Stabstelle Kindesmissbrauch nimmt Arbeit auf

26.02.2019, Herbert Reul wartet auf den Beginn der Sitzung.

Stabstelle Kindesmissbrauch nimmt Arbeit auf

  • Dreiköpfige Stabstelle nimmt Arbeit auf
  • Gruppe ist Innenminister Reul unterstellt
  • Reul will Bekämpfung professionalisieren

Nach dem Missbrauchsfall von Lügde hat am Mittwoch (24.04.2019) im NRW-Innenministerium die neue Stabstelle Kindesmissbrauch ihre Arbeit aufgenommen. Nach Angaben eines Sprechers ist die Gruppe um Kriminaldirektor Ingo Wünsch direkt Innenminister Herbert Reul (CDU) unterstellt. Wünsch war zuletzt als Sonderermittler bei der Kreispolizei in Lippe eingesetzt und sollte dort nach verschwundenen Datenträgern suchen.

Reul hatte bereits im Februar angekündigt, die Bekämpfung von Kindesmissbrauch professionalisieren zu wollen. Dabei soll der dreiköpfige Stab mit Wünsch an der Spitze strukturelle Defizite bei den Ermittlungen systematisch aufarbeiten und Vorschläge machen, wie Kinderpornografie und sexueller Missbrauch von Kindern effektiver bekämpft werden können.

Auf dem Campingplatz im lippischen Lügde sollen über Jahre mindestens 40 Kinder im Alter zwischen 4 und 13 Jahren missbraucht und dabei gefilmt worden sein. Drei Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft, gegen vier weitere Beschuldigte wird wegen des Besitzes von kinderpornografischem Material von dem Campingplatz oder Strafvereitelung ermittelt. Im Zuge der Ermittlungen war eine Reihe von Pannen bei der Polizei und in Jugendämtern bekannt geworden.

Der Missbrauchs- und Polizeiskandal von Lügde im Innenausschuss Aktuelle Stunde 26.02.2019 05:48 Min. UT Verfügbar bis 26.02.2020 WDR Von Sebastian Galle

Stand: 24.04.2019, 17:39

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