Wenig Frauen in Chefetagen kommunaler Firmen in NRW

Zwei Männer und eine Frau in Anzügen, nur die Schuhe sind zu sehen.

Wenig Frauen in Chefetagen kommunaler Firmen in NRW

  • Frauen selten in Chefetage von kommunalen Betrieben
  • NRW schneidet schlecht unter Bundesländern ab
  • Ostdeutschland mit mehr Frauen in Führungspositionen

In den Führungspositionen von kommunalen Unternehmen wie Stadtwerken oder Krankenhäusern sind Frauen eher selten. Gerade einmal knapp 14 Prozent der 259 Top-Management-Stellen waren in NRW im Frühjahr weiblich besetzt.

Das geht aus einer Auswertung der Zeppelin-Universität Friedrichshafen hervor, die am Dienstag (14.07.2020) veröffentlicht wurde.

Damit belegt der Westen den viertletzten Platz unter den Bundesländern. Lediglich Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz stehen noch schlechter da.

Ostdeutschland mit mehr Führungs-Frauen

Anders sieht es dagegen in den ostdeutschen Bundesländern aus. In Sachsen und Thüringen ist fast jede vierte Position dieser Art mit einer Frau besetzt. "Insgesamt zeigt sich demnach weiterhin ein deutliches Gefälle zwischen Ost und West, das sich aber im Vergleich zu den Vorjahren weiter verringert hat", heißt es in der Studie.

Im Schnitt lag der Frauenanteil bundesweit bei knapp 20 Prozent. Er stieg damit im Jahresvergleich leicht um 0,4 Prozent.

Düsseldorf positive Ausnahme in NRW

Positive Ausnahme in Nordrhein-Westfalen ist die Landeshauptstadt: In Düsseldorf lag der Anteil der Frauen in den Top-Positionen kommunaler Firmen bei 31,3 Prozent.

Als nächstes folgt deutlich später Köln mit 15,3 Prozent Anteil. In Essen wurden dagegen gerade einmal 3,4 Prozent der Positionen mit Frauen besetzt.

Untersucht wurden 1.469 öffentliche Unternehmen wie Stadtwerke oder Krankenhäuser in 69 Städten. Verglichen wurden Stadtstaaten, Landeshauptstädte und die vier größten Kommunen je Bundesland.

Stand: 14.07.2020, 09:58

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