Was muss ich in Dortmund, Hagen, Hamm, Kreis Unna, Kreis Recklinghausen, Ennepe-Ruhr-Kreis zu Corona wissen?

Eine Karte des östlichen Ruhrgebietes

Was muss ich in Dortmund, Hagen, Hamm, Kreis Unna, Kreis Recklinghausen, Ennepe-Ruhr-Kreis zu Corona wissen?

  • Corona-Fälle in Dortmunder Krankenhaus
  • Kinofest in Lünen abgesagt
  • Testzentrum am Dortmunder Flughafen
  • Coronavirus: Alle wichtigen Informationen aus dem östlichen Ruhrgebiet hier

Auf dieser Übersichtsseite finden Sie aktuelle Informationen zum Coronavirus in Dortmund, Hagen, Hamm, Kreis Unna, Kreis Recklinghausen und Ennepe-Ruhr-Kreis. Die Polizei unterstützt die Ordnungsämter seit dieser Woche mit zusätzlichen Kontrollen bei den Corona-Maßnahmen.

Die aktuellsten Fallzahlen für die Region:

Anmerkung der Redaktion: Diese Tabelle bezieht sich auf Zahlen des NRW-Gesundheitsministeriums, die einmal pro Tag veröffentlicht werden. Dies kann dazu führen, dass wir auf unserer Übersichtsseite bestätigte Fälle bekannt geben, die noch nicht in der Liste auftauchen. Und es kann sein, dass Kommunen Fallzahlen veröffentlichen, bevor diese Eingang in die Tabelle des Ministeriums gefunden haben.

Hinzu kommt, dass manche Städte und Kreise von den positiv Getesteten die Zahl der bereits Genesenen abziehen, andere nicht. In unserer Statistik versuchen wir, diesen Widerspruch - soweit möglich - aufzuheben. Bei den mit Covid-19 gestorbenen Menschen unterscheiden einige Kommunen, ob sie der Krankheit oder einer anderen Ursache zum Opfer gefallen sind, andere tun das nicht. Aus Gründen der Einheitlichkeit nennen wir im Folgenden die Zahl der Menschen, die bei ihrem Tod den Virus in sich trugen - unabhängig davon, an welcher Krankheit sie gestorben sind.

So viele Menschen sind im östlichen Ruhrgebiet nach Angaben der Kommunen aktuell infiziert: (Stand: 10.08.2020, 13:40 Uhr)

  • Dortmund: 1.373 Infizierte, davon 1.166 genesen, 11 Todesfälle
  • Hagen: 541 Infizierte, davon 468 genesen, 13 Todesfälle
  • Kreis Unna: 968 Infizierte, davon 788 genesen, 39 Todesfälle
  • Kreis Recklinghausen: 1.611 Infizierte, davon 1.464 genesen, 42 Todesfälle
  • Ennepe-Ruhr-Kreis: 623 Infizierte, davon 560 genesen, 14 Todesfälle
  • Hamm: 621 Infizierte, davon 559 genesen, 36 Todesfälle

Große Demo gegen Corona-Maßnahmen in Dortmund

Auf dem Hansaplatz in der Innenstadt demonstrierten am Sonntagnachmittag ( 09.08.2020) etwa 2.800 Personen gegen die Maskenpflicht an Schulen und weitere Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie in Deutschland.

Corona-Fälle in Dortmunder Krankenhaus

Acht Patienten des Knappschaftskrankenhauses in Lütgendortmund sind positiv auf Corona getestet worden. Betroffen ist eine Station der Klinik für Innere und Altenmedizin. Wie das Virus dort hinkam, ist unklar. Ein ebenfalls positiv getesteter Mitarbeiter soll nicht der Auslöser gewesen sein, heißt es vom Krankenhaus. Alle Patienten und Mitarbeiter wurden daraufhin getestet, einige Ergebnisse stehen noch aus. Aktuell werden keine neuen Patienten aufgenommen und es gilt ein Besuchsverbot.

Kinofest in Lünen abgesagt

Der Verein Pro Lünen hat das Kinofest in Lünen wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Das gab der Veranstalter am Mittwochmittag (05.08.2020) bekannt. Kinobetreiber, wie Cineworld Lünen, kritisieren die Entscheidung: Ein Filmfest ohne große Eröffnungsfeier hätte im Oktober durchaus stattfinden können. Der Leiter des Kinofestes will aber alles dafür tun, dass das Festival in diesem Jahr doch noch stattfinden kann. Das Kinofest Lünen hatte im vergangenen Jahr dreißigjähriges Jubiläum mit rund 10.000 Besuchern.

Kostenlose Tests für Lehrer und Erzieher

Seit Montag (03.08.2020) können sich Lehrer und Erzieher kostenlos auf Corona testen lassen. Das hat die NRW-Landesregierung entschieden. Alle 14 Tage können sich die beschäftigten Pädagogen testen lassen - so unbürokratisch wie möglich: Die Corona-Tests werden beim Hausarzt oder in einem Testzentrum gemacht. Voraussetzung ist eine Bescheinigung des Arbeitgebers. Auch Tagesmütter und Mitarbeiter in der Ganztags-Betreuung können das Angebot nutzen - vorerst bis zum 9. Oktober, dem Start der Herbstferien.

Dortmund reaktiviert Testzentrum

Die Stadt Dortmund wird das ehemalige Corona-Testzentrum am Klinikum Nord wieder reaktivieren. Voraussichtlich ab Samstag um 10 Uhr können sich dort Urlaubsrückkehrer testen lassen, die mit dem Auto, Zug oder Bus in Risikogebieten unterwegs waren. Das Ganze soll eine Ergänzung zum Testzentrum am Dortmunder Flughafen sein, um die Infektionsketten zu unterbrechen, sagt der Leiter des Dortmunder Gesundheitsamtes Dr. Frank Renken am Donnerstag (29.07.2020).

Keine Großveranstaltungen in Hamm

In Hamm sind größere Veranstaltungen ab sofort (27.07.2020) wieder verboten. Auslöser für diese Entscheidung war ein Open-Air-Festival im Maxipark, bei dem die Corona-Auflagen nicht von allen Gästen eingehalten wurden. So hatten einige Besucher eine Polonäse gebildet und dabei nicht mal Masken getragen. Die Stadt Hamm will Konzerte mit bis zu 300 Personen bis auf Weiteres nicht mehr genehmigen.

Neues Testzentrum am Dortmunder Flughafen

Das Dortmunder Flughafengebäude unter blauem Himmel

Reisende aus Risikogebieten können sich testen lassen

Am Flughafen Dortmund entsteht gerade ein Corona-Testzentrum. Ab Samstag (25.07.2020) können Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten sich direkt nach der Landung testen lassen. In der Nähe der Gepäckausgabe wird die provisorische Praxis aufgebaut. Ärzte sollen dort Abstriche nehmen. Das Corona-Testzentrum wird allerdings nicht rund um die Uhr besetzt sein, sondern immer nur dann, wenn gerade ein Flieger aus einem Risiko-Gebiet landet. Aktuell wären das zum Beispiel Maschinen aus der Ukraine oder Serbien. Die Passagiere mit einem negativen Ergebnis können die zweiwöchige Quarantäne vermeiden.

Einige Jugendherbergen bleiben geschlossen

Mehrere Jugendherbergen in der Region bleiben bis zum Frühjahr geschlossen. Der Grund: Wegen Corona kommen aktuell viel zu wenige Besucher. Das teilte das Deutsche Jugendherbergswerk am Dienstag (21.07.2020) mit. Bei uns trifft das die Jugendherbergen am Cappenberger See und am Gloersee. Hier buchen hauptsächlich Schulen für Klassenfahrten. Da die dieses Jahr ausfallen, haben diese Standorte fast keine Besucher mehr, sagt der Landesverband.

Staatliche Hilfsgelder, Kurzarbeit und Investitionsstopps sollen die Jugendherbergen jetzt über die Krise retten. Das Deutsche Jugendherbergswerk ist aber zuversichtlich, denn für das kommende Jahr gebe es bereits viele Buchungen.

Neue Abstrichstelle in der Dortmunder Nordstadt

Zum Ende der Sommerferien wird in der Dortmunder Nordstadt eine neue Abstrichstelle eröffnet. Das bestätigte das Gesundheitsamt am Freitag (17.07.2020). Es befürchtet steigende Corona-Zahlen, weil insbesondere in der Nordstadt viele Menschen leben, die in Risikogebieten Urlaub machen. Die Stadt will ihnen einen schnellen und kostenlosen Zugang zu Tests zu ermöglichen. "Die Menschen sollen sich nicht verstecken, weil ihnen die Tests zu teuer sind", sagt der Leiter des Gesundheitamts.

Ennepetal: Viele Verstöße gegen Schutzbestimmungen

Die Stadtverwaltung ist entsetzt über das Ergebnis von Corona-Kontrollen. Das geht aus einer Pressemitteilung von Mittwoch (15.07.2020) hervor. Demnach hat das Ordnungsamt aufgrund von Beschwerden im Juli verstärkt bei Friseuren, Barbershops und Gastronomen kontrolliert, ob die geltenden Schutzbestimmungen umgesetzt werden.

Ergebnis: Von einigen Ausnahmen abgesehen, seien Verstöße gegen die Maskenpflicht die Regel gewesen. Auch Kontaktlisten seien nicht konsequent geführt worden. Den Inhabern drohen jetzt Bußgelder, zum Teil im vierstelligen Bereich.

Hagen: Fiebermessung bei Kita-Kindern

Bei allen Kita-Kindern in Hagen wird seit Dienstag (14.07.2020) täglich die Temperatur gemessen. Dafür hat die Stadt extra 400 Infrarot-Thermometer angeschafft. Zeigt das Thermometer 37,5 Grad oder mehr an, müssen die Eltern ihre Kinder wieder mit nach Hause nehmen und zwei Tage daheim behalten. Sind die Kinder danach symptomfrei, dürfen sie die Kita wieder besuchen. Durch die Messungen sollen die Kita-Mitarbeiter und andere Familien besser geschützt werden. Seit Montag (03.08.2020) dürfen die Kinder mit einer Temperatur bis zu 38,5 in der Kita bleiben. Die Begründung: Bei dem warmen Wetter könnten Kinder beim Spielen und Toben schnell eine höhere Körpertemperatur erreichen.

Hamm: Erste Trödelmärkte öffnen wieder

An den Zentralhallen in Hamm darf am Samstag (11.07.2020) getrödelt werden. Am Sonntag (12.07.2020) startet auch der Trödelmarkt im Dortmunder Westpark. Jeweils unter Corona-Auflagen: Es gelten Maskenpflicht und Mindestabstand. Auch die Besucherzahl ist stark limitiert, Besucher sollten vorab ein Online-Ticket buchen.

Dortmund: Schüler kämpft um Abschluss nach Maskenverstoß

Ein 18-jähriger Dortmunder Schüler kämpft vor Gericht um seinen Realschulabschluss. Er hatte sich nach seiner letzten schriftlichen Prüfung noch mit Mitschülern auf dem Flur ausgetauscht und dabei keinen Mundschutz getragen - genau wie die anderen Schüler. Eine Abgeordnete der Bezirksregierung, die bei den Klausuren dabei war, kannte nur einen Schüler und ließ ihn wegen Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung von den weiteren Abschlussprüfungen ausschließen. Der Schüler reichte daraufhin Klage ein.

Lünen: Badeverbot im Seepark

Im Seepark Lünen gilt ab Freitag (03.07.2020) bis auf Weiteres ein allgemeines Badeverbot. Da bei gutem Wetter sonst am Wochenende bis zu 15.000 Besucher zum Seepark kommen, darunter auch viele Auswärtige, hat der Krisenstab der Stadt beschlossen den Seepark zu schließen. Die Ordnungskräfte seien nicht in der Lage bei so vielen Menschen die Einhaltung der Abstandsregeln und der Maskenpflicht zu kontrollieren.

Dortmund: Kita- Gruppe in der Münsterstrasse geschlossen

Am Mittwoch (01.07.2020) hat die Stadt eine weitere Kita-Gruppe im FABIDO-Familienzentrum Münsterstraße geschlossen. Dort ist ein betreutes Kind positiv auf Corona getestet worden. Alle 20 Kinder der Gruppe und die betreuenden MitarbeiterInnen sind jetzt in Quarantäne.

Dortmund: Kita-Gruppe geschlossen

In der Kita Osulfweg im Stadtteil Huckarde ist am Montag (29.06.2020) ein Kind positiv getestet worden. Das Gesundheitsamt hat für seine Gruppe Quarantäne angeordnet. 20 Kinder sind betroffen.

Dortmund: Höchster Corona-Anstieg seit Anfang April

Die Stadt hat am Samstag (27.06.2020) den höchsten Anstieg an positiven Corona-Testergebnissen seit fast drei Monaten gemeldet. So sind allein am Samstag 22 weitere Corona-Fälle in Dortmund hinzugekommen. Mehr bestätigte Fälle an einem Tag gab es in Dortmund zuletzt Anfang April -am 7. April. Nach Angaben der Stadt handelt es sich um 22 Einzelfälle, die nicht in Verbindung mit den bereits bekannten Corona-Infektionen in Einrichtungen, wie Kitas, Schulen und Seniorenheimen, stehen.

Hagen: Gymnasium Hohenlimburg schließt jetzt auch

Nach der Schließung einer Gesamtschule in Hagen, wird ab Donnerstag (25.06.2020) auch das Gymnasium Hohenlimburg schließen. Dort war bereits ein Schüler positiv getestet worden und eine Gruppe von Schülern und Lehrern in Quarantäne geschickt.

Aus dieser Gruppe wurde jetzt ein zweiter Schüler positiv getestet. Das Gesundheitsamt hat sich deshalb in Absprache mit der Schulleitung entschlossen, die Schule bis zu den Ferien vorsorglich zu schließen.

Hamm: Testergebnisse bei Tönnies- und Westfleischmitarbeitern

Die gute Nachricht zuerst: Bei Westfleisch in Hamm konnte bisher nur bei zwei von den etwa 1.200 Mitarbeitern das Corona-Virus nachgewiesen werden. Beide wohnen nicht in Hamm. Etwa 150 Tests stehen noch aus.

Bei Westfleisch in Hamm werden mehr als 1.000 Mitarbeiter auf das Coronavirus getestet

Die Massentests fanden in Zelten statt.

Von den 104 Tönnies-Mitarbeitern, die in Hamm leben, haben sich 36 mit dem Corona-Virus infiziert. Außerdem wurden 15 Angehörige der infizierten Mitarbeiter positiv getestet. Die Stadt Hamm hat sie und ihre Angehörigen unter Quarantäne gestellt. An den Schulen, zu denen die Kinder der Tönnies-Mitarbeiter gehen, seien alle Tests bislang negativ ausgefallen.

Die Stadt hat zudem am Dienstag (23.06.2020) die Wohnungen von rund 100 Tönnies-Mitarbeitern kontrolliert, um auszuschließen, dass es Massenunterkünfte sind. Das konnte die Stadt ausschließen. Es wohnen maximal fünf Mitarbeiter in einer Wohnung und die hygienischen Zustände seien gut.

Hagener Schule schließt wegen Corona

An einem Gymnasium und einer Gesamtschule in Hagen sind insgesamt drei Schüler mit Corona infiziert. Das teilt die Stadt am Dienstag (23.06.2020) mit. Die Fritz-Steinhoff-Gesamtschule wurde wegen zwei infizierten Schülern geschlossen. Insgesamt 27 Schüler und fünf Lehrer sind in Quarantäne.

Am Gymnasium Hohenlimburg sind 23 Schüler und drei Lehrer noch bis mindestens Samstag (27.06.2020) in Quarantäne und warten auf ihre Testergebnisse. Sollten die negativ ausfallen, wird die Quarantäne aufgehoben. Die Schule bleibt aber weiter geöffnet.

Dortmunder Schüler und Familien müssen in Quarantäne

Nach den positiven Corona-Tests an fünf Dortmunder Schulen müssen rund 500 Menschen für zwei Wochen in Quarantäne. Das betrifft Schüler aus sieben Klassen und deren Angehörige.

Sobald sie ein negatives Corona-Testergebnis bekommen haben, wird die Quarantäne wieder aufgehoben. Die Stadt hat die betroffenen Schulen bereits geschlossen. Brigitte Zörner, Leiterin des Krisenstabs betont, dass es keinen Zusammenhang zu den Corona-Fällen bei Tönnies gebe.

Mund-Nasen-Schutz: Kontrollen in Dortmunder Bussen und Bahnen

Ubahnhaltestelle am Hauptbahnhof. DSW21-Mitarbeiter stehen am Gleis. Einige Fahrgäste mit Mund-Nasen-Schutz steigen in die Ubahn ein.

Kontrolleure schauen, ob alle Fahrgäste ihren Mund-Nasen-Schutz tragen.

Mitarbeiter der DSW21 kontrollieren am Dienstag (23.06.2020) in Bussen, Bahnen und an Haltestellen, ob Fahrgäste einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Damit reagiert das Unternehmen auf Kundenbeschwerden. Und tatsächlich: Immer wieder treffen die Kontrolleure auf Einzelne, die keine Maske tragen - vor allem an den Haltestellen. Vielen ist offenbar nicht klar, dass die Pflicht auch hier gilt.

Wer keine Maske trägt, wird erst ermahnt, wer sich dann weiter weigert, muss aussteigen. Eine erste Bilanz, wie viele Fahrgäste ohne Maske unterwegs waren, will das Unternehmen am Mittwoch (24.06.2020) veröffentlichen.

Corona: Regeln für Schulschließungen

Leeres Klassenzimmer, Stühle stehen auf den Tischen

Sicherheitshalber geschlossene Schulen

In Castrop Rauxel und Hamm sind am Dienstag (23.06.2020) zwei weitere Grundschulen geschlossen worden. Dort war jeweils ein Kind positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Die Entscheidung über eine Schulschließung liegt erst mal bei den Gesundheitsämtern vor Ort. Die schauen darauf, mit wem die Infizierten Kontakt hatten. Wenn sich das nachvollziehen lässt, empfehlen sie erst mal nur, die jeweilige Klasse zu testen und unter Quarantäne zu stellen.

Das war auch in Hamm und Castrop-Rauxel jetzt so, weil die Kinder ja in der Schule strikt in ihrem Klassenverband bleiben. Weil es aber nur noch ein paar Tage bis zu den Ferien sind und viele Eltern sehr verunsichert waren, haben die Bürgermeister entschieden: Wir machen die Schulen sicherheitshalber ganz zu.

Hamm: Bisher ein positives Ergebnis im Massentest

Bei Westfleisch in Hamm werden mehr als 1.000 Mitarbeiter auf das Coronavirus getestet

Zelte für den Massentest

Die Stadt hat die ersten Ergebnisse der neuen Corona-Massentests bei Westfleisch bekannt gegeben. Von den 485 Tests, die der Stadt bislang vorliegen, ist nur einer positiv ausgefallen. Mehr als 500 Testergebnisse stehen aber noch aus. Wie die alle ausfallen, erfährt die Stadt erst am Dienstag (23.06.2020). Wenn da auffallend viele positive Tests dabei sind, könnte es noch zu einem lokalen Lockdown kommen.

KiTa in Bergkamen vorsorglich geschlossen

Wegen Corona bleibt eine Kita in der Stadt vorsorglich geschlossen. Der Vater zweier Kita-Kinder war positiv auf das Virus getestet worden. Er ist einer von 14 Mitarbeitern der Fleisch-Firma Tönnies in Rheda-Wiedenbrück, die in Bergkamen wohnen. Sie alle wurden von der Stadt vorsorglich unter Quarantäne gestellt. Der Familienvater ist bislang der einzig positiv Getestete, die anderen Ergebnisse werden morgen erwartet. Im gesamten Kreis Unna leben 31 Tönnies-Mitarbeiter.

Weitere Schulschließungen in Dortmund

Für rund 8.000 Schüler endet das Schuljahr überraschend eine Woche früher. Die Stadt hat insgesamt sechs Schulen wegen Corona-Fällen ab heute (22.6.2020) geschlossen. Betroffen sind die Graf-Konrad-Grundschule und die Hauptschule am Externberg in Eving sowie das Robert-Bosch-, das Robert-Schumann- und das Fritz-Henßler-Berufskolleg in der Innenstadt. An allen fünf Schulen wurde ein Schüler oder Lehrer positv auf das Corona-Virus getestet. Weil es nicht gelang, alle Kontakpersonen zu ermitteln, werden die Schulen vorsorglich ganz dicht gemacht. Ende vergangener Woche hatte die Stadt bereits eine weitere Grundschule bis zu den Sommerferien geschlossen. Dort waren eine Lehrerin und ein Mitarbeiter des offenen Ganztags positiv getestet worden. Einen Zusammenhang zwischen den Fällen gebe es nicht, sagte ein Stadt-Sprecher.

Dortmunder Freibäder dürfen öffnen

Die Freibäder in Dortmund können öffnen - und zwar schon am Wochenende. Das hat der Rat der Stadt mit großer Mehrheit am Freitag (19.06.2020) entschieden. Wegen der Corona-Maßnahmen fehlen den Bädern wichtige Einnahmen, was den Betrieb teurer macht. Deshalb sollte der Rat entscheiden, ob die Freibäder in diesem Jahr überhaupt öffnen sollen.

Der Betreiber Sportwelt hat heute ein neues E-Ticket-System erfolgreich getestet. Künftig müssen sich Besucher vorab online ein Ticket buchen. Nur das Freibad Froschloch in Hombruch bleibt wegen eines Schadens am Becken noch geschlossen. In den Freibädern gelten Hygiene- und Abstandsregeln.

Tönnies-Fälle haben Auswirkungen auf Hamm

Der Corona-Ausbruch bei der Firma Tönnies hat weitere Auswirkungen auf Hamm. Weil die Kinder einiger Schlachthof-Mitarbeiter sich mit dem Virus infiziert haben, werden drei Schulen bis zu den Sommerferien geschlossen. Alle Schüler und Lehrer sollen nun kurzfristig getestet werden. An mehreren weiteren Schulen gibt es ebenfalls Verdachtsfälle. Auch dort müssen nun Schulklassen in Quarantäne. Insgesamt 95 Tönnies-Mitarbeiter wohnen in Hamm. Die Stadt Hamm rechnet deshalb mit weiteren Corona-Fällen.

BVB testet Wärmebildkameras

Im Dortmunder Stadion soll getestet werden, ob Fußballspiele trotz anhaltender Corona-Gefahr künftig wieder mit Zuschauern stattfinden können. Für das letzte Bundesliga-Saisonspiel nächste Woche Samstag (27.06.2020) werden an den Stadioneingängen spezielle Wärmebildkameras angebracht. Sie sollen kontaktlos die Körpertemperatur der wenigen Personen vor Eintritt ins Stadion messen. 3D-Sensoren sollen außerdem kontrollieren, ob auf der Tribüne die Abstandsregel eingehalten wird.

Zwei Fälle an Dortmunder Grundschule

Vor der Libellen-Grundschule in Dortmund spielen wenige Kinder

An der Libellen-Grundschule im Dortmunder Norden gibt es zwei bestätigte Fälle von Covid-19. Wie am Donnerstag (18.06.2020) bekannt wurde, sind eine Lehrerin und eine Mitarbeiterin des Offenen Ganztags positiv getestet worden. Sie und alle direkten Kontaktpersonen sind in Quarantäne, der Schulbetrieb geht aber weiter.

Das hat das Gesundheitsamt entschieden, da beide Frauen keinen Kontakt zu Schülern gehabt haben sollen. Weitere Tests, wie sie sich die Schulleiterin gewünscht hat, wird es aus diesem Grund auch nicht geben. Die Sorge bei Eltern und Lehrern ist groß: Am Donnerstag sind mehr als die Hälfte der Grundschüler Zuhause geblieben.

Hammer OB sieht weitere Lockerungen zweispältig

Ab Montag (15.06.2020) gibt es weitere Lockerungen in der Corona-Krise. Unter anderem sind Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern unter Auflagen wieder erlaubt. Auch Sportvereine dürfen sich freuen: Sport mit Körperkontakt ist in Gruppen mit bis zu 30 Personen möglich. Die Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen gelten allerdings weiterhin.

Hamms Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann blickt mit gemischten Gefühlen auf die Lockerungen. Er sehe einerseits weiterhin die Gefahr einer zweiten Infektionswellel. Andererseits könne man aber auch nicht für alle Zeiten menschliche Kontakte lahmlegen.

Dortmund: Neue Corona-Fälle im Klinikum Dortmund

Für das Dortmunder Klinikum-Mitte meldet das Gesundheitsamt zwölf neue Fälle. Vier Patienten und acht Krankenhausmitarbeiter haben sich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Betroffenen und ihre Kontaktpersonen müssen nun in Quarantäne. Außerdem seien weitere Personen getestet worden - auch solche, die bisher keine Symptome zeigen, die sich aber trotzdem realistischerweise angesteckt haben könnten.

Quarantäne-App für Dortmunder Gesundheitsamt

Bildschirm mit App

Das IT-Unternehmen Materna hat eine Quarantäne-App entwickelt. Sie soll den Mitarbeitern des Gesundheitsamtes Arbeit abnehmen. Die App informiert täglich über den Gesundheitszustand von Corona-Infizierten, vorausgesetzt, die laden sich die Anwendung runter und machen mit.

Dazu füllt der Patient täglich einen Fragebogen aus, wie es ihm geht. Ob er Fieber hat oder andere Symptome. Diese Daten werden verschlüsselt an das Gesundheitsamt übertragen. Geht es dem Patienten gut, wird er vom System grün markiert. Geht es ihm eher schlecht, rot. So sollen kritische Fälle viel schneller identifiziert werden. Bisher musste das Gesundheitsamt jeden Patienten in häuslicher Quarantäne anrufen.

Einige Behandlungszentren schließen

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe schließt eininge ihrer Test- und Behandlungszentren. Am Mittwoch (20.05.2020) haben die Zentren im Dortmunder Signal Iduna Park und in Witten den Betrieb eingestellt. Ende Mai schließen auch Schwerte und Unna.

Die Ärztevereinigung begründet das mit sinkenden Infektionszahlen. Außerdem gebe es in den Praxen ausreichend Schutzmaterial, um Patienten dort zu behandeln.

Dortmund: „Covid-19-Detektive“ auf der Spur des Virus

Mehr und mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Dortmunder Gesundheitsamtes können wieder ihre normalen Arbeiten verrichten. Zu Spitzenzeiten haben bis zu 80, zum Teil extra dafür eingestellte „Covid-19-Detektive“ bis zur Erschöpfung versucht, Infektionsketten nachzuverfolgen und herauszufinden, wer wen angesteckt haben könnte.

Dortmund hat als eine der wenigen Städte in unserer Region solche "Containment-Scouts" zugeteilt bekommen. Wegen der sich entspannenden Situation werden aktuell nicht mehr alle gebraucht. Frank Renken, der Leiter des Gesundheitsamts, glaubt aber, dass die Infektionszahlen nach den Lockerungen wieder steigen werden. Dann droht den „Covid-19-Detektiven“ wieder eine stressige Zeit.

Oer-Erkenschwick: Westfleisch-Tests ausgewertet

Die Tests am Westfleisch-Standort Oer-Erkenschwick sind komplett ausgewertet (18.05.2020). Von 1.965 Personen wurden 39 positiv getestet. Acht Tests waren nicht eindeutig und werden wiederholt.

Hamm: Corona-Testergebnisse komplett

Test für das neue Virus 2019-nCov

Alle Testergebnisse negativ

Am Westfleisch-Schlachthof in Hamm gibt es weiter keinen Corona-Infizierten. Die noch ausstehenden Test-Ergebnisse sind jetzt da - allesamt negativ. Insgesamt wurden 1.150 Mitarbeiter des Schlachthofs in Hamm auf das Virus getestet. Einige wenige Mitarbeiter waren während des Massentests krank oder verreist. Bei ihnen sollen die Tests nächste Woche nachgeholt werden.

Hamm: 1.000 Corona-Tests bei Westfleisch negativ

Entwarnung in Hamm: Unter den Mitarbeitern im Schlachthof von Westfleisch gibt es bislang keinen Corona-Fall. 1.000 Test-Ergebnisse liegen seit Mittwochnachmittag (13.05.2020) vor. Alle sind negativ. 150 weitere Testergebnisse stehen noch aus. Damit steht fest, die Stadt Hamm muss ihre Lockerungen nach der Corona-Schutzverordnung nicht zurückfahren.

Am Donnerstag (14.05.2020) will der Kreis Recklinghausen seine Testergebnisse vorstellen. Im Westfleisch-Schlachthof in Oer-Erkenschwick sind fast 2.000 Menschen getestet worden. Dort und im Westfleisch-Standort Coesfeld hatte es bereits zahlreiche positive Corona-Fälle gegeben.

Recklinghausen: Auch keine kleinen Ruhrfestspiele im Herbst

Programmhefte der Ruhrfestspiele Recklinghausen mit dem Motto "Macht und Mitgefühl"

Nach der Absage der Ruhrfestspiele im Frühsommer verzichtet die Festivalleitung auch auf ein Alternativprogramm im Herbst, hieß es am Mittwoch (06.05.2020). Die bis in den Spätsommer reichenden Bestimmungen zu Eindämmung des Coronavirus machten Planungen auf seriöser Grundlage unmöglich.

Theater seien weiterhin geschlossen, Proben für Premieren ausgesetzt, internationale Reisen nicht möglich, die Konsequenzen des bis Ende August geltenden Großveranstaltungsverbots ungewiss. Es fehle an klaren Hinweisen der Behörden zu Hygiene-Regeln für Zuschauerräume oder Publikumsgrößen. Nächstes Jahr begeht das traditionsreiche Theaterfest sein 75-jähriges Jubiläum.

Airport Dortmund: Fast kompletter Einbruch der Passagierzahlen

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Kaum noch Betrieb am Airport Dortmund

Am Dortmunder Flughafen steht der Linienflugverkehr fast still. Im April waren nur gut 3.500 Fluggäste gestartet oder gelandet - fast 99 Prozent weniger als im Vorjahr. Nur Budapest und Sofia wurden im regulären Linienflugverkehr im April noch vom Dortmund Airport aus angeflogen. Flugzeuge dürfen weiter nur noch nach vorheriger Anmeldung und Genehmigung starten und landen.

Hamm: Stadt verteilt 300.000 Schutzmasken

Drei Männer stehen um einen aufgebauten Tisch herum, auf dem Tisch liegen Schutzmasken, die verteilt werden

Die Stadt Hamm bietet Geschäften ihre Schutzmasken an. 300.000 Masken hat Hamm zur Zeit auf Lager. Ladeninhaber können sie nun zum Selbstkostenpreis von 50 Cent das Stück bestellen. Die Stadt will so erreichen, dass es in puncto Maskenpflicht keine Ausreden gibt. Die Geschäfte können selbst entscheiden, ob sie die Masken verkaufen oder gratis an die Kunden verteilen.

Telefonseelsorge stark gefragt

Wegen der Corona-Krise hat die Telefonseelsorge zur Zeit besonders viel zu tun. Meist rufen Menschen an, die durch die Ausgangsbeschränkungen Existenzängste haben, Inhaber kleiner Geschäfte oder auch Künstler. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter versuchen, ihnen Mut zuzusprechen.

Mann spricht am Telefon

Die Corona-Krise ängstigt viele

Überlastet ist die Telefonseelsorge übrigens nicht. Sie ermuntert alle, in dieser besonderen Situation einfach anzurufen, wenn ihnen danach ist.

Wer Hilfe bei Erziehungs- und Familienfragen in Corona-Zeiten braucht, der kann sich jetzt auch an das Jugendamt der Stadt Dortmund wenden. Fachkräfte beantworten Ihre Fragen am Telefon.

Dortmund: Klinikum sucht Plasma-Spender

Das Klinikum-Dortmund sucht Plasma-Spender zur Bekämpfung von Corona. Patienten, die eine Covid-19-Infektion überstanden haben, können sich in der Blutspende-Station des Klinikums melden. Voraussetzung ist, dass sie schon seit mehr als vier Wochen wieder gesund sind. Mit nur einer Spende könne man eine komplette Antikörper-Therapie durchführen, sagte ein Sprecher. Nach Ostern sollen die ersten Therapien bei schwer erkrankten Covid-19-Patienten starten.

Selm, Werne: Karnevalsvereine sagen Session ab

In Selm und Werne wird es in diesem Jahr keinen organisierten Karneval geben. Die Vereine haben wegen der Corona-Pandemie die komplette Session 2020/21 abgesagt. Das hat zum einen wirtschaftliche Gründe, weil bereits jetzt Verträge für Säle und Künstler abgeschlossen werden müssten. Außerdem seien den Vereinen Sponsoren weggebrochen. Zum anderen wollten sie aber auch keinen Corona-Ausbruch wie in Heinsberg riskieren. In Hamm, Hagen und Dortmund laufen die Sessionsplanungen zunächst mal weiter. Zu einem Rathaussturm wird es aber in Hagen in dieser Session auf keinen Fall kommen.

Lünen: Baden im Seepark verboten

Im Lüner Seepark gilt von Freitag (03.07.20) an ein allgemeines Badeverbot. Die Stadt will damit verhindern, dass Lünen zu einem Corona-Hotspot wird. Bei gutem Wetter und am Wochenende kämen zu viele Besucher, die nicht genug Abstand hielten und oft auch keine Schutzmasken hätten. Deshalb wird der Zugang zum Strand am Horstmarer See gesperrt.

Bürgertelefon zum Coronavirus: 0211 / 9119 1001

Das Bürgertelefon der Landesregierung zum Coronavirus hat eine neue Rufnummer: 0211 / 9119 1001.

Das Bürgertelefon ist montags bis freitags von 7.00 bis 20.00 Uhr sowie samstags und sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr geschaltet. Die Ansprechpartner beantworten allgemeine Fragen zum Corona-Virus und zur Vorbeugung. Bei medizinischen Fragen sollten sich Bürger an den Hausarzt wenden.

Stand: 10.08.2020, 13:38