Ausflüge in Zeiten von Corona

Ausflüge in Zeiten von Corona

Am Wochenende wird das Wetter optimal für eine Fahrt ins Grüne. Aber sind die beliebten Ausflugsziele trotz Corona zugängig? Beispiele aus den Regionen.

Viele Menschen schlendern durch eine Straße mit blühenden Kirschbäumen

Anfang April ist Kirschblüten-Zeit in Bonn - auch in Zeiten von Corona. Anders als in den Vorjahren, als die rosafarbene Pracht Tausende von Fans anzog, soll die Blüte diesmal ohne Zuschauer stattfinden. Oberbürgermeister Ashok Sridharan bittet mit Nachdruck: "Bleiben Sie zuhause!" Verbunden ist der Appell mit der Ankündigung, dass der Stadtordnungsdienst den Bereich Heerstraße und Breite Straße verstärkt kontrollieren wird.

Anfang April ist Kirschblüten-Zeit in Bonn - auch in Zeiten von Corona. Anders als in den Vorjahren, als die rosafarbene Pracht Tausende von Fans anzog, soll die Blüte diesmal ohne Zuschauer stattfinden. Oberbürgermeister Ashok Sridharan bittet mit Nachdruck: "Bleiben Sie zuhause!" Verbunden ist der Appell mit der Ankündigung, dass der Stadtordnungsdienst den Bereich Heerstraße und Breite Straße verstärkt kontrollieren wird.

Der Zugang zum Siebengebirge im Südosten Bonns wird nicht eingeschränkt. Zwar stand eine Sperrung der Wanderparkplätze zur Diskussion. Aber die Verantwortlichen haben sich dagegen entschieden: Schließlich hätten sich die Besucher bisher vorbildlich verhalten - und frische Luft sei wichtig fürs Immunsystem.

Am Niederrhein ist es weiterhin möglich, den Park und die Gärten in Schloss Dyck zu besuchen. Allerdings ist der Einlass in die Anlage reglementiert: Nur eine begrenzte Zahl von Besuchern darf rein. Ist die überschritten, werden Menschen an der Kasse abgewiesen. Daneben gibt es eine Reihe von Verhaltensregeln. Werden die nicht eingehalten, droht ein Hausverbot - oder das Ordnungsamt wird gerufen.

Der Kölner Dom ist noch für Menschen geöffnet, die ihn zum Gebet aufsuchen möchten. Auch zur Beichte können Gläubige zu bestimmten Zeiten kommen.

Ansonsten werde die Stadt Köln mit Orten, die bei schönem Wetter besucht werden können, genauso umgehen wie am letzten Wochenende: "Der Ordnungsdienst kontrolliert die Einhaltung der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW", teilte ein Sprecher dem WDR mit.

Der Zugang zum Baldeneysee in Essen wird teilweise eingeschränkt. "Wir werden die Regattatribüne sperren, weil es am vergangenen Wochenende bereits Probleme gab", teilte eine Sprecherin der Stadt Essen mit. Auch ein Teil des Parkplatzes am Regattaturm wird nicht zugänglich sein. Die Maßnahmen sollen dabei helfen, das Kontaktverbot einzuhalten.

Anders am Kemnader See in Bochum: Hier gibt es keine Absperrungen. Das Ordnungsamt hat aber angekündigt, verstärkt Kontrollen durchzuführen.

Entgegen vorherigen Überlegungen soll der Möhnesee bei Soest für Besucher nicht gesperrt werden. Die Gemeinde Möhnesee will aber streng darauf achten, dass die gebotenen Abstände eingehalten werden. Sie rechnet bei schönem Wetter mit vielen Gästen aus dem Ruhrgebiet. Auch am Bigge- und am Sorpesee wollen Ordnungshüter verhindern, dass es Menschenansammlungen gibt.

Ganz andere Wege geht Dortmund: Fußgänger, Radfahrer und andere Sportreibende sollen sich im Uhrzeigersinn um den Phoenix-See bewegen. Dafür hat die Stadt die Fußwege rund um den See ganz offiziell zur Einbahnstraße erklärt. Wenn Menschen unterwegs seien und sich dann auch noch auf den Wegen entgegen kommen und begegnen, seien die Abstandsregeln kaum einzuhalten, so die Stadt.

In der Eifelregion dürfen einige der sogenannten Traumpfade nicht mehr gewandert werden. Wanderer sollten ihren Besuch lieber unter der Woche machen. "Oder Wege aufsuchen, die nicht so bekannt oder ausgeschildert sind. Es gibt gut befestigte Strecken abseits der Wanderpfade", sagt Klaus Schäfer, Geschäftsführer von Eifel Tourismus.

Die sagenumwobenen Externsteine in Bad Meinberg dürfen nicht bestiegen werden, die Stationen dort sind derzeit geschlossen. Die Parkplätze bleiben aber geöffnet. Die Polizei hat angekündigt, stichprobenartig zu kontrollieren.

Auch am Hermannsdenkmal reagierte der Landesverband Lippe sehr früh auf die Corona-Epidemie. Seit dem 13. März ist das beliebte Ausflugsziel samt der Infozentren bis auf Weiteres geschlossen.

Die Stadt Lügde schließt die Zufahrt zum Köterberg. Er ist der höchste Gipfel im Weserbergland und in corona-freien Zeiten bevorzugtes Ziel für Biker.

Sauerland-Tourismus rät Wanderern generell dazu, zuhause zu bleiben. Möchten Naturfreunde dennoch rausgehen, sollten sie nur kurze Etappen laufen. "Und wenn ein Spaziergänger sieht, dass schon viele Autos an einem Wanderparkplatz stehen, sollte er sich eine Alternative suchen", empfiehlt Pressesprecher Rouven Soyka.

Stand: 04.04.2020, 19:02 Uhr