Ausgangssperre: So war die erste Nacht in Remscheid und Hagen

Remscheid: Vorbereitung auf nächtliche Ausgangssperre Lokalzeit Bergisches Land 12.04.2021 03:14 Min. Verfügbar bis 13.04.2022 WDR Von Timo Spicker

Ausgangssperre: So war die erste Nacht in Remscheid und Hagen

In Remscheid und Hagen galten in der Nacht zu Mittwoch erstmals Ausgangssperren. Ordnungsämter und Polizei kontrollierten Passanten, Bußgelder wurden aber noch nicht verhängt.

Einsatzbesprechung des Ordnungsamtes in Remscheid

Einsatzbesprechung des Ordnungsamtes.

Nach der Einsatzbesprechung am Dienstag kurz vor neun in der Remscheider Innenstadt wünschten sich die Mitarbeiter vom Ordnungsamt einen ruhigen Dienst. Sie stellten sich aber auf das Gegenteil ein. Denn in der Stadt gebe es einige Leute, die sich partout nicht an die Corona-Regeln halten wollen. Und wegen dieser Leute gelte nun die nächtliche Ausgangssperre. Denn Remscheid hat seit Tagen einen Inzidenzwert von deutlich mehr als 200.

Triftiger Grund erforderlich

Die leere Inennstadt Remscheids

Leere Innenstadt in Remscheid.

Zwischen 21 und fünf Uhr müssen die Remscheider zu Hause bleiben. Es sei denn, sie sind aus beruflichen Gründen unterwegs oder haben einen anderen triftigen Grund, beispielsweise die Pflege eines Angehörigen. Wer gegen die Ausgangssperre verstößt, der wird in der ersten Nacht nur ermahnt. Nur wer sich uneinsichtig zeigt, dem droht ein Bußgeld. In Remscheid waren es an diesem Dienstag aber tatsächlich nur wenige, die nach neun noch unterwegs waren.

Städte wie leergefegt

Mitarbeiter des Ordnungsamtes Hagen im Einsatz

Das Ordnungsamt Hagen bei der Kontrolle.

Andere Stadt, gleiches Bild: Hagen. Auch hier gilt eine Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr. Wegen der anhaltend hohen Corona-Infektionsraten hatte der Krisenstab am Tag zuvor diese Notbremse gezogen. Gleichzeitig wurde angekündigt, die Sperre konsequent zu kontrollieren und wenn nötig, Verstöße dagegen mit einem Bußgeld zu ahnden.

Noch keine Bußgelder

Deshalb hat das Ordnungsamt knapp 20 Mitarbeiter beauftragt, die Ausgangssperre zu kontrollieren. Zum Beispiel am Hauptbahnhof. Der Vorplatz war aber ähnlich leergefegt wie die Fußgängerzone. Hagen ähnelte zu später Stunde einer Geisterstadt. Die wenigen Passanten kamen fast alle von der Arbeit. Bei einigen wenigen, die grundlos herumliefen, haben es die Beamten bei mündlichen Verwarnungen belassen. Bußgelder wurden am ersten Abend noch nicht verhängt.

Stand: 14.04.2021, 14:35

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