Nachdenkliches und Lustiges aus dem "Coronarchiv"

Nachdenkliches und Lustiges aus dem "Coronarchiv"

Historiker haben die Bevölkerung aufgerufen, ihre Erlebnisse, Medien und Erinnerungen zur Corona-Krise im "Coronarchiv" hochzuladen. Hier einige Beispiele aus hunderten Einsendungen.

Kinder bemalen eine Fensterscheibe mit einem Regenbogen

Der Regenbogen ist für Kinder das Symbol der Hoffnung in der Krise. Layanne aus Telgte hat ihre Kinder Amy und Sam beim Malen fotografiert und schreibt ins Archiv: "Jeder Regenbogen ist ein Lächeln des Himmels, das uns daran erinnert, dass nach trüben Tagen auch wieder die Sonne für uns scheint."

Der Regenbogen ist für Kinder das Symbol der Hoffnung in der Krise. Layanne aus Telgte hat ihre Kinder Amy und Sam beim Malen fotografiert und schreibt ins Archiv: "Jeder Regenbogen ist ein Lächeln des Himmels, das uns daran erinnert, dass nach trüben Tagen auch wieder die Sonne für uns scheint."

Sandra aus Krefeld hat mit ihren Kindern Luisa und Niklas einen Zoo im Garten eingerichtet: "Meine fünfjährige Tochter wollte so gerne, nach zweieinhalb Wochen 'Zuhause sein', mal wieder in den Zoo. Leider ist es zurzeit nicht möglich, da haben wir uns einen eigenen Zoo gemalt und konnten hier jedes Tier in Ruhe und ganz alleine bestaunen."

Die kleine Luisa lernt in dieser Zeit auch, was Solidarität bedeutet und hängt regelmäßig Lebensmittel an den "Gabenzaun" in Krefeld. Mutter Sandra sagt: "Wenn es einem gut geht, hat man die Verantwortung und Pflicht dafür zu sorgen dass es anderen auch gut bzw. besser geht."

"Mutti-Tasking Extrem(!)" hat Roxy aus Witten ihr Foto betitelt. "Ich habe das Gefühl, noch nie zuvor so gefordert worden zu sein wie währen dieser Krise", schreibt die Mutter und berichtet von ihrem Alltag: Haushalt, kochen, Video-Konferenzen, mit den Kindern spielen, Gartenarbeit und Masken nähen.

Hier geht es zum "Drive-In-Abstrichtest" in Leverkusen. "MrMan" schreibt dazu: "Für mich zeigt es einfach, wie wandelbar alles ist. Vor Jahren war dort ein Freibad, dann wurden Flüchtlingsunterkünfte errichtet und jetzt kann man sich dort auf Corona testen lassen."

"Meine erste (Menschen)schlange", schreibt "JuKö" aus Kriftel am Taunus und ergänzt zu seinem Foto: "Nur mal kurz zum Drogeriemarkt war gestern. Heute heißt es WARTEN. 15 Personen dürfen maximal rein. Verständnis ist da. Geduld auch. Toilettenpapier fehlt mal wieder. Hamsterkaufdauerbrenner! Aber gut, was wir haben ... das ist Zeit ..."

Herbert aus Gießen hat ein Foto dieser Litfaßsäule im Coronarchiv eingereicht und schreibt dazu: "Ein seltener Anblick für eine ansonsten gepflegte Werbeplattform, der deutlich macht, wie viele 'nachgeordnete' Branchen von dem Veranstaltungsverbot betroffen sind."

Ein fotografiertes Graffito von Helen aus Berlin, das auch in NRW thematisch passen würde. Sie schreibt: "Zehntausende Erntehelfer*innen werden zur Spargelernte eingeflogen, um für einen mageren Lohn in Deutschland zu arbeiten. ... Gleichzeitig wird die Aufnahme von tausenden Menschen in überfüllten griechischen Lagern mit dem Argument möglicher Infektionsrisiken (für die Menschen in Deutschland) abgelehnt."

Svenja und Marvin aus Münster haben "Ja, ich will" gesagt, trotz Corona: "Mit Mundschutz und unseren Eltern in zwei Metern Abstand vorm Standesamt. Das war zwar erst seltsam, so ganz ohne Freunde, aber wir haben im Laufe des Tages durch eine tolle Aktion unserer Trauzeugen 50 Videos von all unseren Freunden und Verwandten bekommen."

Stand: 26.04.2020, 06:00 Uhr