Sturmtief "Sabine": Einschränkungen bis Dienstag

Stau in der Dämmerung

Sturmtief "Sabine": Einschränkungen bis Dienstag

  • Sturmtief "Sabine": Einschränkungen bis Dienstag
  • Bahnverkehr am Montag wieder angelaufen
  • Vergleichsweise wenige Verletzte und Schäden

Nachdem das Sturmtief "Sabine" in der Nacht zu Montag (10.02.2020) den Verkehr in NRW extrem eingeschränkt hatte, hat sich die Situation nun entspannt - allerdings nur vorerst. Der Regional-Bahnverkehr ist laut Unternehmen "weitestgehend wieder angerollt". Es komme aber noch zu Verspätungen, Ausfällen und Änderungen im Zuglauf.

Die Lage auf den Autobahnen

Die Verkehrslage auf den Autobahnen ist laut WDR-Verkehrsstudio vergleichsweise entspannt - womöglich auch deshalb, weil viele Menschen wegen des Sturms auf Fahrten verzichten.

Sturmtief Sabine: Einschätzung der WDR-Wetterredaktion

WDR 5 Morgenecho - Interview 08.02.2020 02:25 Min. Verfügbar bis 07.02.2021 WDR 5

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Einschränkungen bis Dienstag

Autofahrer auf der A4 Aachen Richtung Köln müssen bei Kerpen voraussichtlich noch bis Dienstagmorgen (11.02.2020) mit Stau rechnen. Weil Bäume auf die Fahrbahn zu stürzen drohen, ist nur ein Fahrstreifen frei.

Außerdem sind in NRW noch zahlreiche Bundes- und Landstraßen sowie einige Kreisstraßen teilweise gesperrt. Betroffen sind laut Straßen.NRW vor allem Süd- und Ostwestfalen, das Sauerland und die Eifel.

Am Dienstag müssen Autofahrer mit zusätzlichen Einschränkungen rechnen. Denn die Kaltluft infolge des Sturmtiefs "Sabine" bringt laut WDR-Wetter-Redaktion bis Dienstagfrüh Schnee und Schneeregen bis ins Flachland.

Fotos: Sturmtief "Sabine" über NRW

Schulen, Verkehr und Sport: Sturmtief "Sabine" wirbelt das Leben in NRW durcheinander. Überall im Land kommt es zu Einschränkungen wegen des Sturms.

Ein Dach in St. Augustin ist wegen des Sturms "Sabine" eingestürzt. Im Vordergrund des Bildes liegt das zerbeulte Dach auf einer Straße, im Hintergrund stehen Häuser, eines hat ebenfalls ein beschädigtes Dach.

In St. Augustin ist wegen des Sturms ein Dach eingestürzt.

In St. Augustin ist wegen des Sturms ein Dach eingestürzt.

Überall im Land kommt es zu Einschränkungen wegen des Sturmtiefs "Sabine". Bäume werden umgeknickt, Ziegel von den Dächern geblasen und der Verkehr stark beeinträchtigt.

Die Deutsche Bahn hat den Zugverkehr in NRW wegen des Sturms "Sabine" komplett eingestellt. So blieben die Bahnsteige wie hier in Düsseldorf verwaist.

Wegen der Einstellung des Bahnverkehrs "strandete" so mancher Reisende in einem Bahnhof fernab seines Reiseziels.

Herford: Einer der vielen Bäume, die dem Wind nicht mehr standhielten.

In Düsseldorf wurden Autos durch umgestürzte Bäume beschädigt.

In Viersen boten diese Unterstellplätze den geparkten Autos nur geringen Schutz.

Auch in Essen hatte diese Buche dem Sturm nichts entgegenzusetzen.

Dieser Baumstamm wird den Feuerwehrleuten in Bochum-Wiemelhausen noch Arbeit machen.

Zahlreiche Straßen mussten wie hier in Kierspe wegen umgestürzter Bäume gesperrt werden.

Glück hatten die Insassen dieses Autos in Mülheim an der Ruhr. Sie erlitten bei diesem Unfall nur leichte Verletzungen. Ein Baum hatte ihren Wagen getroffen.

Auf der A45 laufen die Aufräumarbeiten

Dortmund: Ein Baum ist auf ein Wohnhaus gestürzt. Verletzt wurde niemand.

In Wuppertal-Elberfeld stürzt ein Baum gleich auf vier Autos.

In Heek zerstört ein Baum einen Dachgiebel. Auch hier kommen die Bewohner mit einem Schrecken davon.

An den beiden größten NRW-Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn sind am Montag wegen des Sturms "Sabine" insgesamt 165 Flüge storniert worden. In Düsseldorf hätten Airlines 120 Verbindungen gestrichen, in Köln/Bonn seien es 23 Starts und 22 Landungen, teilten Sprecher der Flughäfen mit.

Prognose: Glätte in Höhenlagen

Daher dürfte es vor allem in der Eifel, im Bergischen Land, im Sauerland, Siegerland und Weserberglang Verkehrsbehinderungen durch Glätte geben.

Auch der Flugverkehr ist weiterhin beeinträchtigt. Allein in Düsseldorf und Köln/Bonn wurden für Montag insgesamt 165 Flüge storniert. Die Gesellschaft Eurowings hat ihren Flugbetrieb schrittweise wieder aufgenommen.

Erste Bilanz: Verletzte und Schäden

Auf der Grafik sieht man zwei Laubblätter, eine Mülltonne, eine Person und ein Auto - jedem Item ist die jeweilige Geschwindigkeit zugeordnet, bei dem es wegweht.

Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 137 km/h war das Sturmtief "Sabine" seit Sonntagnachmittag (09.02.2020) über NRW hinweggefegt. In Paderborn wurde ein 17-Jähriger in einem Wald durch einen herabstürzenden Ast schwer verletzt.

In Dortmund kam es durch den Sturm zu einem Verkehrsunfall. Dabei wurde ein Mensch schwer verletzt. Auch andernorts gab es Verletzte.

Schäden im ganzen Land

Umgestürzte Bäume haben im ganzen Land zahlreiche Autos und Häuser beschädigt, Straßen unbefahrbar gemacht, Oberleitungen abgerissen und Haushalte vom Stromnetz abgetrennt.

Insgesamt sprechen Feuerwehr und Polizei allerdings davon, vergleichsweise glimpflich davongekommen zu sein - wohl auch, weil im ganzen Land zahlreiche Veranstaltungen abgesagt, Plätze gesperrt und Menschen gebeten wurden, zu Hause zu bleiben.

Stand: 10.02.2020, 17:06

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