Silvesternacht: Weniger Einsätze, mehr Verletzte

Silvesternacht: Weniger Einsätze, mehr Verletzte

  • Vorläufige Bilanz: Polizei 3.500-mal alarmiert
  • 294 Verletzte in Silvesternacht
  • Zwei Essener nach Zündelei in Lebensgefahr

Die Menschen in NRW haben den Jahreswechsel mit viel Feuerwerk begrüßt. In den Innenstädten von Köln, Düsseldorf, Dortmund, Bielefeld und Essen waren die Partymeilen nach Aussage der Einsatzkräfte gut gefüllt. Die Polizei war im ganzen Land mit rund 5.500 Beamten im Einsatz - mehr als doppelt so viele wie an einem normalen Wochenende.

Die vorläufige Silvesterbilanz der Polizei fällt positiv aus. Bis 6 Uhr am Dienstagmorgen seien Beamte zu 3.500 Einsätzen gerufen worden, im Vorjahr waren es rund 4.300. Dies teilte das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste NRW am Dienstagmorgen (01.01.2019) mit.

Großeinsatz "Auf dem Kölnberg"

In Köln gab es einen Großeinsatz der Polizei, als sich in der Nähe eines Balkonbrandes, zu der die Feuerwehr ausrücken musste, "Auf dem Kölnberg" eine Massenschlägerei entwickelte. Personen von zwei privaten Silvesterfeiern waren nach Polizeiangaben aneinandergeraten. Eine Einsatzhundertschaft kam zum Einsatz, um die Situation zu entschärfen.

Eine der an der Schlägerei beteiligten Personen wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Zudem wurde ein Beamter beim Einsatz von Pfefferspray leicht verletzt.

Köln begrüßt den Jahreswechsel

Mit einem prächtigen Feuerwerk haben die Kölner ins neue Jahr gefeiert - Impressionen aus der Domstadt.

Feuerwerk in Köln 2019

Einsatzkräfte der Polizei sorgen für Disziplin vor dem Dom. Dort war das Böllern in diesem Jahr nicht erlaubt.

Einsatzkräfte der Polizei sorgen für Disziplin vor dem Dom. Dort war das Böllern in diesem Jahr nicht erlaubt.

Tausende hatten sich am Rhein versammelt: Hier gab es den besten Blick aufs Feuerwerk.

Die Kölner hatten Glück. Um Mitternacht blieb es in der Domstadt trocken.

Erst gegen ein Uhr morgens wurde es am Himmel über der größten Stadt von NRW wieder ruhiger.

Weniger Körperverletzungsdelikte

Die bis dato bekannten Zahlen zeugen trotzdem von einer eher friedlichen Silvesternacht. So gab es unter anderem weniger gefährliche Körperverletzungsdelikte (161/172) als im Vorjahr, weniger Anzeigen wegen Sexualdelikten inklusive Beleidigung auf sexueller Basis (33/41), weniger vorläufige Festnahmen nach Straftaten (22/31) sowie Ingewahrsamnahmen (262/290). Platzverweise habe die NRW-Polizei landesweit 1.257-mal ausgesprochen (Vorjahr 1.489).

Allerdings gab es deutlich mehr Verletzte als im Vorjahr. So wurden neben 38 Polizisten (Vorjahr 25) auch 256 Personen (Vorjahr 234) verletzt. Laut vorläufiger Polizei-Bilanz sind darunter auch acht schwerverletzte Personen.

LKA muss Feuerwerkskörper entschärfen

In Essen etwa erlitten zwei Männer beim Zünden von selbstgebauten Feuerwerkskörpern lebensgefährliche Verletzungen. Rettungskräfte brachten die 31 und 33 Jahre alten Männer ins Krankenhaus. Laut Polizei hatten sie die Feuerwerkskörper in mehreren Koffern auf einen Schulhof transportiert. Die Polizei sperrte den Hof ab und forderte Entschärfer des Landeskriminalamtes an, um das explosive Material unschädlich zu machen.

40 Autos in Mönchengladbach beschädigt

Im Mönchengladbacher Ortsteil Giesenkirchen wurden bei rund 40 parkenden Autos die Scheiben eingeschlagen. Nach Auskunft der Polizei wurde nichts gestohlen. Man suche aber nach Zeugen, hieß es, da von den Tätern bislang jede Spur fehle.

Stand: 01.01.2019, 12:41

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