Feuerwerksverkauf beginnt auch in NRW

Pro und Contra zu Feuerwerk Aktuelle Stunde 27.12.2018 03:23 Min. Verfügbar bis 27.12.2019 WDR Von Meike Hendriksen

Feuerwerksverkauf beginnt auch in NRW

  • Feuerwerksverkauf ab Freitag auch in NRW
  • Umsätze in dreistelliger Millionenhöhe erwartet
  • Umfrage: Mehrheit für Böllerverbot in Innenstädten

Silvesterböller dürfen zwar nur am 31. Dezember und am 1. Januar eines Jahres gezündet werden. Das hinderte jedoch Viele nicht daran, sich möglichst früh mit Feuerwerkskörpern einzudecken.

Junge sitzt auf Schultern eines Erwachsenen und betrachtet Feuerwerk

Probe-Böllern in Recklinghausen

Freitagnacht, Schlag Mitternacht: Startpunkt für den Lagerverkauf bei einem Unternehmen für Feuerwerkskörper in Grevenbroich. Dort wurde es aber schon ab 19.30 Uhr laut, weil das ganze Programm an Raketen und Böllern abgefeuert wurde - sozusagen als Appetitmacher für die Kundschaft.

Auf den Wow-Effekt setzten auch die Verkäufer in Recklinghausen, wo der Himmel schon am Abend taghell erglühte. Tausende von Kunden wurden in Eitorf erwartet, die sich einen Platz in der Schlange sichern wollen. Dort beginnt der Werksverkauf um 6 Uhr am Freitag.

2016 und 2017 machte die Feuerwerk-Industrie in Deutschland laut dem Verband der Pyrotechnischen Industrie (VPI) an Silvester einen Umsatz von jeweils 137 Millionen Euro. "Wir hoffen, dass wir dieses Niveau 2018 wieder erreichen", sagte VPI-Verbandsgeschäftsführer Klaus Gotzen am Donnerstag dem WDR.

Gesundheitsminister warnt vor illegalen Böllern

Werksverkauf bei WECO Feuerwerk in Eitorf

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann warnte davor, illegales Feuerwerk aus fragwürdigen Quellen oder im Internet zu kaufen: "Vermeintlich billige Raketen oder Chinaböller können Sie teuer zu stehen kommen. Achten Sie deshalb der eigenen Sicherheit zuliebe darauf, nur zugelassenes Feuerwerk zu kaufen", sagte er in einer Mitteilung am Donnerstag.

Silvester ohne Böllerei? WDR aktuell 27.12.2018 03:14 Min. Verfügbar bis 27.12.2019 WDR Von Jan Hofer

Umfrage: Deutsche für Böllerverbote in Innenstädten

Eine Mehrheit der Bundesbürger wünscht sich einer Online-Umfrage zufolge Feuerwerksverbote in deutschen Innenstädten. Fast 60 Prozent von mehr als 5.000 Befragten sprachen sich für einen solchen Böller-Bann aus, wie das Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag der Funke-Mediengruppe herausfand.

Mehrere Städte in NRW haben ein Böllerverbot für zentrale Bereiche ausgesprochen. Ein solches gilt zum Beispiel rund um den Kölner Dom und in der Düsseldorfer Altstadt.

Auch in Bielefeld und Dortmund dürfen in bestimmten Zonen der Innenstadt keine Böller und Raketen gezündet werden. In der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen sowie besonders von brandempfindlichen Gebäuden ist Böllern generell verboten.

Feinstaubbelastung in der Silvesternacht

Laut Umweltbundesamt werden jedes Jahr an Silvester rund 4.500 Tonnen Feinstaub durch Böller freigesetzt. Dies entspräche etwa 15,5 Prozent der jährlich im Straßenverkehr freigesetzten Menge und 2,25 Prozent aller Emissionen.

Der Verband der Pyrotechnischen Industrie verweist dagegen darauf, dass die Belastung nach ein bis drei Stunden abgeklungen sei. Zudem seien die Abbrandprodukte von Feuerwerken wesentlich weniger giftig als die im Verkehr erzeugten.

Stand: 27.12.2018, 17:03

Kommentare zum Thema

15 Kommentare

  • 15 Bruns 29.12.2018, 00:47 Uhr

    Ich denke, so langsam werden alle bescheuert. Der Wahnsinn geht um. Wie kann man ernsthaft so eine Scheiße senden - Hilfe, der Feinstaub kommt! Seid ihr alle vom Fernsehen von den Grünen gekauft oder seid ihr einfach nur deratig naiv? Oder seid ihr zur Angstmache aufgestellt und inquisitorisch erwählt? Was ist hier in diesem Lande los? Zum Glück wird jeder Dieselfahrer einfach weiterfahren und die Gelben Westen sind nicht mehr fern in diesem unsäglich grünen Talliban-Regime.

  • 14 Dr. Elisabeth Rolffs 28.12.2018, 19:29 Uhr

    Im Severinsviertel wird ab Verkauf der Feuerwerkskörper geböllert - ein Spaß für wenige, meist jugendliche Bewohner... Eine Plage für ängstliche Haustiere sowie deren Besitzer... Konsequenzen werden zu Recht gar nicht erst befürchtet... Meine Konsequenz: ich verlasse die Kölner Innenstadt.

  • 13 Horst Necker 28.12.2018, 15:33 Uhr

    Es ist eine nette Tradition, die bleiben sollte. Gegen in Deutschland nicht zugelassenen Böller sollte man schon vorgehen aber normales, nicht übertriebenes Feuerwerk geht in Ordnung. Irgendwie muss man ja die "bösen Geister" vertreiben. Die Randalierer sind sicher ein Problem, die Ursachen findet man aber nicht in der Tradition selbst. Die Kölner Silvesternacht ist ein Thema für sich aber auch da findet man die Ursachen an anderer Stelle.

  • 12 Elias 28.12.2018, 12:54 Uhr

    Man muss doch nicht immer alles verbieten, was Spaß macht.

    Antworten (1)
    • Cornelius Heufer Ömmelbömmel 28.12.2018, 14:49 Uhr

      Hallo Sehr geehrter Herr Elias, ihre Aussage enthält viel wahres, muss aber noch etwas weitergefasst werden. Man sollte nicht immer alles verbieten was Spaß macht man sollte auch Dinge die keinen Spaß machen nicht unbedingt verbieten. Es braucht hier und da Beschränkungen und Verbote aber man sollte da stets bedacht und angemessen mit arbeiten. Das Gesetz muss schon für alle der Handlungsrahmen sein, und dann bitte bei jedem auch ne Toleranz. Mit Verboten und vorallem wenn man es da übertreibt, sorgt man nicht für stabile Verhältnisse und Ordnung sondern zersetzt und destabilisiert langfristig eine Gesellschaft.

  • 11 Ein Verbot von Feuerwerk in geschlossenen Ortschaften ist schon lange überfällig 28.12.2018, 09:43 Uhr

    Wer hält sich denn schon an das Verbot, in der Nähe von Fachwerkhäusern kein Feuerwerk abzubrennen? Viele von den "Freizeit-Pyromanen"; dann auch noch sturzbesoffen... Wer denkt denn z.B. an die Tiere - nicht nur Haustiere - wenn man diesem (Un)-Brauchtum nachgeht? Viele Unfälle wären vermeidbar. Vorschlag: Wenn jemand diesem gelebten Unfug fröhnen möchte, dann sollen die Komunen sichere Plätze, weitab von Ortschaften und Wäldern für diesen Quatsch ausweisen, an denen die Unverbesserlichen unter fachlicher Aufsicht diesem unsinnigenn Treiben nachgehen können - mit anschlie0endem , gemeinschaftlichen Aufräumen und Saubermachen.

  • 10 Steven mock 28.12.2018, 06:30 Uhr

    Das schöne Geld, was in die Luft gejagd wird. Da sagt man immer, man hat kein Geld, aber für Feuerwerk ist Geld da?

  • 9 llana meier 28.12.2018, 06:28 Uhr

    das geld was verpulvert wird durch Feuerwerk sollte man lieber anders investieren. Mal wird von Umwelt gesprochen, dann darf geknallt und geballert werden. Widersprüche

  • 8 MK B 28.12.2018, 01:38 Uhr

    Super -mal wieder ein Standard-Betroffenheits-Bericht vom gleichen WDR, der sonst mit allen Finessen die Kölner Lichter feiert und überträgt. Typischer Spassverderber Journalismus. Hauptsache Mutti bringt die Kleinen jeden Morgen mit ihrem SUV sicher in die Vorschule... . Feuerwerk ist Lebensfreude und sollte nicht immer die verbale Denunzierung erfahren als Böller bezeichnet zu werden. Feuerwerk ist buntes choreographiertes Licht am dunklen Himmel, was gleichermassen Vergnügen bereitet und eine Metapher zur Vergänglichkeit symbolisiert.

  • 7 Lebensfreude 27.12.2018, 23:38 Uhr

    In Zeiten von zunehmender Intoleranz, einer zunehmenden Verbotskultur, ausbreitender Lactoseintoleranz, einem wachsenden Veganismus und Vegetarismus, einer immer weiter verbreitenden Belehrungs und Umerziehungskultur, in Zeiten des Genderns und Influencen, da ist es wichtig das man auch zumindest mal an einem Tag auch einfach mal der Lebensfreude Raum gibt. Natürlich sollte man alle pyrotechnischen Gegenstände sachgemäß verwenden und nur zugelassene Feuerwerkskörper verwenden und allgemein die Gesetze beachten. Zugelassenes Feuerwerk ist bei korrekter und legaler Verwendung nicht wirklich gefährlich sondern es kann viel Freude und ein besonderes Flair erzeugen. Allen Viel Spaß mit Feuerwerk

  • 6 Tim B. 27.12.2018, 23:07 Uhr

    Eine Mehrheit der Bundesbürger - Bei 60% von 5.000 Befragten... ?! Bei sowas denkt man doch echt, dass man das Verbot einem aufzwingen will. Wenn man ein Verbot fordert, dann bitte mit überzeugenden Fakten und Argumenten. Und nicht mit solchen, die sich "Umwelt-Schützern" aus den Fingern ziehen und mit fehlerhaften Aussagen und Vermutungen behafetet sind.

  • 5 Horst 27.12.2018, 21:04 Uhr

    Wen interessiert schon das Feuerwerk?

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