Durchsuchungen wegen Verdacht auf Steuerhinterziehung

Durchsuchungen wegen Verdacht auf Steuerhinterziehung

  • Razzien wegen Verdachts der Steuerhinterziehung
  • Zahlreiche Orte in NRW betroffen
  • Briefkastenfirmen auf den British Virgin Islands

Staatsanwälte und Steuerfahnder haben am Mittwoch (15.05.2019) in mehreren Bundesländern Wohnungen und Geschäftsräume wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung durchsucht. Ein Schwerpunkt der Aktion lag in NRW. Es geht um vermögende Privatpersonen, die in großem Umfang Steuern hinterzogen haben sollen sowie um Banken, Sparkassen und Steuerberater, die dabei möglicherweise behilflich waren.

Razzien in zahlreichen NRW-Städten

Auslöser der Aktion war eine Durchsuchung der Deutschen Bank im vergangenen November. Dabei ging es zwar eigentlich um Geldwäsche, aber die Fahnder fanden auch viele interessante Akten im Bereich der Steuerhinterziehung. Nach der Auswertung dieser Akten schlugen die Ermittler jetzt zu. Neben Hamburg war Nordrhein-Westfalen ein Schwerpunkt der Ermittlung: Durchsucht wurden Privaträume in Erkrath bei Düsseldorf sowie in Simmerath in der Eifel, außerdem Steuerberatungen in Aachen und Hürth und Finanzinstitute Düsseldorf, Köln, Aachen und Bonn.

Briefkastenfirmen auf den Virgin Islands

Den beschuldigten Privatpersonen wird vorgeworfen, mithilfe eines früheren Tochterunternehmens der Deutschen Bank Briefkastenfirmen auf den British Virgin Islands in der Karibik gegründet zu haben. Mithilfe dieser Briefkastenfirmen soll dann Geld vor dem deutschen Fiskus versteckt worden sein.

Stand: 15.05.2019, 17:11

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