RNA-Impfstoff - Was weiß man über stärkere Nebenwirkungen? 

RNA-Impfstoff - Was weiß man über stärkere Nebenwirkungen? 

Wir beantworten Ihre Fragen zum Impfen gegen das Coronavirus. Hier: Was weiß man über stärkere Nebenwirkungen beim RNA-Impfstoff? 

Insgesamt hatten etwa 0,6 Prozent der Probanden in der entscheidenden Studie von Biontech und Pfizer Impf-Reaktionen, die möglicherweise allergisch bedingt waren. In der Placebo-Gruppe, die nur eine Kochsalzlösung erhielt, waren es aber fast genauso viele, nämlich 0,5 Prozent. In der Moderna-Studie gab es eine ähnliche Verteilung: 1,5 Prozent in der Impfgruppe und 1,1 Prozent in der Placebogruppe. Die Reaktionen waren aber allesamt nicht besonders heftig.

"Anaphylaktischer Schock" bei Allergikern möglich

Anders war es bei ersten Impfungen mit dem Biontech-Impfstoff in Großbritannien. Dort hatten zwei Menschen stärkere allergische Reaktionen gezeigt ("anaphylaktischer Schock"). Menschen, die wissen, dass sie sehr stark allergisch reagieren können (bspw. auf Nahrung oder frühere Impfungen), sollten deshalb vor einer Impfung unbedingt mit dem Arzt sprechen.

Im "Beipackzettel" von Biontech wird das auch ausdrücklich erwähnt. Nach der Impfung wird eine Überwachung von 15 Minuten empfohlen. Wer dann solch einen anaphylaktischen Schock erleidet, wird sofort mit Adrenalin behandelt. Auf die 2. Impfdosis soll dann verzichtet werden.

Vorübergehende Gesichtslähmung bei vier Probanden

Außerdem gab es in der Impfstudie von Pfizer und Biontech bei vier Geimpften eine vorübergehende Gesichtslähmung. Bei der hohen Anzahl an Probanden war das aber keine Überraschung. Denn solche Probleme treten in dieser Häufigkeit auch ganz normal in der Bevölkerung auf. In der Studie von Moderna gab es davon einen Fall in der Placebogruppe – sowie drei in der Impfgruppe.

(Zurück) zur Übersicht:

Stand: 05.01.2021, 14:23