Eine Krankenschwester zieht den Impfstoff des Herstellers Moderna in einer gestellten Situation mit einer Spritze auf.

Neue Corona-Impfstoffe gegen Omikron sollen im Oktober kommen

Stand: 08.08.2022, 16:38 Uhr

Biontech bereitet die Markteinführung von zwei neuen Impfstoffen gegen Omikron-Varianten vor, teilte das Unternehmen heute mit. Im Oktober könnten die Vakzine erhältlich sein.

Das hänge allerdings davon ab, wann die behördlichen Genehmigungen für die Impfstoffe vorliegen, erklärte Biontech am Montag in Mainz. Beide Impfstoffe könnten damit rechtzeitig zur Unterstützung der Booster-Kampagnen im Herbst zur Verfügung stehen. "Unsere Covid-19-Produktpipeline umfasst variantenangepasste Impfstoffkandidaten sowie Impfstoffkandidaten der nächsten Generation, die auf einen längeren und breiteren Schutz abzielen", sagte Biontech-Chef Ugur Sahin.

Zulassungsverfahren läuft

Für einen der beiden Booster - eine Kombination des bestehenden Impfstoffs Comirnaty mit einem Impfstoffkandidaten, der gegen das Spikeprotein der Omikron-Variante BA.1 schützen soll - hatten Biontech und sein US-Partner Pfizer kürzlich den Zulassungsantrag bei der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA eingereicht.

Aktuell dominante Varianten im Blick

In den USA ist eine Zulassung für diesen Booster nicht geplant. Dort konzentrieren sich die Unternehmen nach den Empfehlungen der Gesundheitsbehörde FDA auf einen Booster, der sich neben dem Wildtyp des Virus gegen die vorherrschenden Varianten BA.4/5 richtet und mit dem eine klinische Studie diesen Monat beginnen soll. Auch von ihm könnten erste Dosen bereits ab Oktober ausgeliefert werden, eine Zulassung ist auch in der EU geplant.

Nächste Corona-Welle: Wo bleibt angepasster Impfstoff?

WDR 5 Morgenecho - Interview 04.06.2022 05:42 Min. Verfügbar bis 04.06.2023 WDR 5


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Vakzin gegen alle Virusvarianten in Arbeit

Biontech und Pfizer wollen zudem in der zweiten Jahreshälfte weitere Corona-Impfstoffkandidaten der nächsten Generation in die klinische Entwicklung bringen. Dazu gehören T-Zell-verstärkende Impfungen, die in erster Linie vor schweren Erkrankungen schützen sollen. Hinzu kommen neue Impfstoffe, die vor der gesamten Coronavirus-Familie und ihren Mutationen schützen sollen.