Geldtransport-Fahrer setzen Warnstreik fort

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Geldtransport-Fahrer setzen Warnstreik fort

  • Warnstreiks am Donnerstag fortgesetzt
  • In Ratingen streiken rund 450 Mitarbeiter
  • Mitarbeiter fordern unter anderem mehr Gehalt
  • Tarifparteien verhandeln ab Mittag in Berlin

Die Gewerkschaft Verdi hat die Warnstreiks in der Geld- und Wertdienst-Branche am Donnerstag (03.01.2019) auch in NRW fortgesetzt.

In Ratingen beteiligten sich am Vormittag rund 450 Menschen an einer Kundgebung, wie eine Sprecherin des NRW-Landesbezirks der Gewerkschaft Verdi mitteilte. Sie waren am frühen Morgen in den Ausstand getreten und dann zum Sitz des Arbeitgebers Prosegur gezogen, einem Sicherheitsdienstleister.

Am Mittwoch waren in NRW rund 400 Mitarbeiter in den Ausstand getreten, bundesweit waren es rund 3.000. Laut Verdi fielen in ganz Deutschland deshalb Hunderte Geld-Transporte aus.

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In Oberhausen protestierten 400 Beschäftigte

In Oberhausen kamen am Mittwoch Mitarbeiter zu einer Versammlung zusammen. "Wir sind es wert", sagten die Fahrer von Geldtransportern und andere Beschäftigte aus der Branche. Sie fühlen sich zu schlecht bezahlt. Transporte vorzubereiten, Geld zu zählen und es sicher zu transportieren, sei ein anspruchsvoller Job.

Verdi: Rund ein Viertel der Beschäftigten in NRW streikt

Auch in Düsseldorf, Köln, Bochum und Bielefeld traten Beschäftigte in den Warnstreik. In Hagen etwa hätten Mitarbeiter verhindert, dass Geldtransporter ein Sicherheitsunternehmen verlassen. Nach Angaben der Gewerkschaft rief die betroffene Firma daraufhin die Polizei.

Laut Verdi gibt es in Nordrhein-Westfalen etwa 1.600 Beschäftigte in der Branche. Dazu gehören nicht nur Fahrer von Geldtransportern, sondern auch Vorbereiter und Geldzähler.

Gehaltserhöhungen gefordert

Verdi fordert eine Erhöhung des Stundenlohns um 1,50 Euro beziehungsweise eine Gehaltserhöhung von 250 Euro pro Monat sowie die Angleichung der Gehälter in den neuen Bundesländern. Zudem soll der Tarifvertrag für die gesamte Branche verbindlich werden.

Noch bekämen die Verbraucher von den Streiks wenig zu spüren, melden Branchenverbände, noch sei in der Regel genügend Geld in den Automaten. Das könnte sich ändern, falls die Streiks andauern.

Die Tarifverhandlungen werden am Donnerstagmittag in Berlin fortgesetzt. Sollten die Arbeitgeber kein "annehmbares Angebot" vorlegen, heißt es von Verdi, wird auch am Freitag gestreikt.

Stand: 03.01.2019, 11:27

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