Ausgangssperre in NRW - hier galten Beschränkungen

In NRW kam es in Kreisen und Städten mit hohem Corona-Infektionsgeschehen zu Ausgangssperren. Wann genau? Wo gab es sie? Und was galt dort? Ein Überblick.

In Kreisen und kreisfreien Städten in NRW, in denen wegen vieler Corona-Infektionen die bundesweite "Notbremse" zur Geltung kam, waren Ausgangssperren in Kraft. Diese Regelung lief Ende Juni aus. Welche Ausgangsbeschränkungen galten konkret - und wo?

Anmerkung der Redaktion: Wichtig ist zu beachten, dass es sich eher um "Ausgangsbeschränkungen" handelt. Ausgangssperren im ursprünglichen Sinn werden beispielsweise in Kriegs- und Krisenregionen verhängt.

Wann galt die Ausgangssperre der bundesweiten "Notbremse"?

Die durch die "Notbremse" vorgeschriebenen Ausgangsbeschränkungen galten in Kreisen und kreisfreien Städten, für die das Robert Koch-Institut drei Tage lang eine Wocheninzidenz über 100 aufwies. Die Ausgangssperre trat dann am übernächsten Tag in Kraft.

Beispiel: Liegt der Inzidenzwert am Samstag, Sonntag und Montag über 100, dann traten die Ausgangsbeschränkungen am Mittwoch um 0 Uhr in Kraft. Möglich war aber auch, dass ein Kreis oder eine Stadt die Ausgangsbeschränkungen schon früher beginnen ließ.

Wo genau in NRW galten die Ausgangssperren?

Über das Eingabefeld lässt sich hier erfahren, wie sich der lokale Inzidenzwert in den vergangenen Tagen entwickelt hat.

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Was ist erlaubt und verboten bei einer Ausgangssperre?

Galt die bundesweite Ausgangssperre, durfte man zwischen 22 und 5 Uhr grundsätzlich nicht mehr rausgehen. Bewegung an frischer Luft blieb aber bis Mitternacht erlaubt, allerdings nur alleine und nicht in Sportanlagen. Ausnahmen gab es auch zur "Abwendung einer Gefahr für Leib, Leben oder Eigentum" wie etwa in gesundheitlichen Notfällen bei Mensch und Tier oder zu dringenden medizinische Behandlungen.

Eine Ausnahme gab es auch für Genesene und Geimpfte. Für sie galten die Ausgangsbeschränkungen nicht.

Ob lokal noch strengere Ausgangsbeschränkungen als die bundesweiten galten, erfuhr man in der Regel auf den Internetseiten der jeweiligen Kreise und kreisfreien Städte. Zum Beispiel konnte der tägliche Beginn der Ausgangssperre in manchen Kommunen vorgezogen sein - auch konnte es lokal weniger Ausnahmen geben, insbesondere was für die Zeit bis Mitternacht galt.

Wann tritt die Ausgangssperre wieder außer Kraft?

Die "Notbremse" und mit ihr die Ausgangsbeschränkungen traten dann außer Kraft, wenn die Wocheninzidenz fünf Werktage lang unter 100 lag. Die Beschränkungen galten dann ab dem übernächsten Tag nicht mehr.

Beispiel: Lag der Inzidenzwert am Mittwoch noch über 100, aber am Donnerstag, Freitag, Samstag, Montag und Dienstag unter 100, dann trat die Ausgangssperre am nächsten Donnerstag um 0 Uhr außer Kraft. Möglich war aber auch, dass ein Kreis oder eine Stadt die Beschränkungen erst später aufhebt.

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