Sturmtief: Ausläufer von "Mortimer" streifen NRW

Eine Frau kämpft mit einer Sturmböe

Sturmtief: Ausläufer von "Mortimer" streifen NRW

  • Sturmtief "Mortimer" zieht übers Land
  • Nacht zu Montag in NRW ruhiger als erwartet
  • Bis Montagfrüh schwere Sturmböen möglich

In der Nacht zu Montag (30.09.2019) hatten Ausläufer des Sturmtiefs "Mortimer" Nordrhein-Westfalen erreicht. Vor allem von der Eifel bis zum Niederrhein, im Rothaargebirge und in Teilen des Sauerlands gab es Sturmböen. Insgesamt war es in NRW weniger stürmisch als erwartet, trotzdem gab es einige Schäden.

Überschwemmte Straßen im Ruhrgebiet

In Bochum standen gestern Abend in vielen Stadtteilen Straßen unter Wasser. Ein Keller und eine Wohnung mussten leer gepumpt werden. Die Feuerwehr war bis in die Nacht im Einsatz. In einigen Teilen des Ruhrgebiets und im Ennepe-Ruhr-Kreis fielen vielerorts größere Äste auf die Straßen.

Umgestürzte Bäume im Rheinland

Wegen starker Windböen sind am frühen Morgen im Bergischen mehr als ein Dutzend Bäume umgestürzt. In Leverkusen wurden am Abend vier Menschen bei einem Verkehrsunfall verletzt. Der 42 Jahre alte Fahrer war mit seinem Auto von der Fahrbahn abgekommen. Der Wagen überschlug sich und landete auf dem Dach. Die Feuerwehr musste zwei Insassen aus dem Auto befreien. Ob eine Sturmböe das Auto erfasst hat, ist noch unklar.

Schafe gerettet in Dortmund

Auf einer Weide in Dortmund mussten Hunderte Schafe gerettet werden. Der starke Regen hatte die Weide überflutet. Die Feuerwehr habe ein Rettungsboot eingesetzt und Stege gebaut, um die Tiere vor dem Ertrinken zu retten, sagte ein Sprecher der Einsatzkräfte. Mehrere Tiere, darunter auch Lämmer, seien aber ertrunken.

Stürmisch vor allem noch im Norden

Im Norden und Nordosten Deutschlands besteht weiter Umwettergefahr durch Orkanböen. Die Deutsche Bahn hat aus diesem Grund ihren Fernverkehr in Norddeutschland weitgehend eingestellt. Betroffen von der Sperrung seit 8.00 Uhr sind unter anderem die Strecken Hamburg-Berlin und Hannover-Wolfsburg.

Sturmböen am Montag

Am weiteren Montag wechseln sich Sonne und Wolken ab. Auch kräftige Schauer oder Gewitter ziehen übers Land. Dazu weht ein starker Westwind mit stürmischen Böen. Von Ostwestfalen-Lippe bis zum Hochsauerland sind am Vormittag auch Sturmböen bis zu 85 Kilometer pro Stunde möglich.

Unser Wetter und der Klimawandel - Friederike Otto

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 25.09.2019 22:51 Min. Verfügbar bis 24.09.2020 WDR 5

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Stand: 30.09.2019, 09:03

Kommentare zum Thema

2 Kommentare

  • 2 Heinz S 30.09.2019, 13:23 Uhr

    "Willst du den Wald bestimmt vernichten, so pflanze nichts als reine Fichten", steht im Roggenburger Forst in Stein gemeißelt. Seit 1921. Und der Spruch war damals schon alt. Wir wissen seit Ewigkeiten, worum es grob geht, in allen Teilbereichen. (aus: heise-online.de)

  • 1 Karl 30.09.2019, 13:01 Uhr

    Dank dem Sturm wurden Treibhausgase durchs Ozonloch ins Multiversum gespült und so die Klimaerwärmung um hunderte Jahre verschoben

    Antworten (1)
    • seppl 30.09.2019, 15:15 Uhr

      ...interessant. Und was muß bei Ihnen einmal gepült werden?

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