Kölner Feuerwehrleute beklagen Überlastung

Zwei Personen in Schutzanzügen löschen mit Schaum aus Schläuchen ein Feuer

Kölner Feuerwehrleute beklagen Überlastung

Die Dürre der vergangenen Wochen fordert Kölns Feuerwehrleute. Doch auch ohne Hitze sind die Brandschützer am Limit. Der Grund: immer mehr Einsätze, vor allem im Rettungsdienst.

In Köln gibt es weiter Ärger um die Arbeitsbedingungen bei der Feuerwehr. Die Deutsche Feuerwehrgewerkschaft kritisiert den Kölner Stadtdirektor Stephan Keller. Er unternehme zu wenig, um die Überlastung der Feuerwehrleute abzubauen. Nach wie vor gebe es Beamte, die bis zu 90 Stunden pro Woche arbeiten müssten und jede Menge Überstunden angehäuft hätten.

Feuerwache Weidenpesch

In der Feuerwehr-Leitstelle werden die Einsätze koordiniert

Viele der etwa 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kölner Feuerwehr klagen über Überlastung. Vor allem wegen der vielen Einsätze im Rettungsdienst. Das führe nicht selten dazu, dass die hochspezialisierten Brandbekämpfungsexperten bei ihrem "eigentlichen" Job die Routine verlieren oder nicht genug fortgebildet werden können, kritisiert die Gewerkschaft.

Feuerwehrmann rettet Kind aus brennendem Haus

Menschen retten gehört zu den wichtigsten Aufgaben

Verstimmt sind viele Kölner Mitarbeiter auch, weil die Suche nach einem neuen Chef für die Feuerwehr noch nicht wie versprochen begonnen hat. Bereits im Mai, spätestens aber im Juni sollte die Suche nach dem neuen Branddirektor beginnen. Anlass war die massive Kritik von hunderten Feuerwehrleuten an dem autoritären Führungsstil des bisherigen Feuerwehrchefs. Auf Nachfrage der Lokalzeit hat die Stadt jetzt erklärt, die Stelle solle in der kommenden Woche (Kalenderwoche 33, 2018) neu ausgeschrieben werden.

Kölner Feuerwehr überlastet

00:32 Min.

Stand: 09.08.2018, 11:18

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