Sicheres Radfahren: Tempo 30 auch in NRW-Städten?

Das Bild zeigt Verkehrsschilder, die auf eine Tempo 30-Zone hinweisen.

Sicheres Radfahren: Tempo 30 auch in NRW-Städten?

Teil 2/2 - Was spricht gegen Tempo 30 innerorts?

"Für mich klingt der Vorschlag der Grünen nach einer sogenannten Regelumkehr", sagt Roman Suthold, Fachbereichsleiter Verkehr und Umwelt des ADAC NRW. "Und das ist vor allem ein Bürokratiemonster." Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit würde bedeuten, dass sämtliche 30er-Schilder ab- und 50er-Schilder aufgehängt werden müssten.

Umstrittene Tempo 30-Zonen Markt 15.01.2020 06:59 Min. UT Verfügbar bis 15.01.2021 WDR Von Kai-Hendrik Haß

"Tempo 30 ist durchaus sinnvoll an bestimmten Stellen", erklärt Suthold. Doch es müssten Straßen sein, die auch dafür angelegt seien und keine Hauptverkehrswege, auf denen eigentlich der Verkehr gebündelt werden soll. "Geschieht das nicht mehr, haben wir das Problem, dass die Autofahrer über Nebenstraßen ausweichen und dann durch Wohngebiete fahren, wo sie eigentlich nicht hin sollten."

Verkehrsforscher Michael Schreckenberg mahnt zudem an, die Vorteile von Tempo 30 zu relativieren: Der CO2-Ausstoß senke sich nicht, weil viele Autofahrer in niedrigeren Gängen eher hochtourig fahren würden. Auch der Motorlärm würde dadurch steigen, sagte er dem WDR.

Stand: 18.01.2020, 06:00

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