Alte Sirenen in NRW wieder funktionsfähig gemacht

Sirene auf Dachfirst, darüber Greifvogel

Alte Sirenen in NRW wieder funktionsfähig gemacht

Von Palina Milling

  • Kommunen knüpfen neues Netz von Warnanlagen
  • Landesweit 20 Millionen vom Innenministerium
  • Sirenen ergänzen Warn-App

Die Bürger sollen schneller über Gefahren informiert werden. Mit Fördermitteln des Landes schaffen deshalb viele Städte und Gemeinden stationäre und mobile Sirenen an – oder bringen die alten Sirenen wieder in Ordnung. Viele Kommunen hatten die Sirenen nach dem Ende des Kalten Krieges abgebaut.

Reaktivierung in Südwestfalen

Die Stadt Netphen hat bereits 25 stationäre Sirenen reaktiviert oder neu aufgestellt. In Medebach werden bis Ende des Jahres zwölf Sirenen in Betrieb genommen. In der Flächenkommune Schmallenberg sind noch 30 alte Sirenen erhalten. In Siegen sind es 19.

In der Stadt Olpe waren die Sirenen immer in Betrieb. Mit den Landesmitteln hat die Stadt aber zusätzliche Sirenen und eine neue mobile Warnanlage gekauft, wie der WDR am Freitag (02.11.2018) berichtet.

Stationär oder mobil?

Für ihre kleineren Ortschaften können die Kommunen Sirenenfahrzeuge anschaffen. Jede Gemeinde entscheidet selbst zwischen stationären Sirenen und Sirenenfahrzeugen.

20 Millionen Euro verteilt das Innenministerium über mehrere Jahre in NRW, damit bei Naturkatastrophen, Extremwetterlagen, großen Feuern oder Schadstoffwolken überall die Sirenen zu hören sind. Der Alarm ertönt jeweils eine Minute lang.

Am 6. September 2018 hatte der erste landesweite Warntag stattgefunden. Dabei waren neben der App NINA und Lautsprecherdurchsagen auch die Sirenen im Einsatz. Und es stellte sich heraus, dass sie vielerorts nicht zu hören waren - weil defekt oder zu weit entfernt.

Stand: 02.11.2018, 07:17

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