Gewitter in NRW: Neue Woche startet ruhiger als erwartet

Zwei Autos fahren während Starkregen und Gewitter über eine Straße

Gewitter in NRW: Neue Woche startet ruhiger als erwartet

Nach den Gewittern vom Wochenende hatten sich viele Feuerwehren auf weitere Unwetter zum Wochenenbeginn eingestellt. Doch Blitze, Starkregen und Sturmböen blieben weitgehend aus.

Nach den heftigen Gewittern am Wochenende ist NRW in der Nacht zu Montag weitgehend von Unwettern verschont geblieben. Zwar zogen einige Starkregenfelder in den Westen. Die Gewitterfront über Hessen wanderte aber in Richtung Ostsee und streifte NRW nur. So blieben Blitz, Hagel und Sturm aus.

Allerdings kam es örtlich wieder zu veritablen Wolkenbrüchen, wie beispielsweise in Krefeld. Dort fielen zwischen 4 und 5 Uhr morgens mehr als 19 Liter Regen pro Quadratmeter. Diese Regenmenge entspricht etwa knapp einem Viertel der durchschnittlichen Regenmenge für den gesamten Juni.

Abkühlung erst ab Dienstag erwartet

Entlang des Rheins, im Münster- und Mindener Land soll es am Montag ab den Mittagsstunden aber trockener werden. Der Rest des Tages wird wechselhaft - und nicht mehr ganz so warm: Die Temperaturen klettern nur noch auf bis zu 24 Grad.

Mehr Abkühlung gibt es ab Dienstag: Dann wird es nicht wärmer als 18 bis 21 Grad. Trotz bedeckten Himmels bleibt es aber trocken. Für Mittwoch sehen die Aussichten ähnlich aus.

Unwetter-Schäden in NRW: Viele Einsätze für die Feuerwehr

In der U-Bahnstation Geldernstr. sind keine Gleise mehr im Fahrbett zu erkennne, das Wasser steht zu hoch.

Die Gewitter in der Nacht zu Sonntag haben Spuren in NRW hinterlassen. Allein in Köln hat die Feuerwehr nach eigenen Angaben bis zum Morgen "244 witterungsbedingte Einsätze bewältigt". Meistens habe es sich um Wasserschäden gehandelt, die durch Kanalrückstau verursacht worden seien. In Köln war eine U-Bahnstation überflutet. Die Verkehrsbetriebe stellten in der Nacht ihren ganzen Betrieb ein. Außerdem blieb ein Autofahrer in einem überfluteten Tunnel stecken.

In Krefeld wurde ein Beifahrer bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt, als ein Auto bei Aquaplaning gegen einen Ampelmast krachte. In Schalksmühle im Märkischen Kreis geriet ein Dachstuhl in Brand - mutmaßlich nach einem Blitzeinschlag. Nach WDR-Informationen konnten sich die Bewohner ins Freie bringen.

Unwetter in NRW: Heftige Blitze und viele Schäden

Die mächtigen Gewitter haben in NRW in der Nacht zu Sonntag nicht nur den Himmel erleuchten lassen, sondern auch für zahlreiche Schäden gesorgt. Ein Rückblick in Bildern.

Blitze erhellen den Nachthimmel

Blitze erhellen den Nachthimmel über der Burg Altena im Märkischen Kreis.

Blitze erhellen den Nachthimmel über der Burg Altena im Märkischen Kreis.

Starkregen gab es zum Beispiel in Düsseldorf. Manch Autofahrer ließ sich davon nicht abschrecken.

In Düsseldorf hellt ein Blitz den Himmel zwischen einer Oberleitung einer Straßenbahn und einer Haltestelle auf.

Im Siegerland in Hilchenbach Müsen räumt die Feuerwehr nach dem Gewitter einen Baum weg.

Vielerorts muss die Feuerwehr Keller auspumpen - auch im Siegerland in Kreuztal-Buschhütten.

In Schalksmühle im Märkischen Kreis geriet ein Dachstuhl in Brand - mutmaßlich nach einem Blitzeinschlag.

In Köln blieb ein Auto in einem überschwemmten Tunnel stecken.

Auch eine Kölner U-Bahnstation war überschwemmt.

Manchmal auch einfach nur malerisch: Blitze über Essen.

Das Unwetter hinterließ nicht nur in NRW Spuren. In Rheinland-Pfalz zum Beispiel stand nach einer Flutwelle eine Straße komplett unter Schlamm.

In Attendorn im Sauerland filmte eine Twitter-Userin die heftigen Blitze:

Dieses Element beinhaltet Daten von Twitter. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Den Gewitter-Nachthimmel in Köln hielt unter anderem Twitter-Userin Lilly Putt in einem Foto fest:

Dieses Element beinhaltet Daten von Twitter. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Fast 50 Liter Regen pro Quadratmeter

"Die größte Regenmenge innerhalb einer Stunde meldete Wipperfürth im Oberbergischen Kreis mit 65,8 Litern", sagt WDR-Meteorologe Jürgen Vogt.

Die stärksten Windböen seien in Sankt Augustin gemessen worden - mit 91 Kilometern pro Stunde, das entspricht Windstärke 10 - und in Neuenrade im Märkischen Kreis mit 85 Kilometern pro Stunde beziehungsweise Windstärke 9.

Stand: 21.06.2021, 10:15

Weitere Themen

Aktuelle TV-Sendungen