WDR zeigt Protest gegen Stelter nicht in TV-Sitzung

WDR zeigt Protest gegen Stelter nicht in TV-Sitzung

  • Protest wegen Stelters Doppelnamen-Witz wird nicht gesendet
  • WDR-Unterhaltungschefin: TV-Prunksitzung das falsche Format
  • Kritik in sozialen Netzwerken

Der Komiker Bernd Stelter musste sich bei einer Karnevalssitzung in Köln mit einer empörten Zuschauerin auseinandersetzen - im Fernsehen wird diese Szene nicht zu sehen sein. Der WDR hat sich entschlossen, sie aus der Übertragung der Fernsehprunksitzung herauszuschneiden.

WDR-Unterhaltungschefin: "Falscher Rahmen"

In den sozialen Medien löste diese Entscheidung am Mittwoch (27.02.2019) Kritik aus. Dem WDR wurde Zensur vorgeworfen. Dem widersprach WDR-Unterhaltungschefin Karin Kuhn. Mit Zensur habe das nichts zu tun: "Wir haben das Material sehr schnell und transparent für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seitdem läuft es in allen journalistischen Formaten des WDR rauf und runter, in der Aktuellen Stunde und in den sozialen Medien." Die Fernsehsendung sei aber "der falsche Rahmen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen".

Die WDR-Pressestelle teilte zudem mit: "Die in den Medien diskutierte Störung der Rede Bernd Stelters durch eine Zuschauerin erstreckte sich mit Unterbrechungen über mehrere Minuten und ist in vielen Teilen akustisch in der Aufzeichnung nicht hörbar und teilweise unverständlich." Auch deshalb werde die Szene in dem Zusammenschnitt nicht gezeigt.

Zusatzinformationen im Videotext

Während der Ausstrahlung der Rede Stelters gibt es für die Fernsehzuschauer einen Hinweis via Laufband, der auf eine Videotextseite mit Zusatzinformationen verweist. Stelters Witze über Doppelnamen werden in der Sendung zu sehen sein, aber nicht der Protest der Frau.

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Stand: 27.02.2019, 20:15

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