Demo gegen Corona-Maßnahmen: Angriff auf WDR-Reporter

Mehr als 150 Menschen hatten sich auif dem Alten Markt in Dortmund versammelt

Demo gegen Corona-Maßnahmen: Angriff auf WDR-Reporter

  • Demo gegen Corona-Maßnahmen aufgelöst
  • Polizei befürchtete Unterwanderung durch Rechtsextreme
  • Angriff auf WDR-Journalisten

Es wurde viel demonstriert an diesem Wochenende - tausende Menschen gingen bundesweit auf die Straße. Sie kritisieren die Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern.

In NRW hatte die Stadt Dortmund eine Demonstration am Samstag (09.05.2020) aber wegen befürchteter Unterwanderung von Neonazis kurzfristig verboten - trotzdem kam es zu Menschenansammlungen, die die Polizei immer wieder versuchte aufzulösen.

Videokamera aus der Hand geschlagen

Dabei sind in der Dortmunder Innenstadt zwei WDR-Journalisten tätlich von einem mutmaßlich Rechtsextremen angegriffen worden. Der Mann beschimpfte einen WDR-Reporter und schlug ihm die Videokamera aus der Hand. Diese traf daraufhin seinen Kollegen am Kopf und verletzte ihn leicht. Der mutmaßliche Täter wurde anschließend von der Polizei festgenommen. Die beiden Journalisten haben Anzeige erstattet. Beiden geht es gut.

Angriff auf die Pressefreiheit

Gabi Ludwig, Chefredakteurin Landesprogramme betont: "Unsere Aufgabe ist es, Hintergründe zu recherchieren und Zusammenhänge aufzuzeigen. Von dieser Aufgabe lassen wir uns durch einen solchen Angriff nicht abbringen. So eine Tat ist nicht nur ein Angriff auf die Pressefreiheit, sie ist letztlich eine Bedrohung unserer Demokratie."

Stand: 10.05.2020, 17:32