Sozialbericht: Armutsrisiko in NRW sinkt, Altersarmut wächst

Symbolbild Altersarmut: Seniorin holt wenige Euromünzen aus einem Geldbeutel

Sozialbericht: Armutsrisiko in NRW sinkt, Altersarmut wächst

  • Arbeitsministerium präsentiert Sozialbericht 2018
  • Armutsrisiko in NRW sinkt nach Rekordhoch
  • Mehr ältere Menschen auf Sozialhilfe angewiesen

Die soziale Lage der Menschen in Nordrhein-Westfalen hat sich nach jüngsten Zahlen des Arbeitsministeriums erstmals seit Jahren in Kernbereichen verbessert. Nachdem das Armutsrisiko in NRW 2017 auf einen Höchststand geklettert war, ist es 2018 - erstmals seit 2012 - gegenüber dem Vorjahr gesunken. Das ergibt sich aus der Sozialberichterstattung 2018, wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag (22.11.2019) berichtet.

2017 noch auf Rekordniveau

Demnach waren im vergangenen Jahr 16,6 Prozent der Bevölkerung in NRW von relativer Einkommensarmut betroffen. Das heißt, sie hatten weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung. 2017 war die Quote mit 17,2 Prozent noch auf Rekordhöhe. Stark überdurchschnittlich betroffen sind Erwerbslose, Personen aus Geringqualifizierten-Haushalten, Alleinerziehende mit ihren Kindern und Ausländer.

Nach Daten des Statistischen Landesamts lag die Armutsrisikoschwelle in NRW 2018 bei 1.006 Euro netto im Monat für einen Ein-Personen-Haushalt und bei 2.112 Euro für einen Haushalt mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern.

Mehr Altersarmut

Als "Wermutstropfen" bezeichnete Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU) die wachsende Zahl von Menschen, die im Alter auf Sozialhilfe angewiesen sind. Die Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung stieg in NRW seit 2017 um rund 6.000 auf etwa 282.000.

Altersarmut – ein Massenproblem Servicezeit 19.09.2019 08:39 Min. UT Verfügbar bis 19.09.2020 WDR Von Carina Ebert

Stand: 22.11.2019, 10:53

Kommentare zum Thema

4 Kommentare

  • 4 Achim 22.11.2019, 16:13 Uhr

    Also alle die z.B. nur 1060 € alleine haben, fallen nicht unter diese Quote. Außerdem wird nicht berücksichtigt, wieviel Miete davon die jeweiligen Personen bezahlen müßen. Da spielt es wohl keine Rolle, ob sie 400 € oder 800 € monatlich bezahlen müssen. Hier wird nur eine scheiss Statistik erhoben, die z.B. einen Teil der HartzIV Bezieher (aus welchen Gründen auch immer) überhaupt nicht berücksichtigt. Auch für 400 € Jober oder Mindestlohnbezieher, klingt das irgendwie, wie Hohn. Die Hauptsache diese müssen nicht in der Statistik genannt werden. Solche Statistiken sind nicht am gesamt Einkommen fest zu machen, sondern an dem, was die Menschen z.B. überhaupt noch für Essen, Kleidung und Grundbedürfnissen ausgeben können. Das ist vielfach nicht mal 200 € im Monat.

  • 3 Rentner 22.11.2019, 14:38 Uhr

    Altersarmut wurde staatlich gefördert mit den Arbeits und Sozialgesetzen!

  • 2 Sharky 22.11.2019, 14:06 Uhr

    Traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast!

  • 1 Sabine 22.11.2019, 13:55 Uhr

    Wahrscheinlich, weil mehr auf der Straße leben und somit aus der Statistik fallen...

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