Staus in NRW: 2020 keine Entspannung in Sicht

Staus in NRW: 2020 keine Entspannung in Sicht

  • Weiterhin hohe Staugefahr in NRW
  • Neuralgische Punkte im Ruhrgebiet
  • Täglich 200 km Stau im Berufsverkehr

Das neue Jahr bringt für Autofahrer in NRW keine Entlastung. Der Landesbetrieb Straßen NRW rechnet weiter mit chronischen Staus auf den Autobahnen - vor allem im Ruhrgebiet. Das geht aus der jährlichen Verkehrsprognose hervor, die Straßen NRW am Montag (30.12.2019) veröffentlichte.

Wie kommt der WDR-Verkehrsservice auf die Wartezeiten?

WDR 5 Quarks - Die Kleine Anfrage 14.11.2019 11:04 Min. Verfügbar bis 13.11.2024 WDR 5 Von Kerstin Peetz

Download

Die Gründe für die Misere sind altbekannt. Allein in den vergangenen fünf Jahren hat sich das Verkehrsaufkommen in NRW nahezu verdoppelt, vor allem durch den boomenden Güterverkehr. Die Infrastruktur, also Straßen und Brücken, kann die zusätzliche Belastung nicht auffangen. Zusätzlich gibt es Probleme mit maroden Autobahnbrücken.

Größter Engpass am Kreuz Dortmund/Unna

In der Folge hat sich die Zahl der Großbaustellen auf NRW-Autobahnen vervielfacht - dort sind Staus noch auf Jahre hin unvermeidlich. Der größte Engpass ist laut Straßen NRW im kommenden Jahr zwischen der Anschlussstelle Volmarstein und dem Autobahnkreuz Dortmund/Unna zu erwarten. Dort werden die Brücken "Volmarstein" und "Hengstey" neu errichtet.

Pendeln in NRW: "ÖPNV ist Rückgrat der Mobilität"

WDR 5 Morgenecho - Interview 25.11.2019 05:53 Min. Verfügbar bis 24.11.2020 WDR 5

Download

Unter den ersten zehn der schlimmsten Staustrecken auf insgesamt 2.200 Autobahn-Kilometern in NRW ist auf sechs Abschnitten das Ruhrgebiet betroffen. Im Rheinland bleibt das Straßennetz rund um die marode Leverkusener Autobahnbrücke auf der A1 mindestens noch zwei Jahre lang das engste Nadelöhr.

200 Kilometer im Berufsverkehr

"Wir haben an gewöhnlichen Tagen im Berufsverkehr um die 200 Kilometer Stau in NRW", erklärt Uwe Platzek von der WDR-Verkehrsredaktion. Rund 70 Kilometer mehr als vor fünf Jahren. Das sei eine unmittelbare Folge des erhöhten Verkehrsaufkommens. "Die paar neuen Baustellen wirken sich im Vergleich kaum aus."

Kurzfristige Entspannung könnte laut Platzek nur ein allgemeines Tempolimit schaffen, das derzeit wieder kontrovers diskutiert wird. "Das stimmt einfach."

Mobil in die Zukunft – von E-Scooter über Carsharing bis zum Flugtaxi WDR 06.12.2019 29:17 Min. UT Verfügbar bis 06.12.2020 WDR

Stand: 30.12.2019, 18:35

Aktuelle TV-Sendungen