Spielplätze in NRW: Spielen wieder erlaubt

Kinder spielen auf einem Spielplatz Tischtennis

Spielplätze in NRW: Spielen wieder erlaubt

  • Spielplätze in NRW seit Donnerstag wieder offen
  • Abstands- und Hygieneregeln beachten
  • In vielen Städten kontrolliert das Ordnungsamt

Sieben Wochen lang durften Kinder die öffentlichen Spielplätze nicht mehr betreten. Seit Donnerstag (07.05.2020) sind alle Spielplätze in NRW wieder freigegeben. Allerdings gelten Abstands- und Hygieneregeln, die auch kontrolliert werden.

Neue Spielplatzregeln

Große Begeisterung im Dortmunder Süden: Als Mitarbeiter der Stadt am Donnerstagmorgen (07.05.2020) den Spielplatz "Am Pottenkamp" vom Flatterband befreiten, stürmten die ersten Kinder auf das Gelände. Ansammlungen sollen aber vermieden werden, deshalb haben die Städte die Spielplatzöffnungen vorbereitet und Hinweisschilder aufgehängt.

Spielplätze in NRW öffnen wieder

In Bochum bereiten städtische Mitarbeiter einen Spielplatz für die Wiedereröffnung vor

Die Stadt Dortmund appelliert zum Beispiel an die Eltern, darauf zu achten, den Mindestabstand von anderthalb Metern auf den 342 städtischen Spielplätzen einzuhalten, so Dortmunds Sozialdezernentin Daniela Schneckenburger. "Es wäre außerdem sehr, sehr wichtig, dass Eltern für sich auf den Mund-Nasen-Schutz achten, damit Spielplätze nicht zu Infektionsflächen werden."

Eigenverantwortung und Kontrollen

Auch die meisten anderen Städte in NRW setzen dabei erst einmal auf die Eigenverantwortung der Eltern. Als Rat gibt ihnen die Stadt Bielefeld mit, volle Spielplätze zu meiden und nach dem Spielen darauf zu achten, dass sich die Kinder gründlich die Hände waschen.

Ein Kind rutscht auf einer Rutsche

Rutschen ist wieder erlaubt

Andere Städte wie zum Beispiel Essen, Münster oder Hattingen wollen nicht nur Schilder aufstellen, sondern auch Mitarbeiter der Ordnungsämter kontrollieren lassen, ob die Regeln eingehalten werden.

Mehrere Städte gehen sogar noch weiter. Hamm und Hagen schicken Sozialarbeiter bzw. Mitarbeiter des Jugendamtes auf einzelne Spielplätze. "Diese Hotspots wurden regelmäßig von Jugendlichen genutzt, da gab es Trinkgelage und das wollen wir gar nicht erst aufkommen lassen", begründet Hamms Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann diese Maßnahme.

Nicht alles wird geöffnet

Zum Infektionsschutz bleiben in vielen Städten aber bestimmte Anlagen auf Spielplätzen weiter geschlossen, im Kreis Herford zum Beispiel Bolzplätze, Basketballfelder und Skateranlagen.

In Witten gilt das auch für Pumpen und Wasserspiele, weil sich dort erfahrungsgemäß die meisten Kinder aufhalten und einander besonders nahe kommen.

Spielplätze offen: Endlich wieder rutschen und toben!

In NRW sind die Spielplätze wieder geöffnet. Dank der verkündeten Lockerungen in der Corona-Krise durften Kinder wieder toben, schaukeln und rutschen.

Arbeiter auf einem Spielplatz in Dortmund-Loh

Zumindest etwas Alltag kehrt am Donnerstag (07.05.2020) in der Corona-Krise nach NRW zurück. Am Vormittag entfernen Mitarbeiter der Stadt den Sperrvermerk, der zu Beginn der Pandemie an den Spielplätzen im Land angebracht wurde.

Zumindest etwas Alltag kehrt am Donnerstag (07.05.2020) in der Corona-Krise nach NRW zurück. Am Vormittag entfernen Mitarbeiter der Stadt den Sperrvermerk, der zu Beginn der Pandemie an den Spielplätzen im Land angebracht wurde.

Die Kinder im Dortmunder Stadtteil Loh lassen sich nicht lange bitten und nehmen die Geräte in Beschlag. Und die Hände? Kontaktloses rutschen oder vom Ordnungsamt erwischt, weil die Abstandsregel nicht eingehalten wurde?

Natürlich nur Jubel über die wieder gewonnene Freiheit. Offiziell gilt weiter die Regel, 1,5 Meter Abstand einzuhalten. Die Städte appellieren hier vor allem an die Eltern.

Auf das Verantwortungsgefühl der Familien setzt auch Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) in Köln. Falls es zu voll werde, sollte man weiterziehen oder später wiederkommen, wenn das Gedränge nicht zu groß ist. Den Spielplatz darf zudem nur betreten, wer keine Symptome hat, die auf Covid-19 hindeuten.

Die Spielplätze sind nach sieben Wochen nun wieder auf. Rund 160.000 Viertklässler in NRW dürfen am Donnerstag wieder zu Schule, bevor am Montag (11.05.2020) die Klassen eins bis drei folgen sollen. Mediziner hatten zuvor kritisiert, dass es ein schwerer Eingriff in die Lebenswelt der Kinder sei, wenn diese monatelang nicht in die Kita oder Schule könnten, weder Freunde treffen noch auf Spielplätze gehen dürften.

Stand: 07.05.2020, 10:24

Aktuelle TV-Sendungen