespendet werden die Lunchpakete von der Gastro-Initiative Dortmund. Der Wärmebus versorgt die Menschen jeden Abend auf dem Nordmarkt und am Parkplatz am U mit einer heißen Suppe, gespendet von der St. Johannesgesellschaft.

In einer Zentralen Beratungsstelle können Duschen und Schließfächer genutzt werden. Hier gibt es auch Schlafsäcke und warme Unterwäsche. Die Frauenübernachtungsstelle der Diakonie nimmt jederzeit wohnungslose Frauen – häufig auch mit Kindern – auf.

Spenden sind willkommen unter dem Stichwort: Nothilfe Wohnungslose auf dem Konto: Sparkasse Dortmund, IBAN: DE90440501990001777777

Flughafen Dortmund fordert finanzielle Hilfe

Der Flughafen Dortmund fordert wegen der Corona-Krise finanzielle Hilfe von der Bundesregierung. Gerade mal drei Wizz-Air-Maschinen starten und landen am Wickeder Flughafen noch.

Flugzeug startet am Dortmunder Flughafen

Flugzeug startet am Dortmunder Flughafen

Auch damit dürfte bald Schluss sein, sagt Stadtwerke-Chef Guntram Pehlke und sieht dadurch die Geschäftsgrundlage des Airports „zerstört“. Alternative Tätigkeiten gebe es nicht. Deshalb brauche das Unternehmen schnell direkte Zuschüsse vom Bund für Gehälter, Mieten und andere laufende Ausgaben.

Darlehen, die zurückgezahlt werden müssen, lehnt Pehlke ab. Bislang gibt es die angekündigten Staatshilfen nur für Privat-Unternehmen, aber nicht für kommunale Betriebe wie den Flughafen.

Zwei weitere Testzentren in Recklinghausen

Im Kreis Recklinghausen wird es ab Montag zwei weitere Corona-Testzentren geben: Am Berufskolleg Castrop-Rauxel und am Paul-Spiegel-Berufskolleg in Dorsten werden Durchfahrtzentren eingerichtet, wie sie bereits in Recklinghausen und Marl aufgebaut worden sind.

Das Verfahren ist auch an den neuen Testzentren das gleiche wie bisher: Wer Symptome hat, die auf eine Erkrankung mit dem Corona-Virus schließen lassen, sollte sich telefonisch bei seinem Hausarzt oder am Wochenende unter 116117 beim ärztlichen Bereitschaftsdienst melden. Dieser meldet die Person dann zum Test bei den Hilfsorganisationen an.

Erster Corona-Toter im Kreis Unna

Auch im Kreis Unna gibt es einen ersten Todesfall im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Es handelt sich um einen Mann aus Fröndenberg (84). Das gab die Pressestelle des Kreises am Freitag (27.03.2020) bekannt.

Der Mann war nach einem Unfall in einer Fröndenberger Pflegeeinrichtung Ende vergangener Woche in ein Mendener Krankenhaus gekommen. Dort war er am Mittwoch (25.03.2020) gestorben. Nach der Aufnahme traten bei dem Patienten Corona-typische Symptome auf, woraufhin bei ihm ein Abstrich vorgenommen wurde.

Das dem Kreis seit Freitag (27.03.2020) vorliegende Testergebnis bestätigte den Corona-Befund und dass der Senior an verschiedenen Vorerkrankungen litt.

Hausärzteverband bittet um Masken-Spenden

Der Hausärzteverband Westfalen-Lippe bittet Unternehmen, die zur Zeit geschlossen sind, vorhandene Schutzmasken doch zu spenden. Die Masken würden abgeholt und an Praxen und regionale Behandlungszentren verteilt, erklärte der Verband in Unna. Der Aufruf richte sich etwa an Nagelstudios, Tattoo-Studios, Lackierer oder Schreiner.

Schutzmasken dringend gesucht

Auch das Städtische Klinikum Dortmund braucht dringend mehr Schutzmasken und will sie deshalb jetzt selbst nähen. Klinikchef Mintrop hat einen entsprechenden Brandbrief an seine Mitarbeiter geschrieben. Sie sollen in der Familie, aber auch im Freundes- und Bekanntenkreis um Freiwillige werben. Gesucht werden Helfer für das Zuschneiden und Nähen der Stoffmasken in den Räumen des Klinikums. Desinfektionsmittel produziert das Klinikum bereits selbst.

Hattingen: Krankenhaus verdoppelt Beatmungsplätze

Das evangelische Krankenhaus in Hattingen hat seine Beatmungskapazitäten verdoppelt. Dort gibt es jetzt 12 statt bisher sechs Beatmungsplätze, meldet die Klinik. Es gebe einen Notfalldienstplan bis Ende April.

Nachfrage nach Hausgeburten steigt

Hebammen in der Region bekommen immer mehr Anfragen für Hausgeburten. Werdende Mütter fürchten, dass sie sich in der Corona-Krise im Klinikum anzustecken könnten und wollen sicher gehen, dass ihr Mann bei der Geburt dabei sein kann.  

Schild mit der Aufschrift "Hebamme im Einsatz" hinter der Frontscheibe eines Autos

Hebammen und Hausgeburten sind gefragt

Im evangelischen Krankenhaus in Hamm dürfen werdende Vätern nicht mehr in den Kreißsaal und Mutter und Kind später auch nicht besuchen. Bei anderen Krankenhäusern in der Region gibt es verschärfte Hygienemaßnahmen.

Viele Hebammen berichten deshalb von dutzenden Anfragen für Hausgeburten. Doch nicht jede Hebamme will die machen, weil sie nicht die entsprechende Versicherung hat. Ein anderer Grund sei die 24-Stunden Rufbereitschaft, die viele ablehnen, so der Landesverband der Hebammen in NRW. Die Hebammen fordert jetzt, die Kreißsäle wieder für Väter zu öffnen.

Corona-Soforthilfe: IHK Dortmund weitet Hotline-Zeiten aus

Um den wirtschaftlichen Schaden für Solo-Selbstständige und kleinere Unternehmen (bis 50 Beschäftigte) in der Corona-Krise abzufedern, haben der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen finanzielle Soforthilfen beschlossen. Viele Informationen, Beratungsangebote und den Link zum ausschließlich elektronischen Antragsverfahren gibt es unter www.dortmund.ihk24.de/soforthilfe.

Die Anträge können ab Freitag (27.03.2020), 12:00 Uhr, gestellt werden. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund berät ihre Mitgliedsunternehmen bei diesem Antragsverfahren und weitet die Zeiten der IHK-Hotline für das kommende Wochenende aus. Die IHK-Hotline 0231 5417-444 ist am Freitag, 27. März, von 08:00 Uhr bis 17:00 Uhr, am Samstag, 28. März, von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr, und am Sonntag, 29. März, von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr zu erreichen. Das IHK-Team berät in diesen Zeiten zu den Soforthilfen. Die Beratung erfolgt ausschließlich über die Hotline und nicht in den sozialen Medien. 

Schwelm: Parkdeck am Kreishaus wird zur Diagnostik-Station

Seit Donnerstagmorgen (26.03.2020) gibt es direkt am Schwelmer Kreishaus ein "Drive in": In einem Zelt auf dem Parkdeck können etwa 100 Abstriche pro Tag für Corona-Tests genommen werden - zusätzlich zu den rund 60 Tests, die der Kreis täglich mit der mobilen Diagnostik durchführt.

Eine Sanitäterin in Schutzkleidung übergibt eine Teströhrchen für einen Rachenabstrich

Bis zu 100 Personen können pro Tag getestet werden

Ein Fahrstreifen des Westfalendamms oberhalb des Kreishauses ist abgeriegelt. Hier darf nur einfahren, wer zuvor vom Krisenstab des Kreises einen Termin für die stationäre Diagnostik erhalten hat.

Die Diagnostik-Termine vergibt der Krisenstab des Ennepe-Ruhr-Kreises. Das funktioniert folgendermaßen: Wer befürchtet, sich mit dem Corona-Virus infiziert zu haben, wendet sich an das Bürgertelefon unter der Rufnummer 02333/4031449. Die Mitarbeiter klären, ob nach den gültigen Kriterien des Robert-Koch-Instituts ein Verdacht auf eine Corona-Infektion vorliegen könnte. Ist dies der Fall, meldet sich ein Arzt beim Patienten. Der Mediziner entscheidet, ob ein Test erfolgen soll und gibt die Patientendaten gegebenenfalls an den Krisenstab weiter. Dieser legt dann fest, ob der Test mobil oder stationär erfolgt und informiert den Betroffenen über den Termin. Für die stationäre Diagnostik werden von Montag bis Freitag Termine zwischen 9 und 15 Uhr und am Wochenende zwischen 8 und 14 Uhr vergeben.

Ennepetaler Firma liefert Beatmungsschläuche

Die Corona-Krise bringt manchen Unternehmen auch Vorteile: Eine Firma aus Ennepetal, die vor Kurzem noch wegen Luftverschmutzung schließen sollte, wird jetzt zu einem wichtigen Zulieferer. Der Isolierstoffhersteller BIW stellt auf Anordnung der Bundesregierung gerade im Akkord Beatmungsschläuche her. Schläuche und Isoliermaterial für andere medizinische Geräte werden gerade händeringend gebraucht, um die Vielzahl der Corona-Patienten zu behandeln. BIW produziert seit einigen Tagen rund um die Uhr. Mehrere hunderttausend Meter Schlauch entstehen so in einer Woche.

Dortmund: Keine Corona-Tests mehr im Gesundheitsamt

Die Diagnostikstelle des Gesundheitsamtes wird am Donnerstagmittag (26.03.202) geschlossen. Es werden keine neuen Termine vereinbart. Somit ist die Diagnostikstelle am Klinikum Nord die einzige Möglichkeit, an der man einen Corona-Test machen lassen kann. Eine vorherige telefonische Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Testzentrum ist auch an den Wochenenden geöffnet. Die Stadt bittet, dass Testzentrum über die Beethovenstraße anzufahren, um ein Verkehrschaos zu vermeiden.

Nach Angaben der Stadt geht es ausschließlich um organisatorische Gründe. Ein zentraler Test-Standort sei für Dortmund ausreichend, zudem gebe es am Klinikum Nord auch bessere Parkmöglichkeiten als am Wallring. Genügend Test-Kapazitäten gibt es am Klinikum Nord auch.

Hamm: Mehr Busse werden eingesetzt

Die Stadtwerke wollen ab Donnerstag (26.03.2020) mehr Busse einsetzen. Erst einmal auf einer Linie. Eine Verkehrszählung hatte ergeben, dass die Busse zu voll sind, um den Sicherheitsabstand wegen des Corona-Virus einhalten zu können. Deshalb sollen im Feierabendverkehr (zwischen 16 und 17 Uhr ) auf der Linie 4 jetzt zwei Busse gleichzeitig fahren. Die Stadtwerke wollen in den kommenden Tagen weiter zählen und überall dort zusätzliche Busse einsetzen, wo sie zu voll sind.

Hamm: Beschwerden über zu volle Busse

Ein Bus fährt vom Hammer Busbahnhof

Am Hammer Busbahnhof

Die Stadtwerke Hamm zählen am Mittwoch (25.03.2020) die Fahrgäste in den Bussen. In den vergangenen Tagen hatten sich mehr als ein Dutzend Fahrgäste beschwert, dass die Busse gerade im Berufsverkehr morgens zu voll seien. Der gebotene Mindestabstand von anderthalb Metern lasse sich da nicht einhalten.

Jetzt prüfen Mitarbeiter der Stadtwerke auf allen Linien, wie viele Menschen tatsächlich fahren und wo zusätzliche Busse nötig sind. Weil die Zahl der Fahrgäste stark gesunken ist, hatten die Stadtwerke erst in der Vorwoche den Fahrplan zusammengestrichen.

Corona-Vorbeugung auch im Gefängnis

Das Gefängnis in Dortmund bereitet sich auf die Corona-Krise vor. Dazu gehört ein vorläufiges Besuchsverbot in der JVA. Laut Gefängnisdirektor Ralf Bothge würden die meisten der rund 400 Dortmunder Häftlinge Verständnis zeigen.

Denn natürlich wollen auch sie nicht, dass sich jemand mit dem Virus infiziert. Deswegen sollen die Insassen und Gefängnismitarbeiter auch im Hafthaus auf genügend Abstand achten.

Neuzugänge werden bei ihrer Ankunft derzeit besonders auf ihre Gesundheit gecheckt. Damit die Gefangenen trotz des Besuchsverbots Kontakt nach draußen halten können, dürfen sie jetzt öfter mit ihren Angehörigen telefonieren. Auch Gespräche per Skype sollen möglich sein.

Hamm: Run auf neue Sammelstelle für Grünabfall

Die Bürger in Hamm können ihren Grünabfall seit heute an einer zentralen Sammelstelle kostenlos entsorgen. Mitte März hatte dort der Recyclinghof dichtgemacht, um seine Mitarbeiter zu schützen.

Hobbygärtner entsorgen ihren Grünschnitt

Schnell stapelten sich die Grünabfälle

Säckeweise wurde am Mittwochvormittag (25.03.2020) Grünschnitt abgeladen. Schon bei der Öffnung der Sammelstelle gab es lange Auto-Schlangen. Aus Sicherheitsgründen darf immer nur eine Person das Fahrzeug verlassen, um Grünabfall auszuladen.

Nach Schließung des Recyclinghofes Mitte März hatten zahlreiche Hammer Bürger Rasenschnitt und Zweige im Wald entsorgt. Die Stadt hofft, dass das jetzt vorbei ist.

Recklinghausen: Ruhrfestspiele fallen aus

Programmhefte der Ruhrfestspiele Recklinghausen mit dem Motto "Macht und Mitgefühl"

Intendant Olaf Kröck hat die für die Zeit vom 1. Mai bis 13. Juni geplanten Ruhrfestspiele abgesagt. Der Kreis Recklinghausen hat sich dafür mit dem Land abgestimmt. Man gehe davon aus, dass die geltende Verfügung des Landes auch über den 20. April hinaus gelten werde. Momentan prüfe das Team der Ruhrfestspiele die Möglichkeit, Teile des diesjährigen Programms in den Herbst 2020 zu verschieben.

Dortmund: Mehr Tests - Veranstaltungen bis Pfingsten abgesagt

Es werden nun nicht mehr nur Rückkehrer aus einem Risikogebiet oder Kontakpersonen von Infizierten, die das Gesundheitsamt ermittelt hat, auf das Coronavirus getestet. Ab sofort werden alle Personen getestet, die Symptome aufweisen, die zu einer Covid19-Erkrankung passen, hat die Stadt mitgeteilt.

Alle städtischen Veranstaltungen sind bis mindestens Ende Mai abgesagt.

Dortmund: Haushaltsloch durch Corona-Krise

Die Corona-Krise wird ein tiefes Loch in den Haushalt der Stadt Dortmund reißen. Kämmerer Jörg Stüdemann rechnet unter dem Strich mit einem Minus im dreistelligen Millionenbereich. Keine Kurse, keine Konzerte: bei den Kulturbetrieben, dem Theater und dem Konzerthaus wird deshalb der städtische Zuschuss rund vier Millionen Euro höher ausfallen als geplant.

Einbrechende Gewerbesteuer

Gleichzeitig bricht der Stadtkasse eine der wichtigsten Einnahmequellen ein: die Gewerbesteuer. Viele Unternehmen werden in diesem Jahr weniger zahlen, manche vermutlich gar nichts, wenn ihre Läden wochenlang geschlossen sind. Die jahrelangen Sparbemühungen der Stadt Dortmund sind damit für die Katz gewesen. Das sei aber jetzt nicht wichtig, so der Kämmerer. Jetzt müsse zuerst den Menschen geholfen werden.

DGB sagt alle Mai-Kundgebungen ab

Die DGB-Region Dortmund-Hellweg hat alle Mai-Kundgebungen für dieses Jahr abgesagt. Wegen der Ausbreitung des Corona-Virus müssten die geplanten Veranstaltungen, Demonstrationen und Kundgebungen erstmals ausfallen. Solidarität heiße in diesem Jahr vor allem: Abstand halten, erklärte der Gewerkschaftsbund.

Erster Patient in Hagen am Coronavirus gestorben

In der Nacht auf Dienstag (24.03.2020) ist in Hagen der erste Corona-Patient gestorben. Der 81-Jährige war am vergangenen Mittwoch (18.03.2020) positiv auf das Virus getestet worden. Aufgrund einer Vorerkrankung verlief die Krankheit bei ihm schwer. Der Mann lag zuletzt auf der Intensivstation und wurde dort beatmet.

Dortmund sieht sich gut vorbereitet auf Corona-Kranke

Die Stadt Dortmund ist nach Einschätzung des Gesundheitsamtes auf einen starken Anstieg von Corona-Erkrankten vorbereitet. Im Klinikzentrum Nord und dem Knappschaftskrankenhaus in Brackel, den beiden Schwerpunkt-Krankenhäusern, stehen insgesamt 760 Betten bereit, 100 davon mit Beatmungsgeräten. 100 weitere Apparate sind bestellt, aber noch nicht geliefert. Die Feuerwehr plant zusätzlich ein Behelfskrankenhaus mit bis zu 1.000 weiteren Betten. Das könnte in den Westfalenhallen sein, in Sporthallen oder leeren Schulen.

Sicherheitsdienste sollen Kontaktverbot in Lünen kontrollieren

Die Polizei unterstützt die Ordnungsämter seit dieser Woche mit zusätzlichen Kontrollen bei den Corona-Maßnahmen. Mit mehr Personal soll das Kontaktverbot intensiv überwacht werden.

Ab jetzt achtet auch die Polizeistreife darauf, ob die Leute nur noch zu Zweit draußen unterwegs sind. Ausgenommen sind Familien und häusliche Gemeinschaften. Ansonsten soll jede noch so kleine Gruppe aufgelöst werden.

Die Polizeibeamten versuchen dabei selbst die 1,5 Meter Abstand einzuhalten. Bei Bedarf können sie spezielle Schutzanzüge samt Handschuhen und Atemschutzmasken nutzen. Lünen geht noch einen Schritt weiter. Dort sollen zusätzlich sogar noch private Sicherheitsdienste und Mitarbeiter des Rathauses das Kontaktverbot kontrollieren.

Schutzmasken bei Ärzten im Ruhrgebiet knapp

Bei immer mehr Ärzten werden Schutzmasken und -anzüge knapp. Etwa in Witten. Dort hat der Palliativmediziner Matthias Thöns jetzt im Internet dazu aufgerufen, Schutzmasken zu spenden. Die Lage sei dramatisch, sagt der Wittener Arzt.

Zwei Ärzte in Schutzanzügen und mit Schutzmasken in einem Patientenzimmer

Zwei Ärzte behandeln Corona-Patienten

Die Hilfe der Bundesregierung und der Kassenärztlichen Vereinigungen laufe nur schleppend, so Thöns: "Die versprochenen Masken von der Bundesregierung sind natürlich auch noch nicht da, wir haben letzte Woche zehn Masken bekommen, das reicht theoretisch für ein Team von sieben Leuten für einen halben Tag." Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe mit Sitz in Dortmund wollte sich auf WDR-Anfrage bislang nicht dazu äußern, ob und wie sie die Ärzte im Ruhrgebiet unterstützen kann.

Viele Verstöße gegen "Corona-Regeln" in Hagen

Das Hagener Ordnungsamt hat am Wochenende (21/22.03.2020) mit verstärkten Kräften die Einhaltung der "Corona-Regeln" kontrolliert. Dabei musste es alleine am Samstag 300 Platzverweise erteilen.

50 Gewerbeobjekte wie Nagelstudios, Massagestudios oder Geschäfte für Hochzeitsmode mussten geschlossen und teilweise versiegelt werden. In zehn Fällen haben die Beamten Anzeigen geschrieben. Der Inhaber einer Imbissbude in Altenhagen musste tief in die Tasche greifen: Da er sich trotz wiederholter Aufforderung nicht an die beschränkten Öffnungszeiten gehalten hatte, erhob das Ordnungsamt ein Bußgeld von 500 Euro gegen ihn.

Dortmund: Neues Corona-Testzentrum gestartet

Am Samstag (21.03.2020) ist am Klinikum Nord ein neues Corona-Testzentrum gestartet. In Zelten können sich Menschen auf das Virus untersuchen lassen. Samstag und Sonntag sind dort bereits insgesamt rund 130 Menschen mit Krankheitssymptomen auf das Virus getestet worden.

Einige Dortmunder hatten das Diagnosezentrum irrtümlich wohl für eine Einrichtung gehalten, bei der jeder vorbeigehen und einen Corona-Abstrich durchführen lassen kann, so die Kassenärztliche Vereinigung, die das Zentrum betreut. Allein am Samstag wurden 60 Leute sofort wieder nach Hause geschickt.

Das Bild zeigt eine Corona-Untersuchung beim Hausarzt.

Jeder Rückkehrer aus Risikogebieten kann sich testen lassen

Das Angebot richte sich an Menschen, die aktuell aus einem Risikogebiet kommen, sagt Prosper Rodewyk vom Klinikum. "Dort wird festgestellt mit einem Abstrich, ob diese Person erkrankt ist. Wir wissen, dass in der nächsten Zeit Krankheitsfälle nicht nur mehr sondern auch schwerer werden. Diese Verläufe wollen wir dort erkennen, um dann sofort zu sehen, das ist ein Patient, der aufgund seines Krankheitsbildes in stationäre Behandlung soll." Die Stadt bittet, dass Testzentrum über die Beethovenstraße anzufahren, um ein Verkehrschaos zu vermeiden.

Spuckschutz in Apotheken und Geschäften

Immer mehr Apotheken und andere Geschäfte im östlichen Ruhrgebiet setzen auf einen sogenannten Spuckschutz. Das sind Plexiglasplatten, die auf dem Verkaufsschalter angebracht werden. Das soll Kunden und Mitarbeiter beim Gespräch vor einer möglichen Tröpfcheninfektion schützen. Auch der Inhaber der Ausbüttels Apotheken, Ulrich Ausbüttel, in Dortmund hat den Schutz in seinen Apotheken in Dortmund installiert: "Das kommt ausnahmslos gut an. Die Kunden finden das gut, weil einfach dieser Schutz gewährleistet ist. Es kommen Ärzte, die sich das angucken, um das für ihre Praxis auch installieren zu lassen. Und es rufen mich auch Kollegen an und sagen Hömma, ich habe bei dir in der Apotheke das gesehen, wie kriege ich das auch hin."

Auch die Dortmunder Baumarktkette Hellweg hat solche Schutzwände an den Kassen installiert. Eine Firma aus Witten, die diesen Schutz herstellt, verkauft zur Zeit mehr als 400 Stück am Tag.

Digitaler Spieltag: BVB sammelt rund 70.000 Euro

Der BVB hat seine Fans am Sonntag (22.03.2020) zu einem "Digitalen Spieltag" aufgerufen und so fast 70.000 an Spenden gesammelt. Das Geld soll an Kneipen und Kioske gehen, die wegen der Spiel-Ausfälle durch Corona finanzielle Einbußen haben. Auf einer Online-Karte konnten die Fans virtuell den Weg zum Stadion simulieren und für Kneipen und Büdchen spenden. Der BVB will die Aktion wiederholen.

In Dortmund gilt weiter der Ferienfahrplan

Die Busse und Stadtbahnen von DSW21 fahren weiter nach Ferien-Fahrplan. Der Fahrbetrieb soll auch in den Morgen- und Abendstunden gewährleitstet sein. Eigentlich wollten die Stadtwerke ab Montag (23.03.2020) noch mehr Fahrten streichen. Diese Entscheidung wurde aber zurückgenommen, da es daran massive Kritik gab.

Sitz in Straßenbahn

Ferienfahrplan für Bus und Bahn

Wenn nach 20.30 Uhr keine Busse und Bahnen mehr gefahren wären, wie eigentlich geplant, hätten auch Krankenpfleger, die bis spät abends arbeiten und kein Auto haben Probleme gekriegt

Ansammlungsverbot: Bürger befolgen Regeln

Leerer Park an der Hohensyburg in Dortmund

Gähnende Leere im Park an der Hohensyburg

Polizei und Ordnungsamt ziehen eine positive Bilanz des Wochenendes. Die meisten Bürger hätten sich an das von der Stadt erlassene Versammlungsverbot gehalten. Danach waren seit Freitag Gruppen über vier Personen verboten. "Die Dortmunder haben verstanden, dass die Situation ernst ist und reagieren besonnen", sagte der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange. In drei Fällen erstattete die Polizei Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz. Inzwischen dürfen nicht mehr als zwei Personen gemeinsam unterwegs sein - außer Familien.

Die Stadt bittet Bürger*innen, die Verstöße melden möchten, nur die Nummer der Stadt 50-28888 oder die Polizei 110 anzurufen.

Digitale Gottesdienste sehr beliebt

Weil auch Kirchen geschlossen bleiben müssen und keine Gottesdienste mehr erlaubt sind, geht die Neuapostolische Kirche andere Wege. Sonntag (22.03.2020) wurde ein Gottesdienst aus Dortmund über das Internet verbreitet. Gemeindemitglieder hatten Kameras und Ton-Ausrüstung zur Verfügung gestellt, damit möglichst viele Gläubige dabei sein konnten. Mehr als 40 000 Menschen feierten den Gottesdienst per Livestream und waren zuhause am Computer zugeschaltet. Und das nicht nur in Deutschland, sondern auch in England, Frankreich, Portugal und in den Niederlanden.

Tafeln und Obdachlosenhilfen schlagen Alarm

Bei vielen Tafeln ist die Lage mittlerweile dramatisch. Zwar haben im östlichen Ruhrgebiet noch die meisten Ausgabestellen geöffnet, viele aber nur noch im Notbetrieb, das heißt Lebensmittel werden rationiert, Kunden dürfen die Läden nur noch einzeln betreten, Öffnungszeiten werden minimiert. In Hattingen oder in Hagen etwa kommen kaum noch Lebensmittel an.

Daniel Ruppert in seinem leeren Tafelladen

Daniel Ruppert vor leeren Regalen in seinem Tafelladen

In Recklinghausen hat die Tafel in dieser Woche bereits geschlossen, Leiter Daniel Ruppert hat alle Helfer nach Hause geschickt. Die meisten seien zwischen 50 und 70 Jahre alt, gehören also genau wie viele Tafel-Kunden zur Risikogruppe. Die Gefahr einer gegenseitigen Ansteckung war Ruppert einfach zu hoch. Er ist sich sicher, dass es für viele seiner Kunden jetzt richtig eng wird und manche wirklich nicht wüssten, was sie nächste Woche essen sollen.     

Spielplätze in Dorsten abgebaut

Von der Schaukel ist nur noch das Gerüst übrig

Die Schaukeln sind abmontiert. Nur das Gerüst ist übrig

Die Stadt Dorsten hat eine radikale Maßnahme beschlossen. Weil sich die Menschen nicht an die Vorgabe gehalten haben und weiter auf Spielplätze gegangen sind, werden jetzt viele Spielgeräte und Sitzgelegenheiten abgebaut. "Es war teilweise so, dass die Leute Schilder, die wirklich klar erkennbar waren, abgerissen oder weggenommen haben. Sie sind einfach auf die Plätze gegangen. Manchmal war es Unkenntnis, aber ganz oft auch pure Ignoranz", sagt Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff (CDU). Die Stadt will in den nächsten Tagen alle Spielgeräte abbauen.

Hagen verschärft Kontrollen von Anordnungen

Geschäftsinhaber und Bürger widersetzen sich wiederholt den Anordnungen der der Stadt Hagen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Daher erhöht das Ordnungsamt seine Präsenz deutlich.

Gruppen, die sich offensichtlich für eine Zusammenkunft zum Beispiel auf öffentlichen Plätzen oder in Parks verabredet haben, werden aufgelöst und ein Bußgeld von mindestens 150 Euro verhängt.

Inzwischen sind einige Geschäftsinhaber mehrfach dadurch aufgefallen, dass sie sich nicht an die angeordnete Schließung halten. Ab sofort werden bei der Feststellung eines Verstoßes Bußgelder bis zu einem vierstelligen Betrag verhängt. Zudem droht bei wiederholten Verstößen die Versiegelung der Räume.

Dortmund: Busse und Bahnen weiter nach Ferienfahrplan

Das bedeutet, dass nachts von 1 bis 4 Uhr keine Nachtexpress-Busse fahren. Guntram Pehlke, Vorstand DSW21, erläuert: "DSW21 fährt nicht nach Sonntagsfahrplan und wird den Betrieb auch nicht um 20:30 Uhr einstellen. Wir wollen sicherstellen, dass die Menschen, die zum Beispiel in Krankenhäusern und Supermärkten arbeiten, sicher nach Hause kommen."

Erster Todesfall im Ennepe-Ruhr-Kreis

Krankenhausbett auf Intensivstation

Im Ennepe-Ruhr-Kreis gibt es den ersten Corona-Todesfall. Am Donnerstagabend (19.03.2020) ist ein 58-jähriger Mann im Schwelmer Helios-Klinikum gestorben. Wegen einer chronischen Grunderkrankung habe der Ennepetaler zur Risikogruppe gehört, teilte der Kreis mit. "Unsere Gedanken sind bei der Familie des Verstorbenen. Wir wünschen allen Verwandten, Bekannten und Freunden jetzt die Kraft, die nötig ist, um mit diesem Verlust weiterleben zu können", sagte Landrat Olaf Schade.

Neue Betrugsmasche

Die Polizei im Kreis Unna warnt vor einer neuen Masche von Trickbetrügern. Sie sind mit Mundschutz ausgestattet, klingeln an der Haustür und geben sich als Mitarbeiter der Gesundheitsämter aus. Sie wollen in die Wohnungen und behaupten, sie würden Bürger jetzt zuhause auf Corona testen.

Das ist Unsinn, das ist kriminell. Gesundheitsbehörden führen KEINE Tests zuhause durch, versichert Landrat Michael Makiolla. Wenn jemand vor der Haustür stehe und das behaupte, solle man die Polizei anrufen und niemanden reinlassen. Und andere über diese Masche informieren, besonders ältere Menschen.

Dortmund: Gemeinsamer Appell der Wirtschaft

Zahlreiche Wirtschaftsunternehmen haben sich in einem gemeinsamen Appell an die Dortmunder gewandt. Es blieben immer noch viel zu viele Menschen nicht zuhause. Die Wirtschaftsunternehmen rufen dringend dazu auf, die Anordnungen der Behörden zu befolgen und soziale Kontakte auf das unbedingt erforderliche Maß herunterzufahren. Waschen Sie gründlich die Hände und halten Sie Abstand, heißt es in dem Appell der Dortmunder Wirtschaft. Wer kann, sollte Blut spenden. Initiiert haben den Appell die Dortmunder Stadtwerke, Wilo und der BVB.

Drive-In für Corona-Test in Witten und Herdecke

Autos fährt durch Drive-In für Corona-Test

Corona-Tester am Drive-Inn

Rund 80 Schüler von zwei Grundschulen in Witten und Herdecke sind nach Kontakt mit einer infizierten Lehrerin auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus getestet worden. In zwei mobilen Test-Zentren zum Durchfahren nahmen Einsatzkräfte am Donnerstag (19.03.2020) in Schutzanzügen, mit Brillen und Atemmasken Rachenabstriche von den Kindern. Dafür hatten Feuerwehr und Rettungskräfte Drive-In-Schalter aufgebaut, durch den die Familien in ihren Autos bis zu den Testern fahren konnten. Am Montag (16.03.2020) waren insgesamt 270 Schüler und Lehrkräfte von zwei Grundschulen, eine in Witten und eine in Herdecke, in häusliche Quarantäne geschickt worden, weil eine Lehrkraft positiv auf das Sars-CoV-2-Virus getestet worden war. Sie hatte in beiden Schulen Unterricht gegeben. An den Schulen hatten nun je rund 40 Schüler Symptome gezeigt und wurden zu den Tests geladen.

Keine längeren Öffnungszeiten

Das Bild zeigt Wegweiser zu Aldi und Netto.

Keine Öffnung am Sonntag.

Die großen Handelsketten in der Region wie Rewe und Edeka und Discounter wie Aldi und Lidl werden ihre Geschäfte vorerst nicht länger öffnen. Zuletzt war unter anderem eine Öffnung an Sonntagen im Gespräch. Zum einen um die Mitarbeiter zu schützen. Die bräuchten nach sechs Tagen Arbeit auch mal eine Ruhepause. Zum anderen, weil längere Öffnungszeiten nicht nötig seien. Denn es seien genug Waren da. Leere Regale mit haltbaren Produkten und Hygieneartikeln werden jetzt häufiger aufgefüllt.

Früherer Schichtbeginn bei Entsorgungsbetrieben

Die Corona-Krise sorgt für andere Taktungen bei einigen städtischen Entsorgungsbetrieben. In Hagen haben sie ihre Frühschicht um eine Stunde vorverlegt. Dienstbeginn ist jetzt um 6 Uhr. Aus einer Schicht sind drei geworden, damit sich die Mitarbeiter zum Beispiel beim Umziehen nicht in die Quere kommen. Ähnlich sieht es auch in Dortmund aus – die Müllabfuhr beginnt eine Stunde vor den Kollegen der Straßenreinigung.

Flughafen: Kaum Passagiere, Shops und Terrasse zu

Am Flughafen Dortmund gibt es immer weniger Platz für kostenlose Urlaubsparker

Verwaister Flughafen in Dortmund

Nach Angaben des Dortmunder Flughafens sinken die Passagierzahlen täglich, zuletzt auf 70 Prozent unter Vorjahresniveau. Das habe es noch nie gegeben. Die Besucherterrasse und alle Läden sind zu. Die Shuttle-Busse vom Hauptbahnhof und vom Bahnhof Holzwickede fahren ab Montag (23.03.2020) nicht mehr, auch nicht die Buslinie 490 aus Dortmund-Aplerbeck.

Dortmund: Neue Regelungen zu Restaurants, Jugendfreizeitstätten und Bürgerdiensten

Restaurants und Gaststätten dürfen nur noch zwischen 6 und 15 Uhr öffnen, Spiel- und Bolzplätze werden ganz geschlossen. Darüber hinaus bleiben ab Donnerstagmorgen (19.03.20) auch alle Jugendfreizeitstätten und der Hoesch-Park geschlossen. Zudem sind Versammlungen auch zur Religionsausübung verboten. Kirchen, Islam-Verbände und jüdische Verbände haben entsprechende Erklärungen abgegeben.

Dortmund: Was bleibt geöffnet und was darf jetzt am Sonntag öffnen?

Geöffnet bleiben: Lebensmittelläden, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte. Ausgenommen sind zudem auch der Großhandel, Dienstleister und Handwerker.

An Sonn- und Feiertagen von 13 Uhr bis 18 Uhr  - außer Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag – dürfen diese Geschäfte des Einzelhandels öffnen: Lebensmittelläden, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Apotheken sowie Geschäften des Großhandels.

Schwerte: Nachbarschaftshilfe für ältere Nachbarn

Einkaufen, wenn ältere Nachbarn dringend Sachen benötigen. Genau diese Hilfe wird gerade in sozialen Medien angeboten. Beim sogenannten NachbarschaftsChallenge. Auch in Schwerte gibt es jetzt eine Helfer-Börse. Immer mehr Menschen schließen sich zusammen und wollen besonders älteren Menschen helfen. Denn die hat das Coronavirus oft in ihre Wohnungen verbannt.

Die Schwerter Stadtverwaltung und das FreiwilligenZentrum haben eine Mailadresse eingerichtet. Hier können sich Helfer aber Hilfesuchende melden: hilfe@stadt-schwerte.de

Ennepetal: Reha-Klinik Königsfeld wegen Coronafall vorerst geschlossen.

Die Reha-Klinik Königsfeld ist wegen eines Coronafalls seit Mittwochmittag (18.03.2020) vorerst geschlossen. Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung Westfalen wurde eine Physiotherapeutin positiv getestet. 190 Patienten und 120 Mitarbeiter sollen sich in häusliche Quarantäne begeben.

Der Klinikbetrieb wird geordnet heruntergefahren, so ein Sprecher des Ennepe-Ruhr-Kreises. Alle Patienten, die symptomfrei sind, sollen sich privat abholen lassen oder werden per Krankentransport nach Hause gefahren. Diejenigen mit Symptomen werden getestet und müssen so lange in der Reha-Klinik-bleiben, bis das Ergebnis vorliegt.

Ein Teil der Patienten, die zu Hause kranke Angehörige haben, soll im Notbetrieb zunächst weiter in der Reha-Klinik in Ennepetal betreut werden. Die meisten Patienten sind dort wegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ein weiterer Schwerpunkt ist die Orthopädie.

Notfallbetreuung in Kitas und Schulen

Ab Mittwoch (18.03.2020) beginnt die offizielle Notbetreuung für Kinder in Kitas und Schulen. Es dürfen nur die Kinder in die Notbetreuung, die gesund sind, die zuletzt in den vergangenen zwei Wochen nicht in einem Risikogebiet waren und, ganz wichtig – deren Eltern sogenannte Schlüsselpersonen sind. Das sind zum Beispiel Ärzte, Pflegekräfte und Supermarkmitarbeiter.

Justiz fährt ihren Betrieb herunter

Die modellhafte Nachbildung der Justitia steht am Dienstag in Duisburg in einem Raum eines Richters des Landgerichtes neben einem Holzhammer und einem Aktenstapel

Justitia tritt kürzer

Auch die Justiz fährt wegen des Corona-Virus' den Betrieb runter. Betroffen davon sind alle Amts- und Landgerichte in der Region, etwa in Dortmund und Hagen. Aber auch das Oberlandesgericht in Hamm. Es sollen nur noch Verhandlungen stattfinden, die nicht aufgeschoben werden können.

Paketboten gehen auf Abstand

Ein Paketbote überreicht eine Lieferung

Wichtig: Kein direkter Kontakt mehr zum Kunden

Die Paketboten in der Region gehen aufgrund des Corona-Virus auf Abstand bei der Auslieferung von Paketen. DPD und DHL-Boten dürfen jetzt für den Kunden den Empfang bestätigen. Kunden müssen die Paketannahme nicht mehr selbst unterschreiben. Die Unternehmen wollen damit sowohl ihr Mitarbeiter, als auch die Kunden schützen. Hermes hat die Maßnahme noch nicht angekündigt.

Hagen: Kinderklinik Agaplesion Allgemeines Krankenhaus unter Quarantäne

Die Kinder- und Jugendklinik des Agaplesion Allgemeinen Krankenhauses steht unter Quarantäne, gab das Krankenhaus am Dienstag (17.03.2020) bekannt. Ein Mitarbeiter der Klinik ist positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Der Mitarbeiter hatte am Wochenende selbst Symptome bei sich festgestellt, die eine Ansteckung mit dem Corona-Virus nahelegten. Das Testergebnis war dann auch positiv.

Alle Personen, die mit ihm Kontakt hatten, sollen mittlerweile auch auf das Corona-Virus getestet worden sein. Bis Donnerstag nächster Woche (26.03.2020) kann die Kinder- und Jugendklinik keine neuen Patienten mehr aufnehmen. Besuche dort sind schon seit Anfang der Woche nicht mehr erlaubt.

Industrie-und Handelskammer IHK zu Dortmund

Viele kleinere Unternehmen und Selbständige fragen sich, wie sie über die Runden kommen. Die IHK zu Dortmund hat einen Link mit aktuellen Informationen zum Coronavirus zusammengestellt. Darin finden sich auch Infos zu Liquiditätshilfen für Unternehmen und Finanzierungshilfen zur Überbrückung.

TU Dortmund stellt Lehrbetrieb ein

Die TU Dortund hat alle öffentlichen Veranstaltungen abgesagt. Der Beginn der Vorlesungszeit wurde auf den 20. April verschoben. Damit müssen folgerichtig auch alle Blockseminare und sonstigen Lehrveranstaltungen abgesagt werden, die für die vorlesungsfreie Zeit geplant waren. Klausuren und sonstige Prüfungen, die in Präsenzform erfolgen, können bis zum 19. April NICHT stattfinden, sondern müssen abgesagt werden.

Kreis Recklinghausen und Hamm erstatten Gebühren für Kitas und Bildungsangebote

Die Hamm und die Bürgermeister im Kreis Recklinghausen haben beschlossen, dass es für Betreuungs- und Bildungsangebote, die nicht stattfinden, das Geld zurück gibt. Das Angebot gilt für zum Beispiel für Eltern, die regelmäßig Beiträge für Kitas, Offene Ganztagsschulen und für die Verpflegung ihrer Kinder bezahlen müssen.

Dortmund: Persönliche Anzeige nur in dringenden Fällen

Die Dortmunder Polizei bittet darum, nur in dringenden Fällen persönlich Anzeige zu erstatten. Die Beamten müssten sich auch vor dem Corona-Virus schützen, um handlungsfähig zu bleiben, erklärte die Pressestelle. Sollte es nicht driglich sein, bitte die Polizei darum, den Fall formlos aufzuschreiben und das Kuvert mit der Aufschrift "Anzeigenerstattung" an die Polizei zu senden. Wichtig: Weder der Notruf, noch die daraus resultierenden Einsätze vor Ort sind von Einschränkungen betroffen.

Keine Trauerfeiern in Friedhofskapellen und städtischen Trauerhallen

In Hagen gibt es in den Friedhofskapellen vorerst keine Trauerfeiern mehr, das gilt auch für Gottesdienste in Kirchen. Außerdem bleiben auch Bars, Klubs, Diskotheken, Kinos und Spielhallen geschlossen. Sperrmüll soll nicht mehr zur MVA gebracht werden, sondern der Abholservice genutzt werden. Ab sofort nehmen die Friedhöfe Dortmund keine Termine mehr für Trauerfeiern in städtischen Trauerhallen an. Der Eigenbetrieb mit insgesamt 32 Friedhöfen im Dortmunder Stadtgebiet wird aber fest zugesagte Termine für die nächsten Tage nicht absagen.

Besuchseinschränkungen am Klinikum Westfalen

Ab Montag (16.03.2020) gibt es im Klinikum Westfalen ein generelles Besuchsverbot. Ausnahmen gibt es nur in seltenen Einzelfällen und müssen vorher mit den Stationen abgestimmt werden. Zum Klinikum Westfalen gehören die vier Häuser in Dortmund, sowie die Knappschaftskränkenhäuser, das Hellmig-Krankenhaus und die Klinik am Park in Lünen.

Gesundheitsamt Dortmund völlig überlaufen

Vor dem Dortmunder Gesundheitsamt haben sich am Montag (16.03.2020) lange Schlangen gebildet. Die Telefonhotline war überlastet und kaum zu erreichen.

Eine Lange Schlange aus wartenden Menschen steht auf dem Bürgersteig vor dem Dortmunder Gesundheitsamt

Viele Dortmunder sind ohne Termin zum Test gekommen.

Am heutigen Tag war die Diagnostikstelle im Gesundheitsamt völlig überlaufen. Die Warteschlange war zeitweise etwa 100 Meter lang. Sehr viele verunsicherte Reiserückkehrer wollten Abstriche machen lassen, weil sie aus Urlaubsregionen zurückgekommen waren, die nun vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiet definiert sind. Auch der Wunsch nach Bescheinigungen zur häuslichen Quarantäne wurde vielfach geäußert, schreibt die Stadt Dortmund.

Abstriche nur noch bei erkrankten Personen in Dortmund

Abstriche werden aber nur noch bei erkrankten Personen durchgeführt werden, bei denen eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu vermuten ist. "Die Untersuchungsmaterialien sind nur beschränkt verfügbar, deshalb kann die Diagnostik von Gesunden in Dortmund grundsätzlich nicht mehr durchgeführt werden. Ausnahmen regelt das Gesundheitsamt nur für Bereiche, die zur Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung erforderlich sind", erläutert der Gesundheitsamt-Chef.

Zusätzlich zu der Diagnostikstelle im Gesundheitsamt wird auch dienstags und donnerstags in der Zeit von 14.30 bis 17 Uhr durch Dr. Rodewyk in seinen Praxisräumen Testungen angeboten. Auch dort gilt, dass ausschließlich für Erkrankte nach vorheriger telefonischer Anmeldung eine Diagnostik durchgeführt wird. Über die Diagnostikmöglichkeiten im weiteren Verlauf der Woche wird informiert.

Corona-Hotline in Dortmund völlig überlastet

Die Corona-Hotline ist mit zum Teil rund 10.000 Anrufen pro Stunde absolut überlastet - trotz der Verstärkung durch weitere Fachkräfte aus den Bereichen Gesundheit und Rettungsdienst. Die Stadt rät, sich vor einem Anruf auf der Homepage der Stadt unter www.dortmund.de über alle Fragen rund um das Coronavirus zu informieren. Die FAQs werden laufend aktualisiert und ergänzt.

Hamm

Der Maxipark in Hamm ist ab Dienstag (17.03.2020) geschlossen.

Reduzierte Busfahrpläne im Kreis Unna

Ab Mittwoch (18.03.2020) fahren im Kreis Unna weniger Busse. Die VKU stellt dann auf den Ferienfahrplan um. Auch andere Verkehrsunternehmen im östlichen Ruhrgebiet arbeiten gerade an Sonderfahrplänen. Sie reagieren damit einerseits darauf, dass weniger Menschen Bus fahren, andererseits fürchten sie, dass viele Mitarbeiter fehlen könnten, weil Schulen und Kitas geschlossen haben.

Dortmunder Zoo bis auf weiteres geschlossen

Das Regenwaldhaus ist ab sofort geschlossen. Die Gefahr ist zu groß, dass Besucher die Orang Utans mit dem Corona-Virus anstecken. Aktuell ist nicht klar, ob Menschenaffen ihn auch bekommen können. Der Dortmunder Zoo ist ab Dienstag (17.03.2020) vorerst dauerhaft geschlossen. Das gilt auch für den Westfalenpark, das städtische Tierheim und das Dietrich-Keuning-Haus.

Bürgertelefon zum Coronavirus: 0211 / 9119 1001

Das Bürgertelefon der Landesregierung zum Coronavirus hat eine neue Rufnummer: 0211 / 9119 1001.

Das Bürgertelefon ist montags bis freitags von 7.00 bis 20.00 Uhr sowie samstags und sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr geschaltet. Die Ansprechpartner beantworten allgemeine Fragen zum Corona-Virus und zur Vorbeugung. Bei medizinischen Fragen sollten sich Bürger an den Hausarzt wenden.

Aktuelle Informationen zum Coronavirus

Stand: 02.04.2020, 16:45