Was muss ich in Städteregion Aachen, Kreis Düren, Kreis Heinsberg und Kreis Euskirchen zu Corona wissen?

Virenabbildung im Hintergrund, Kartenausschnitt von Aachen im Vordergrund

Was muss ich in Städteregion Aachen, Kreis Düren, Kreis Heinsberg und Kreis Euskirchen zu Corona wissen?

  • Sinkende Umsätze bei Unternehmen der Region
  • Covid-19-Tests von Erntehelfern im Kreis Heinsberg
  • Nachteile bei Kommunalwahlen für kleinere Parteien?

Auf dieser Übersichtsseite finden Sie aktuelle Informationen zum Coronavirus in Stadt und Städteregion Aachen, Kreis Düren, Kreis Euskirchen und Kreis Heinsberg.

Die aktuellsten Fallzahlen für die Region:

Anmerkung der Redaktion: Diese Tabelle bezieht sich auf Zahlen des NRW-Gesundheitsministeriums, die einmal pro Tag veröffentlicht werden. Dies kann dazu führen, dass wir auf unserer Übersichtsseite bestätigte Fälle bekannt geben, die noch nicht in der Liste auftauchen.

Stimmung in Wirtschaft schlecht

Die Corona-Pandemie hat tiefgreifende Folgen für die Wirtschaft in der Region. Das ist das Ergebnis der jüngsten Konjunkturumfrage, die die Industrie und Handelskammer vorgestellt hat (04.06.2020).

Besonders betroffen ist demnach die Gastronomie und die Industrie in der Region. Hier sei die Stimmung so schlecht wie zuletzt vor 30 Jahren. Das macht sich auch bei den Umsatzerwartungen bemerkbar, sagt die IHK. Die sinken um bis zu zwanzig Prozent. Erste Unternehmen schliessen Entlassungen auch nicht mehr aus oder wollen weniger ausbilden. Es gibt aber auch einen Hoffnungsschimmer. So scheint sich zumindest der Handel wieder langsam zu erholen. An der IHK-Umfrage haben sich 420 Betriebe beteiligt.

Covid-19-Tests bei Saisonsarbeitskräften

Seit Dienstag (02.06.2020) werden im Kreis Heinsberg die Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft auf Covid 19 getestet. Die meisten Beschäftigten stammen aus Osteuropa. Knapp 300 Menschen mussten bisher einen Test auf das Coronavirus machen.

Im Kreis Heinsberg werden ausländische Erntehelfer bei der Spargel- und Erdbeerernte eingesetzt. Wie eine Sprecherin des Kreises auf WDR-Anfrage erklärte, haben Mitarbeiter des Gesundheitsamts unter anderem Betriebe in Kleingladbach und Lövenich besucht. Dabei wurden auch die Hygienemaßnahmen in den Unterkünften überprüft. Mit ersten Ergebnissen wird Ende der Woche (05.06.2020) gerechnet.

Mit dem Thema wird sich auch der Kreistag beschäftigen. Die SPD-Fraktion hat einen umfangreichen Fragenkatalog zur Arbeit von Erntehelfern in der regionalen Landwirtschaft verfasst.

Kleinere Parteien befürchten Nachteil bei Kommunalwahl

Viele kleinere Parteien in der Region Aachen sehen sich (02.06.2020) im Rennen um ein gutes Ergebnis bei der Kommunalwahl in diesem Jahr benachteiligt. Hauptanlass für die Sorgen sind Schutzvorschriften wegen der Corona-Pandemie. Wie soll man bei 1,50 m Abstand Flyer verteilen oder auf der Straße mit Bürgern ins Gespräch kommen?

In Düren fragt sich Linken-Sprecher Valentin Veithen, ob Straßenwahlkampf als die Chance, jeden Bürger anzusprechen, überhaupt noch praktikabel ist. Probleme sehen viele auch bei der Aufstellung der Kandidaten. Für die vorgeschriebenen Versammlungen müssen wegen der Abstände größere Säle angemietet werden, vielen fehlt dafür das Geld.

Unterm Strich spiele Corona den großen Parteien in die Karten. Wenig bekannte Bürgermeister-Kandidaten, wie zum Beispiel bei den Grünen in Aachen und Düren, könnten sich nur schwer einen Namen machen.

Weitere WDR-Informationen zum Coronavirus

Bürgertelefone

In Stadt und Städteregion Aachen ist ein Bürgertelefon rund um das Thema Corona eingerichtet worden. Es ist an Werktagen und am Wochenende von 8.00 bis 18.00 Uhr telefonisch unter 0241/510051 zu erreichen. Außerdem hat die Stadt Aachen für Termin-Absprachen mit dem Bürgerservice jetzt eine weitere Telefonnummer eingerichtet: 0241/432-1234.

Das Bürgertelefon des Kreises Heinsberg ist von Montag bis Freitag zwischen 8.00 Uhr und 18.00 Uhr sowie Samstag und Sonntag zwischen 10.00 und 16.00 Uhr unter 02452/131313 erreichbar.

Die Corona-Hotline des Kreises Düren steht unter Tel. 02421/22-1053920 montags bis donnerstag von 8.00 Uhr bis 16.30 Uhr, freitags von 08.00 Uhr bis 15.00 Uhr sowie samstags von 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr für allgemeine Fragen zur Verfügung; sonntags und an Feiertagen ist diese Hotline nicht mehr erreichbar. Darüber hinaus bietet der Kreis Düren noch eine Service-Nummer für Unternehmen an: 02421/22-1061214.

Im Kreis Euskirchen sind Experten der Kreisverwaltung in Sachen Kinderbetreuung montags bis freitags von 9.00 bis 15.00 Uhr telefonisch unter 02251/15-155 und per E-Mail erreichbar: kitaeltern@kreis-euskirchen.de. Informationen zu Hilfestellungen für Unternehmen bietet der Kreis Euskirchen telefonisch unter 02251/15-680 und per E-Mail: wirtschaftsfoerderung_corona@kreis-euskirchen.de

Medizinischer Bereitschaftsdienst

Der Ärztliche Bereitschaftsdienst kann unter der Telefonnummer 116 117 angerufen werden.

Arbeitsagenturen

Die Agentur für Arbeit Aachen-Düren ist ab sofort über zusätzliche Telefonnummern (zwischen 7.30 Uhr und 12.30 Uhr) und außerdem per E-Mail erreichbar:

Stadt Aachen: 0241/897-9000 , E-Mail: Aachen-Dueren.111-Eingangszone2@arbeitsagentur.de

Städteregion Aachen ohne Stadt Aachen: 02404/900-200, E-Mail: Alsdorf.114-Eingangszone@arbeitsagentur.de

Kreis Düren: 02421/124-900, E-Mail: Dueren.112-Eingangszone@arbeitsagentur.de

Kreis Heinsberg: 02452/9191-90, E.Mail: Erkelenz.113-Eingangszone@arbeitsagentur.de

Bürgertelefon zum Coronavirus: 0211 / 9119 1001

Das Bürgertelefon der Landesregierung zum Coronavirus hat eine neue Rufnummer: 0211 / 9119 1001.

Das Bürgertelefon ist montags bis freitags von 7.00 bis 20.00 Uhr sowie samstags und sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr geschaltet. Die Ansprechpartner beantworten allgemeine Fragen zum Corona-Virus und zur Vorbeugung. Bei medizinischen Fragen sollten sich Bürger an den Hausarzt wenden.

Infos zu aktuellen Entwicklungen: Die Arbeit der Krisenstäbe ist ausgerichtet an den Erlassen und Entscheidungen der Landesregierung. Die Seiten der NRW-Staatskanzlei (www.land.nrw/corona), des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (www.mags.nrw.de) und des NRW-Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (www.mkffi.nrw.de) geben weitere Infos zu aktuellen Entwicklungen.

Stand: 04.06.2020, 15:33