FAQ Corona und Alltag: Diese Regeln gelten aktuell

Menschen mit Masken warten am Kölner Hauptbahnhof.

FAQ Corona und Alltag: Diese Regeln gelten aktuell

  • Fragen und Antworten zu Auswirkungen von Corona im Alltag
  • Themen: Kontaktbeschränkungen, Familienfeste, Museen, Altenpflege
  • Der Überblick wird laufend aktualisiert

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Einen aktuellen Überblick über die Alltagsprobleme während der Corona-Pandemie gibt es in diesem FAQ.

+ + + Kontaktverbot und Bußgeld + + +

Abstandsgebot: Welche Regeln in der Öffentlichkeit gelten aktuell?

Derzeit dürfen sich in NRW bis zu zehn Menschen im öffentlichen Raum ohne Mindestabstand zueinander treffen. Diese maximale Personenzahl gilt nicht bei Verwandten in gerader Linie (Geschwister, Ehegatten, Lebenspartnerinnen und Lebenspartner) oder Personen aus zwei verschiedenen Haushalten.

Ansonsten gilt generell ein Mindestabstand von 1,5 Metern. Wo dieser nicht eingehalten werden kann, zum Beispiel im öffentlichen Nahverkehr und Geschäften, gilt eine Maskenpflicht.

Die Regeln sind zunächst bis zum 31. August in Kraft.

Stand: 11.08.2020

Bußgeld: Welche Strafe muss ich zahlen, wenn ich gegen Corona-Schutzmaßnahmen verstoße?

Laut der geltenden Corona-Schutzverordnung können Bürger, die gegen die aktuellen Regeln verstoßen, mit einem Bußgeld von bis zu 5.000 Euro belegt werden. Das gilt sowohl für vorsätzliche als auch für fahrlässige Verstöße. Im Wiederholungsfall können sogar bis zu 25.000 Euro fällig werden.

Wer in Bussen und Bahnen ohne Maske erwischt wird, muss sofort 150 Euro Strafe zahlen.

Stand: 11.08.2020

Grillen und Picknicken: Was ist im öffentlichem Raum erlaubt?

Picknicks und Grillen in Parks und auf Plätzen sind wieder möglich. Die Kontaktbeschränkungen müssen dabei eingehalten werden. Das heißt, nur Gruppen von bis zu 10 Personen, enge Verwandte, Personen aus zwei verschiedenen Haushalten sind erlaubt.

Stand: 10.07.2020

Sind private Treffen in Wohnungen und im eigenen Garten erlaubt?

In der Corona-Schutzverordnung reglementiert das Land das Verhalten der Bürger im öffentlichen Raum. Verbindliche Vorschriften, was man in den eigenen vier Wänden machen darf und was nicht, gibt es nicht.

Das heißt, Treffen in der eigenen Wohnung, im eigenen Haus oder im eigenen Garten sind mit beliebig vielen Menschen erlaubt. Das bestätigte ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums dem WDR.

Nicht jedes erlaubte Treffen im privaten Raum sei jedoch im Sinne des Infektionsschutzes wünschenswert. "Wir empfehlen jedem, sehr genau zu prüfen, ob zum Beispiel eine Feier oder ein Familientreffen zwingend geboten ist", so der Sprecher.

Stand: 12.06.2020

+ + + Freizeit, Kultur, Gastronomie + + +

Wie gefährlich ist Singen?

Beim Singen können sogenannte Aerosole (Gemische aus festen oder flüssigen Schwebeteilchen) bis zu eineinhalb Meter nach vorne ausgestoßen werden. Das haben Wissenschaftler der Universitätskliniken München und Erlangen in einer Versuchsreihe mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks (BR) entdeckt.

Um die Übertragung des Coronavirus beim Singen zu vermeiden, sollten Chorsänger der Studie zufolge reichlich Abstand zueinander halten und den Probenraum ständig lüften, "um die Aerosole aus der Luft zu entfernen".

Im Detail ist laut Studie zwischen zwei Sängern ...

  • nach vorne ein Abstand von mindestens zwei Metern zu empfehlen.
  • seitlich ein Abstand von etwa eineinhalb Metern ausreichend, da zur Seite deutlich geringere Reichweiten der Aerosole gemessen worden sind.

Stand: 03.07.2020

Zoos, Museen, Theater, VHS, Schwimmbad - was ist wieder geöffnet?

  • Kinos, Theater und Opernhäuser
  • Hallenbäder
  • Freibäder
  • Wellnesseinrichtungen wie Saunas und Spaßbäder
  • Freizeitparks wie Phantasialand oder der Moviepark Bottrop
  • Hotels, Jugendherbergen, Campingplätze
  • Museen und Galerien
  • Zoos und Garten- und Landschaftsparks
  • Gaststätten und Restaurants, Bars und Kneipen
  • Volkshochschulen
  • Fitnessstudios, Tanzschulen und Kursräume von Sportvereinen
  • Kletterparks- und hallen
  • Spielplätze
  • Jahrmärkte und Kirmes-Veranstaltungen

Achtung, es gelten überall besondere Hygienevorschriften.

Stand: 10.07.2020

Welche Regeln gelten in NRW-Restaurants?

In NRW dürfen Restaurants und Gaststätten seit dem 11. Mai wieder öffnen. Die Erlaubnis gilt für den Innen- und den Außenbereich. Die wichtigsten Regeln aus der Corona-Schutzverordnung und den Hygiene- und Infektionsschutzstandards des Landes:

  • Eine Reservierung ist nicht erforderlich, wird zur Vermeidung von Warteschlangen aber empfohlen.
  • Gäste müssen sich nach Betreten von Restaurants die Hände waschen oder desinfizieren - auch im Außenbereich.
  • Gästen muss ein Platz zugewiesen werden - es gilt Sitzplatzpflicht.
  • Zwischen den Tischen muss ein Abstand von mindestens 1,5 Meter sein.
  • An einem Tisch dürfen maximal zehn Personen zusammensitzen - oder Personen aus maximal zwei Hausständen.
  • Gäste müssen im Innenbereich eine Mund-Nasen-Maske (Behelfsmaske) tragen, solange sie nicht an ihrem Tisch sitzen. So kann etwa beim Gang auf die Toilette vom Mindestabstand zu anderen Tischen abgesehen werden.
  • Angestellte müssen im Kontakt mit Gästen eine Mund-Nasen-Maske tragen.
  • Buffets sind nur erlaubt, wenn die Gäste sich vor jeder Nutzung die Hände desinfizieren.
  • Auf Tischen müssen Listen (einschließlich Einverständniserklärung zur Datenerhebung) ausliegen. Pro Gruppe muss sich dort ein Gast eintragen, damit Kontakte bei Infektionen nachvollzogen und betroffene Gäste informiert werden können. Gastronomen müssen die Listen für vier Wochen aufbewahren.

Diskotheken und Clubs bleiben vorerst weiter geschlossen. Der Grund dafür ist laut Staatskanzlei, dass die Gäste dort keinen festen Sitzplatz haben, an dem sie bedient werden. Somit sei eine Rückverfolgung wie beispielsweise im Restaurant nicht möglich.

Stand: 10.07.2020

Muss ich wegen Corona im Restaurant reservieren?

Reservieren ist keine Pflicht, es wird aber empfohlen. Das Land NRW schreibt dazu in in den Standards zur Corona-Schutzverordnung: "Reservierungen sollten soweit möglich genutzt werden, um einen Rückstau von Gästen in Wartebereichen zu vermeiden."

Stand: 29.06.2020

+ + + Großveranstaltungen, Tickets und Stornierungen + + +

Konzerte, Fußballspiele, Schützenfeste: Wann gibt es wieder Großveranstaltungen?

Großveranstaltungen wie Volksfeste, Stadt-, Dorf- und Straßenfeste, Schützenfeste, Weinfeste und ähnliche Festveranstaltungen sind in NRW bis mindestens Ende Oktober verboten. Veranstaltungen wie vorübergehende Freizeitparks (z. B. Düsselland) und Messen sind unter besonderen Vorkehrungen jedoch erlaubt.

Mit den Änderungen der Hygienestandards wurde seit Mittwoch, 15. Juli, das generelle Alkoholverbot für die temporären Freizeitparks aufgehoben. Laut Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums können die Kommunen nun selbst über die Zulassung des Alkoholausschanks entscheiden.

Auch Konzerte, Kinovorstellungen, Theater-, Opern- und andere öffentliche und private Aufführungen sind unter Auflagen wieder erlaubt. Veranstaltungen mit mehr als 300 Zuschauern bedürfen allerdings eines besonderen Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes (z. B. Konzerte in der Kölner Arena).

Sportfeste und ähnliche Sportveranstaltungen sind bis mindestens Ende August untersagt. Profi-Ligen - etwa die erste und zweite Fußball-Bundesliga - müssen ihre Spiele ohne Stadion-Publikum austragen.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) wollte ab der neuen Saison (Beginn: 18. September) auch wieder Spiele mit Zuschauern ermöglichen - diesem Anliegen erteilte die Politik eine Absage. "Tausende Zuschauer in den Stadien - das passt nicht zum aktuellen Infektionsgeschehen", erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am 10. August. Der Plan der DFL sah weder Stehplätze noch Alkohol bis Ende Oktober, einen Verzicht auf Gästefans bis zum Jahresende und die Sammlung sämtlicher Kontaktdaten vor.

Stand: 10.08.2020

Gutschein statt Geld bei ausgefallenen Veranstaltungen?

Tickets für Veranstaltungen aus dem Kultur- und Sportbereich, die wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden mussten, können durch Gutscheine ersetzt werden. Ein entsprechendes Bundesgesetz gilt seit dem 20. Mai. Löst der Kunde seinen Gutschein aber nicht bis zum 31. Dezember 2021 ein, muss der Betrag erstattet werden.

Voraussetzung ist immer, dass die Karten für Festivals, Konzerte, Theateraufführungen, Lesungen, Vorträge, Fußballspiele und andere Sportevents vor dem 8. März 2020 gekauft worden sind. 

Auch für Dauerkarten für Fitnessstudios oder Theater können Gutscheine ausgestellt werden. Es gibt also zunächst kein Geld zurück, sondern man muss den Veranstalter zur Erstattung des gezahlten Betrags auffordern. Dies kann er verweigern, sobald das neue Gesetz in Kraft getreten ist, und stattdessen einen Gutschein anbieten. Die Verbraucherzentrale rät, den Veranstalter zur Rückerstattung des Ticketpreises am besten schriftlich aufzufordern.

Die Verschiebung einer Großveranstaltung muss der Kunde nicht hinnehmen. Man kann die Karte zurückgeben und alle Kosten zurückfordern.

Auf sofortige Auszahlung der Ticketpreise können Käufer bestehen, die einen Gutschein wegen persönlicher Lebensverhältnisse nicht einlösen können. Verbraucherschützer hatten sich klar gegen die Gutscheinlösung ausgesprochen. Denn sie birgt für die Kunden ein Risiko. Geht der Veranstalter pleite, könnte der Gutschein-Besitzer doch noch leer ausgehen.

Stand: 30.06.2020

+++ Breitensport und Freizeitsport +++

Unter welchen Bedingungen darf man Sport treiben?

Entsprechend der allgemeinen Abstandsregeln dürfen im Breiten- und Freizeitsport seit dem 15. Juli Gruppen mit bis zu 30 Personen ohne Mindestabstand zusammenkommen – sowohl im Freien als auch in geschlossenen Räumen. Das gilt zum Beispiel für Kontaktsportarten wie Fußball – auch für Wettkämpfe. Auch die zulässige Zuschauerzahl wurde von 100 auf 300 erhöht.

Drinnen wie draußen gilt: Alle Sportler müssen ihre Kontaktdaten hinterlassen, damit man sie im Falle einer Corona-Infektion unter den Teilnehmern benachrichtigen kann. Ansonsten gilt der Mindestabstand von 1,5 Metern. In öffentlichen und privaten Sportanlagen sind außerdem Vorkehrungen zur Hygiene, zum Infektionsschutz und zur Eingangsbeschränkung zu treffen.

Tanzkurse sind zwar möglich, aber nur mit festem Partner. Zu anderen Tanzpartnern ist der Mindestabstand einzuhalten - hier gilt also nicht die Zehn-Personen-Regel.

Stand: 16.07.2020

+ + + Dienstleistungen, Einkaufen und Arztbesuche + + +

Kann ich mich über Fleisch und Co. mit Corona infizieren?

Nach den Corona-Fällen bei Westfleisch machen sich viele Leute Sorgen, dass sie sich über Fleisch mit Corona infizieren könnten.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) teilt auf seiner Homepage mit, dass bisher keine Infektionen mit SARS-CoV-2 über diesen Übertragungsweg bekannt seien. Nutztiere, die zur Fleischproduktion verwendet werden, sind demnach nach gegenwärtigem Wissensstand nicht mit SARS-CoV-2 infizierbar und können das Virus also über diesen Weg nicht auf den Menschen übertragen.

Das BfR erklärt noch zum Thema: Grundsätzlich könnten Coronaviren zwar durch direktes Niesen oder Husten einer infizierten Person auf Wurst und Fleisch gelangen. Sie könnten sich in oder auf Lebensmitteln aber nicht vermehren. Sie benötigten dazu einen lebenden tierischen oder menschlichen Wirt. 

Dennoch sollten "die Hygieneregeln bei der Zubereitung von Lebensmitteln" beachtet werden, rät das Bundesinstitut für Risikobewertung. Da die Viren hitzeempfindlich sind, könne das Infektionsrisiko durch Kochen weiter verringert werden.

Tipps gibt es zum Beispiel hier:

Stand: 30.06.2020

Vorsorge: Was ist mit Untersuchungen beim Arzt?

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat bereits Mitte Mai gemeinsam mit der Ärzteschaft einen Appell herausgegeben, dass man "notwendige Praxisbesuche und Vorsorgeuntersuchungen wieder wahrnehmen" solle.

"Wer aus Angst vor einer Infektion mit dem Coronavirus Vorsorgeuntersuchungen nicht wahrnehme oder sogar deutliche Krankheitssymptome ignoriere, riskiere womöglich schwere gesundheitliche Schäden", hieß es in dem Appell.

Die Arzt- und Zahnarztpraxen erfüllten hohe Hygienestandards und seien auf Patientenbesuche eingestellt.

Stand: 30.06.2020

Kosmetik- und Massagestudios, Handwerker - welche Dienstleister dürfen öffnen und welche nicht?

  • Seit 11. Mai dürfen Kosmetik- und Nagelstudios sowie Massagesalons wieder öffnen - unter strengen Auflagen. Diese gelten auch für Tattoo- und Piercingstudios, die seit dem 20. Mai wieder öffnen dürfen.
  • Handwerker und viele Dienstleister können ihrer Arbeit nachgehen, wenn der Schutz vor Infektionen eingehalten wird.
  • Friseure haben unter Berücksichtigung des Infektionsschutzes seit dem 4. Mai wieder geöffnet. Bei "gesichtsnahen Dienstleistungen und nicht einhaltbaren Schutzabständen" müssen Beschäftigte eine spezielle Mund-Nasen-Maske "ergänzt von einer Schutzbrille oder einem Gesichtsschild" tragen, wie aus den "Hygiene- und Infektionsschutzstandards" des NRW-Gesundheitsministeriums hervorgeht. Das Tragen von Einweghandschuhen ist vom Beginn der Dienstleistung bis nach dem Waschen der Haare obligatorisch.

Stand: 26.05.2020

Welche Regeln gelten in Geschäften?

Unabhängig von ihrer Größe dürfen Geschäfte seit dem 11. Mai unter Auflagen zu Abstands- und Hygieneregeln wieder öffnen. Allerdings muss der Zugang zum Laden kontrolliert werden - das heißt: Es darf nur eine bestimmte Anzahl an Kunden ins Geschäft.

Seit dem 15. Juni dürfen mehr Kunden gleichzeitig einkaufen: eine Person pro sieben Quadratmeter. Die Maskenpflicht in Geschäften gilt nach wie vor.

In Einkaufszentren, "Shopping Malls", "Factory Outlets" und vergleichbaren Einrichtungen gilt Maskenpflicht auf dem gesamten Gelände, also auch auf den Wegen vor den einzelnen Geschäften und in Sanitärräumen.

Stand: 30.06.2020

Sind Geldscheine Virenschleudern?

Ergebnisse von Laboren, mit denen die Europäische Zentralbank (EZB) zusammenarbeite, deuteten darauf hin, dass die Gefahr, sich über Banknoten mit Corona zu infizieren, nicht sehr hoch ist.

Der Direktor der Europäischen Zentralbank Fabio Panetta erklärt in einem Text über die Laborbefunde, dass auf Oberflächen wie etwa Plastik in den ersten Stunden zehn bis 100 mal so viele Viren überlebten wie auf Banknoten. Aus anderen Analysen gehe hervor, dass poröse Oberflächen von Baumwollbanknoten das Virus deutlich schlechter übertragen würden als glatte Oberflächen wie Kunststoff.

Zu ähnlichen Ergebnissen war auch schon die Deutsche Bundesbank gekommen. Auch nach Einschätzung deutscher Experten ist die Wahrscheinlichkeit, sich an Geldscheinen oder Münzen mit dem Coronavirus zu infizieren, sehr gering.

Christian Drosten, Virologe an der Berliner Charité, erklärte schon im März im NDR-Podcast, Coronaviren könnten auf trockenen Oberflächen nicht lange überleben. Trotzdem gilt zur Vorsicht: Hände waschen!

Ebenfalls zur Vorsicht hatten die deutschen Banken und Sparkassen das Limit für kontaktloses Bezahlen ohne PIN-Eingabe auf bis zu 50 Euro statt bislang 25 Euro erhöht, um Bezahlen einfacher und hygienischer machen. 

Stand: 26.05.2020

Kann ich mich an Oberflächen oder über Lebensmittel infizieren?

Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gibt es bislang keine Fälle, bei denen nachgewiesen ist, dass sich Menschen durch Kontakt zu kontaminierten Gegenständen oder über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert haben.

Übertragungen über Oberflächen, die kurz zuvor mit Viren kontaminiert wurden, sind laut BfR durch Schmierinfektionen denkbar. Aufgrund der relativ geringen Stabilität von Coronaviren in der Umwelt sei dies aber nur in einem kurzen Zeitraum nach der Kontamination wahrscheinlich.

Studien zufolge können sich die Viren zwar über einen längeren Zeitraum auf Oberflächen halten. Ist es nicht feucht genug, trocknen die Viren aus. Und je mehr Zeit vergeht, desto weniger Viren befinden sich auf den Oberflächen. Zudem ist die Überlebensfähigkeit des Coronavirus auf Oberflächen geringer als die anderer Krankheitserreger, etwa Bakterien.

Stand: 31.07.2020

+ + + Mitgliedsbeiträge und Jahreskarten + + +

Muss ich Beiträge für Fitnessstudios zahlen, die geschlossen sind oder waren?

Verbraucherrechts-Anwalt Marcus Benn und die Verbraucherzentrale gehen im Zuge der Corona-Pandemie bei der Schließung von Fitnessstudios von einer Vertragsstörung aus. "Wenn ich die Leistung nicht in Anspruch nehmen kann, dann kann die Zahlpflicht eingestellt werden", sagt Benn.

Die Mitglieder sind also prinzipiell von ihrer Beitragspflicht befreit. Da aber die Schließung angeordnet wurde, ist es dem Betreiber nicht möglich, die Leistungen anzubieten.

Es sollte nach einer einvernehmlichen Lösung gesucht werden, denn auch der Nutzer des Fitnessstudios hat ja kein Interesse daran, dass das Fitnessstudio komplett schließt. Für eine außerordentliche Kündigung reicht die von den Behörden angeordnete temporäre Schließung nicht aus.

Seit dem 11. Mai dürfen die NRW-Fitnesstudios unter Auflagen wieder öffnen.

Stand: 27.05.2020

Wie ist es mit Beiträgen von Vereinen?

Laut Verbraucherrechts-Anwalt Marcus Benn kann es bei "Vereinsmitgliedschaften zu einer anteiligen Rückzahlung kommen". Die Verbraucherzentrale betont, dass sich aus der temporären Schließung aber kein außerordentliches Kündigungsrecht ableite.

Tipp: Auf den Verein zugehen und individuelle Leistungen verabreden. "Denn die Kosten der Studios und der Vereine bleiben ja weiterhin vorhanden, wenn auch vielleicht wegen geringerer Energiekosten auf niedrigerem Niveau. Aber die Betreiber sind auf Gelder angewiesen. Und wenn die Mitglieder den Betreiber unterstützen, hat er größere Chancen, die Krise zu durchleben", sagt Benn. Und dann gebe es ja noch die Möglichkeit, tatsächlich freiwillige Leistungen zu erbringen, also Spenden.

Stand: 15.06.2020

Was ist mit Jahreskarten für Schwimmbäder oder Zoos?

Bei Jahreskarten für Schwimmbäder und Zoos muss der Kunde oft mit einem gewissen Ausfall rechnen. In der Regel wird erst bei längeren Ausfallzeiten geprüft, ob es eine anteilige Rückzahlung geben kann. Solche Punkte stehen in den AGB. Viele Anbieter informieren auf ihren Internetseiten.

Stand: 15.06.2020

+ + + Wohnen und Miete + + +

Welche Hilfen gibt es für Mieter?

Der Mieter muss grundsätzlich seine Miete weiterhin pünktlich zahlen. Kam es in Folge der Corona-Krise zwischen April und Juni 2020 zu Zahlungsrückständen, so durfte der Vermieter aufgrund dieser Rückstände bis Juni 2020 keine Kündigung aussprechen - weder fristlos noch ordentlich. Die Regelung wurde nicht verlängert. Deshalb muss die Miete im Juli wieder ganz normal gezahlt werden.

Stand: 30.06.2020

+ + + Krankenhäuser, Altenpflege, Geburten, Gesundheit + + +

Was ist mit Besuch oder Begleitung im Krankenhaus oder Altersheim?

Die NRW-Landesregierung hat die Regeln für Besuche in Alten- und Pflegeheimen erneut gelockert. Schon seit dem 19. Juni dürfen Besucher ihre Angehörigen wieder umarmen, vorausgesetzt es wird ein Mund-Nasen-Schutz getragen und die Hände werden vorher desinfiziert.

Am 1. Juli sind weitere Lockerungen in Kraft getreten. Unter anderem sind Besuche in den Zimmern der Bewohner sowie an Feiertagen und Wochenenden wieder möglich. Das Kurzscreening der Besucher wurde dann durch eine einfache Temperaturmessung ersetzt.

Das Besuchsverbot in Krankenhäusern ist seit dem 20. Mai gelockert. Seitdem sind pro Patient und Tag maximal zwei Besucher erlaubt. Die Kliniken dürfen aber Besuchszeiten festlegen und gegebenenfalls auch ein absolutes Besuchsverbot erlassen, wenn es das Infektionsgeschehen in der Klinik oder einzelnen Abteilungen notwendig macht.

Ausnahmen galten schon vorher, wenn dies medizinisch oder ethisch-sozial geboten ist, etwa für Geburts- und Kinderstationen sowie für Palliativpatienten. Zuvor müssen die Besucher an einer Hygieneunterweisung teilnehmen.

Stand: 01.07.2020

Häusliche Pflege: Was sollten Angehörige jetzt tun?

Etwa 300.000 Menschen in Deutschland werden in häuslicher Pflege betreut - meistens von Betreuungskräften aus Osteuropa, häufig in Schwarzarbeit. Experten befürchten, dass diese demnächst massenhaft wegfallen könnten, weil sie in der Corona-Krise lieber zuhause bleiben oder nicht mehr einreisen dürfen.

Obwohl Schwarzarbeit überwiegt, rät Frederic Seebohm vom Verband für häusliche Betreuung und Pflege den Angehörigen, die Betreuungsperson vom Bleiben zu überzeugen, solange sie noch nicht in ihre Heimat abgereist ist. Denn falls die Ablösung nicht komme, stehe man ohne Betreuung da, sagte Seebohm dem WDR. Außerdem empfiehlt er, spätestens jetzt auf eine legale Vermittlung umzusteigen, sodass die Betreuungskraft in Deutschland krankenversichert ist.

Stand: 27.05.2020

Wer hilft bei Depressionen?

Die Corona-Krise macht vielen Menschen zu schaffen: Sie haben Angst um ihre Gesundheit, die Angehörigen oder den Job. Dazu komm fehlende soziale Kontakte. Die Folge: Die Sorgen legen sich aufs Gemüt und können sich zu einer Depression auswachsen. Noch schwerer trifft es die, die ohnehin schon an einer Depression erkrankt sind.

Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe rät, sich mit Freunden oder Nachbarn auszutauschen. Corona sollte aber nicht das Hauptthema sein. Und: Wer sich informiert und dabei auf seriöse Quellen setzt, kann Ängste deutlich verringern. Außerdem hilft es, sich viel zu bewegen, am besten an der frischen Luft.

Konkrete Hilfe gibt es bei der Telefonseelsorge unter der Nummer 0800/111011 oder 0800/1110222. Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe bietet auch ein Online-Programm an, mit dem sich Betroffene mit leichteren Depressionen selbst organisieren können. Die Anmeldung ist formlos per Email möglich.

Stand: 27.05.2020

Was bedeutet Corona für Geburten und Schwangere?

Werdende Eltern sollten sich rechtzeitig in ihrer Klinik informieren, welche Regeln dort für Entbindung und Besuche gelten. Seit dem 11. Mai sind Besuche in Krankenhäusern in NRW wieder möglich.

Stand: 27.05.2020

+ + + Gottesdienste, Hochzeiten, Taufen und Bestattungen + + +

Wie feiert man Hochzeit in Corona-Zeiten?

Kirchliche und standesamtliche Trauungen sind auch mit Gästen wieder möglich. Seit dem 15. Juli sind Feiern mit bis zu 150 Gästen erlaubt, wenn alle Auflagen zur Rückverfolgung und Hygiene- und Schutzvorkehrungen eingehalten werden.

Stand: 13.08.2020

Welche Regeln gelten für religiöse Veranstaltungen?

Seit dem 1. Mai können Gläubige wieder Gottesdienste und Gebetsveranstaltungen besuchen - wenn Abstands- und Hygieneregeln beachtet werden.

Bislang durfte nur eine begrenzte Zahl an Menschen am Gottesdienst teilnehmen, damit der Mindestabstand von 1,5 Metern gewahrt werden kann. Seit dem 15. Juni gilt dies nur noch für Gottesdienste in geschlossenen Räumen.

Zudem muss der Mindestabstand nicht eingehalten werden, wenn die Besucher des Gottesdienstes feste Sitzplätze haben, über die sie zurückverfolgt werden können.

Stand: 15.07.2020

Was ist mit Taufen?

Seit dem 15. Juli dürfen auch an Tauffeiern bis zu 150 Gäste teilnehmen, wenn Kontakte nachverfolgt und Hygiene- und Schutzvorkehrungen eingehalten werden.

Stand: 13.08.2020

Unter welchen Vorgaben dürfen Beerdigungen stattfinden?

Die Kontaktbeschränkungen haben auch Einfluss auf Beerdigungen und Trauerfeiern. Sowohl Erd- als auch Urnenbestattungen sind erlaubt. Der Kreis der Teilnehmer ist dabei nicht beschränkt. Es müssen aber die Distanz- und Hygieneregeln eingehalten werden, sofern die Trauergäste nicht der engen Familie oder häuslichen Gemeinschaft angehören.

Am Grab und auf dem Friedhof sollte ein Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Auch auf körperliche Formen der Anteilnahme sollte verzichtet werden, also Umarmungen, Händeschütteln oder Küssen, rät der Verband der Bestatter NRW.

Seit dem 15. Juli sind im Anschluss an die Beerdigung Trauerfeiern mit bis zu 150 Gäste erlaubt. Auch hier gilt: Kontakte müssen nachverfolgbar sein, Hygiene- und Schutzvorkehrungen eingehalten werden.

Stand: 13.08.2020

Was passiert mit Menschen, die an Covid-19 gestorben sind?

Alle Covid-19-Verstorbenen werden als infektiös geführt. Beim Umgang mit infektiös klassifizierten Verstorbenen müssen auch Bestatter auf intensive Hygienemaßnahmen achten - zum Eigenschutz und zum Schutz Dritter. Das sagt der Verband der Bestatter in NRW.

Zu den Schutzmaßnahmen, die das Robert-Koch Institut vorgibt, gehöre zum Beispiel das Tragen von Einmalhandschuhen, Mundschutz, Schutzkitteln - sowie Desinfektionsmaßnahmen wie zum Beispiel das Desinfizieren der äußeren Sargflächen.

Stand: 15.06.2020

+ + + Familie und Kinder + + +

Wo gibt es schnelle Hilfe für gestresste Eltern?

Wenn Eltern merken, dass die Belastung zu groß ist, sollten sie nicht warten, bis es zu spät ist:

  • Die Jugendämter in den Kommunen informieren auf den Homepages der Städte und Gemeinden über die Erreichbarkeit ihrer Hotlines: zum Beispiel in Köln, Düsseldorf oder Dortmund.
  • Die Hilfsorganisation Nummer gegen Kummer bietet telefonische Beratung für Eltern von Kindern jeden Alters. Alle Nummern und Infos hier.
  • Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr erreichbar und vermittelt Eltern bei Problemen an die richtigen Anlaufstellen: anonym und kostenlos unter 0800-1110-111 oder 0800-1110-222.

Stand: 10.08.2020

Ich bin alleinerziehend und brauche Hilfe - wo kann ich anrufen?

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter NRW hat eine Krisen-Hotline für Alleinerziehende eingerichtet, die vom Familienministerium gefördert wird.

Unter 0201 82 774-799 erhalten Alleinerziehende eine psychosoziale Beratung durch qualifizierte Ansprechpartner.

Stand: 10.08.2020

+ + + Weitere Infos + + +

Wo kann ich anrufen, um weitere Informationen zu Corona zu bekommen?

Für NRW hat das Gesundheitsministerium unter 0211 - 91191001 eine Hotline freigeschaltet, über die Bürger von montags bis freitags zwischen 8 und 18 Uhr Fragen zum Coronavirus stellen können. Hier gibt es allerdings keine medizinische Beratung.

Wer ärztliche Hilfe braucht, den verweist das Gesundheitsministerium auf den Ärztlichen Bereitschaftsdienst mit der landesweiten Hotline 116117.

Die Bundesbehörde Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat zwar keine Hotline, aber eine sehr ausführliche Internetseite mit Unterseiten und Antworten zu vielen unterschiedlichen Fragen.

Stand: 26.05.2020

Weitere Antworten zu Corona

Antworten auf Fragen zu Corona und den Themen Gesundheit, Reisen, Arbeitsrecht und Hilfen für Selbstständige finden Sie in den weiteren FAQ.

Stand: 13.08.2020, 13:06