Staupe-Virus in NRW: Was Hundebesitzer wissen müssen

Angeleinte französische Bulldogge im Wald

Staupe-Virus in NRW: Was Hundebesitzer wissen müssen

  • Diskussion über Impfpflicht für Hunde gegen Staupe
  • Auslöser: mehrere Fälle von Fuchsstaupe in NRW
  • Krankheit ist lebensgefährlich für Hunde

Was ist der Staupe-Virus?

Die hoch ansteckende Infektionskrankheit Staupe geht mit Erbrechen und Atemnot einher. Im fortgeschrittenen Stadium kann es zu Augen- und Hirnschäden kommen. Viele Tiere sterben an der Infektion.

Wie gefährdert ist mein Hund?

Die Übertragung von Staupe erfolgt durch Speichel, Kot, Urin sowie Nasen- und Augensekret. Hunde können sich also schon beim Waldspaziergang mit dem tödlichen Virus anstecken.

Was können Hundebesitzer tun?

Ihre Tiere gegen Staupe impfen lassen. Der Bundesverband praktizierender Tierärzte empfiehlt Hundehaltern, schon Welpen grundimmunisieren zu lassen. Doch auch ältere Hunde können noch geschützt werden. Die Impfung muss alle drei Jahre aufgefrischt werden. Manche Tierärzte sehen Impfungen allerdings grundsätzlich kritisch.

Wäre eine Impfpflicht für Hunde gegen Staupe sinnvoll?

Ein Hund bekommt eine Spritze.

Experten empfehlen Impfung

Genau wie beim Menschen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten auch zahlreiche Hundekrankheiten, die früher unweigerlich zum Tod führten, in unseren Breitengraden durch Impfungen praktisch eliminieren lassen. Neben der Tollwut gehört auch die Staupe dazu.

Nach Auffassung des Bundesverbands für Tiergesundheit ist dieser Status nur zu halten, wenn möglichst alle Tiere regelmäßig geimpft werden. Nur, wenn 70 bis 80 Prozent einer Population durch Impfung geschützt seien, könnten auch ungeimpfte Tiere gesund bleiben. Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin empfiehlt grundsätzlich eine Impfung gegen Staupe.

Was sind die Ursachen für Staupe-Verbreitung?

Bei Wildtieren kommt das Hundestaupevirus immer wieder vor. Besonders ältere Füchse und Marder tragen es oft in sich, ohne selbst erkrankt zu sein. Schon beim Spaziergang kann ein Hund das Virus beim Schnüffeln und Lecken aufnehmen. Experten beobachten eine Impfmüdigkeit bei Tierhaltern, die zu einem neuerlichen Ausbruch der Krankheit bei Hunden führen könnte. Nur noch die Hälfte aller Hunde in Deutschland hätten einen ausreichenden Impfschutz, meldet die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin.

Welche anderen Tiere sind gefährdet?

Neben dem Fuchs infizieren sich auch andere Wildtiere wie Marder, Wölfe, Wiesel oder Waschbären. Staupe-Symptome ähneln denen der Tollwut, erkrankte Tiere verhalten sich häufig auffällig: Sie verlieren ihre Scheu, wirken schläfrig und orientierungslos oder aggressiv. Für Katzen ist das Virus nicht gefährlich.

Können sich Menschen anstecken?

Für Menschen hat Staupe keine bekannten negativen Auswirkungen.

Stand: 21.03.2019, 15:00

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