Nach Stelter-Eklat: Steuerberaterin im Netz attackiert

Eine Zuschauerin stürmt die Bühne im Gürzenich, um sich bei Bernd Stelter über einen Witz zu beschweren

Nach Stelter-Eklat: Steuerberaterin im Netz attackiert

Von Oliver Scheel

  • Steuerberaterin, die das "Steltergate" auslöste, wird im Netz attackiert
  • Frau aus Thüringerin lässt sich rechtlich beraten
  • Bewertungsportal löscht einige Kommentare

Gabriele Möller-Hasenbeck ist einem Impuls folgend bei der großen Karnevalssitzung im Kölner Gürzenich auf die Bühne gegangen, um den Karnevalisten Bernd Stelter wegen eines Witzes über Doppelnamen zur Rede zu stellen. Nun wird die Steuerberaterin aus Weimar auf einem Bewertungsportal im Netz angefeindet. Möller-Hasenbeck kann den Rummel um ihre Person kaum fassen - und hat sich entschlossen, juristischen Beistand zu suchen.

"Was ist in unserer Gesellschaft los?"

Im Gespräch mit dem WDR sagte Möller-Hasenbeck am Dienstag (26.02.2019), der Eingriff in ihre berufliche und vor allem menschliche Integrität übersteige bei Weitem das, was im Karneval zulässig sein dürfe. "Es erfasst mich eine gewisse Ratlosigkeit darüber, was in unserer Gesellschaft los ist."

Möller-Hasenbeck äußerte sich fassungslos über die Kommentare auf dem Bewertungsportal 11880.com, auf dem die User eigentlich die berufliche Qualität von Steuerberatern bewerten. Die Bewertungen, die in den vergangenen Tagen zu ihr abgegeben wurden, hatten mit ihrem Beruf allerdings gar nichts zu tun. Das Bewertungsportal hat die beleidigenden Kommentare inzwischen gelöscht.

Die Steuerberaterin nennt Shitstorm "erschreckend"

Möller-Hasenbeck nennt den Shitstorm, der auch über ihren Mann hereingebrochen sei, "erschreckend". Gesellschaftliche Ressentiments könnten zu realen Grenzüberschreitungen bis hin zum Hass führen, so die Thüringerin.

Es gab auch aufmunternde Kommentare auf dem Bewertungsportal. Trotzdem haftet nun ein Makel an ihrer beruflichen Qualität. "Meine Auffassung von Offenheit und Vielfalt wäre eine andere gewesen", so Möller-Hasenbeck. "Eines habe ich gelernt, lebt der Berufs-Narr in der Bütt von der Übertreibung, dann darf es das Narrenvolk noch lange nicht."

Witz, du bist umzingelt! - Die Doppelnamendebatte

WDR 4 Zur Sache 26.02.2019 01:55 Min. WDR 4

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Stand: 26.02.2019, 18:44

Kommentare zum Thema

15 Kommentare

  • 15 Karl Hefte 28.02.2019, 18:20 Uhr

    Ich persönlich habe mit den Frauen die die Doppelnamen haben so mein Problem. Was soll denn die Scheiße entweder nehmen die den Namen vom Mann an oder umgekehrt der Mann den Namen von der Frau aber diese bescheuerten Doppelnamen und dann noch Namen die bereits im Namen schon einen Doppelnamen haben sowie Hasen Böck. Für mich stehen die Frauen die einen Doppelnamen tragen nicht zu 100% zu ihr Partner das ist meine persönliche Meinung. Ich sag niemand dass sie den Namen von ihrem Mann annehmen müssen

  • 14 hans-jürgen 28.02.2019, 12:55 Uhr

    wo ist der Humor geblieben, alles Folgen der Frauenquoten. Sieh unsere unfähige Verteidigungsmenisterin ein Mann wär schon längst geflogen. Frauen haben in Deutschland Narenfreiheit, unfähig aber nach der Macht greifen Armes Deutschland wer etwas kann soll etwas werden, aber durch Leistung bitteschön nicht über quoten.

  • 13 en jekke 28.02.2019, 09:49 Uhr

    Würde mich mal interessieren was AKK dazu meint, die ist ja selber im Karneval aktiv, glaube nicht das sie das gut findet was GM(B)H da von sich gibt.

  • 12 Karin B. 28.02.2019, 09:41 Uhr

    Da gehen Leute zu einer Karnevalssitzung, freuen sich vielleicht schon seit Wochen auf den Termin und haben vielleicht eine ganz schöne Stange Geld für diesen Ausflug aus dem Alltag gezahlt. Sie machen sich zurecht und sind guter - weingetränkter - Stimmung. Und dann kommt so eine selbstsüchtige Person daher, stört die Sitzung durch aggressives Pfeifen und mit oberlehrerhaftem Bessermenschengetue. Mit dem Ziel, anderen mit ihrem Gift die Laune zu verderben. Also ich hätte mit dieser Frau eine eigene Rechnung offen, wenn man mir so den Abend versaut hätte.

  • 11 Jürgen 28.02.2019, 07:55 Uhr

    Ich kann und will solche Leute wie diese Dame nicht verstehen. Soll Sie doch vom Karneval wegbleiben. NIEMAND zwing diese Dame dazu an solchen Sitzungen teilzunehmen. Karneval darf nicht auch noch zur Zielscheibe der Frauen werden die meinen sie könnten auf einmal die Welt verändern. Man sollte an den tollen Tagen auch mal fünfe Grade sein lassen. Was die Dame da abgezogen hat gehört ins lächerliche gezogen und diese DAME muss sich nicht WUNDERN das sie solch ein Shitstorm ausgelöst hat. ES reicht wir lassen uns doch nicht das Karneval von solchen Frauen verderben. NARRENFREIHEIT sollte erhalten bleiben.

  • 10 thomas Rohloff 28.02.2019, 05:05 Uhr

    Ich kann diese "emanzipierten" Mitbürgerinnen nicht mehr ertragen. Karneval ist Karneval, da ist sowas normal. Wenn ich auf der Bühne dann ne Show abziehe, dann darf ich mich nicht wundern, dass ich nicht mehr ernst genommen werde. Meine Frau ist Beamtin und lacht herzlich über den einen oder anderen Beamtenwitz. Toleranz scheint der Dame fremd zu sein, sich aber jetzt aufregen, dass bissige Kommentare kommen. Für mich leider typisch !

  • 9 Edelkomparse 27.02.2019, 20:42 Uhr

    Bitte nehmen Sie zur Kenntnis: bei Frau Möller-Hasenbeck handelt es sich um eine Dame, welche in Weimar wohnt aber aus Baden-Baden stammt. Diese Frau diskreditiert die Weimarer. Denn der Weimarer an sich hat Humor im Gegensatz zu einer Zugezogenen, welche zum Lachen (oder auch nicht) nach Köln fahren muss.

  • 8 Edelkomparse 27.02.2019, 20:36 Uhr

    Bitte bringen Sie eines nicht durcheinander: Frau Möller-Hasenbeck mag in Weimar wohnen, sie stammt jedoch aus Baden-Baden. Also nicht Weimar durch den Kakao ziehen sondern einfach mal die richtigen Fakten nennen. Denn der Weimarer an sich hat Humor im Gegensatz zu einzelnen Personen, die zum Lachen (oder auch nicht) extra nach Köln fahren müssen.

    Antworten (1)
    • Krug 27.02.2019, 22:38 Uhr

      ...derartig alberne Personen können dem guten Ruf Weimars nicht nachhaltig schaden. Ich denke immer noch an einen Fake. Einen Sinn ergibt es für mich nicht....

  • 7 Willi 27.02.2019, 20:33 Uhr

    Wenn Menschen nicht mehr auch über sich selbst lachen können, dann sollten Sie nicht zum Karneval gehen. Als Beamter habe ich über Beamtenwitze herzlich mitgelacht und nicht über „ political correctness“ philosophiert. Mir hat Bernd Stelter mit seinem Humor schon viel Freude bereitet, das kann ich von besagter Dame nicht behaupten.

  • 6 Sylvia Dert 27.02.2019, 20:01 Uhr

    Nur noch lächerlich das Ganze. Auch wenn der Witz recht zäh ist, dürfte er sich im Karnelvalsgeschehen allerdings in guter Gesellschaft befinden. Betonung liegt auf Karneval , auch wenn auf manches nur mit einen gequälten Lächeln reagiert werden kann, Humor ist , wenn man trotzdem lacht. Der Doppelname hat mir ein breites Grinsen entlockt, in Erinnerung an Loriots Frau Müller - Lüdenscheidt. Einfach nur peinlich so ein Auftritt, wie auch die Reaktion des WDR, da bin ich ganz bei Saurer Gurke.

  • 5 SaureGurke 27.02.2019, 15:03 Uhr

    Die übliche Doppelmoral....Kritik üben, aber wenn andere ihre Kritik kritisieren, dann ist das gleich Hetze etc. Stellt sich in einer "Fernsehsendung" mitten auf die Bühne (und gibt danach noch dem WDR ein Interview) und dann wundert sie sich......unfaßbar. P.S.: Hier wird die Sache rauf und runter disktutiert und WDR.de bringt einen Beitrag nach dem anderen.....und dann wird es aus der Aufzeichnung vom WDR einfach rausgeschnitten. Ich denke, es wäre ein guter Beitrag, der allen einmal zeigt, wohin uns der Gender- und political-correctness-Wahn (noch) führen wird.

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