Verkehrsverstöße: Immer mehr NRW-Fahrer kassieren Punkte in Flensburg

Eine Polizeikontrolle.

Verkehrsverstöße: Immer mehr NRW-Fahrer kassieren Punkte in Flensburg

Rasen, Drängeln, Handy am Ohr - mehr als 2,3 Millionen Menschen aus NRW haben sich 2019 im Verkehrszentralregister in Flensburg verewigt. Der höchste Stand seit 2010.

Im vergangenen Jahr waren rund 2,3 Millionen Menschen aus NRW im Verkehrszentralregister in Flensburg verzeichnet. Der höchste Stand seit 2010. Mehr als eine Million Verkehrsverstöße kamen 2019 neu hinzu. In 628.000 Fällen gab es mindestens einen Punkt wegen Raserei. Diese Zahlen gehen aus der noch nicht veröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag hervor.

Punkte summieren sich - Verstöße sinken

Weil die Gesamtzahl der Punkte nicht direkt wieder verfällt, summieren sie sich und steigen damit. Dagegen ist die Zahl der in Flensburg registrierten Geschwindigkeitsverstöße im Vergleich zu den drei Jahren zuvor aber sogar rückläufig. Ebenso die allgemeine Zahl der Ordnungswidrigkeiten. Auch Handyverstöße nahmen mit 127.000 im Vergleich zu 2018 um 10.000 Fälle ab.

26.000 fleißige Punkte-Sammler

Für das Jahr 2018 wird auch ausgewiesen, wie viele Fahrer besonders fleißig Punkte pro Verstoß gesammelt haben. 26.000 brachten es auf drei Punkte, 98.000 Fahrer holten sich zwei Punkte ab und 920.000 Verkehrssünder kamen mit einem Punkt davon.

Weniger Führerscheine entzogen

1.073 Menschen aus NRW erreichten im vergangenen Jahr so viele Punkte, dass sie den Führerschein abgeben mussten. Tendenziell weniger als in den Jahren zuvor.

Der Bundestagsabgeordnete Bernd Reuther (FDP) setzt die Zahlen in Verbindung mit der aktuellen Debatte um einen neuen Bußgeldkatalog: "Es ist begrüßenswert, dass die Zahlen bei Führerscheinentzug, Fahrverboten und Ordnungswidrigkeiten tendenziell leicht rückläufig sind", so Reuther: "Anlass für härtere Strafen gibt es daher nicht."

Stand: 18.10.2020, 14:49

Aktuelle TV-Sendungen