Die Samstagskolumne: Ralph Sina

KOLUMNE

2022: Das neue Jahr muss Fortschritt bringen - und die Energiewende

Stand: 02.01.2022, 09:34 Uhr

Es muss endlich voran gehen im Jahr 2022. Mit der Bewältigung der Corona-Pandemie - aber vor allem auch mit der Energiewende. Besonders die neue Ampel-Regierung steht da in der Verantwortung und muss ihr Fortschritts-Versprechen nun einlösen.

Von Ralph Sina

Dieses Gefühl hatte ich noch nie: Es kommt mir vor, als sei die Zeit abgeschafft! Als gebe es gar kein Neujahr, sondern nur noch ein "Jahr ein - Jahr aus". Keine größeren Silvesterfeten, keine Böllerei, keine Zäsur: Das neue Jahr wirkt irgendwie vertraut und alt, obwohl es doch gerade erst begonnen hat. Statt der Vorfreude auf das Neue und Unbekannte triumphiert das Déjà-vu.

Frühling, Sommer, Herbst und Winter unterscheiden sich mittlerweile in meiner Wahrnehmung vor allem durch unterschiedliche "Pegelstände". Ich freue mich im Frühling auf die sommerliche Inzidenz-Ebbe und fürchte im Sommer bereits die winterliche Inzidenz-Flut.

An diesem Neujahr wirkt es fast so, als kämen wir aus dieser grässlichen Zeitschleife nicht mehr heraus. Als würde die Zeit stillstehen.

Immerhin: Die Forschung kommt voran

Dabei gibt es sehr spannende, positive Nachrichten aus der mRNA-Forschung: Dank dieser revolutionären Technik, welche die Corona-Impfstoffe von Biontech und Moderna möglich machte, könnte es nämlich bald auch Impfstoffe gegen Karzinome geben!

"Boostern gegen Darmkrebs" - klingt noch merkwürdig. Aber die Ruhr-Uni-Bochum arbeitet mit den Mainzer Biontech-Forschern bereits an einer internationalen Studie für einen solchen Darmkrebs-Impfstoff.

Das zeigt: Wir kommen doch voran. Wir stecken nicht in einer Zeitschleife. Und 2022 kann durchaus auch in anderen Bereichen ein Jahr wichtiger Fortschritte werden.

"Mehr Fortschritt wagen"

Auch die Ampel in Berlin hat sich "Fortschritt" auf die Fahnen geschrieben - und in ihren 177-seitigen Koalitionsvertrag. Das Ziel ist klar: Deutschland soll Exportmeister bleiben. Gleichzeitig soll die viertgrößte Industrienation der Welt "Klima-Vorreiter" werden. Sozusagen die erste ökologische Marktwirtschaft, die diesen Namen verdient. Aber wie kann das gelingen?

Dieses Element beinhaltet Daten von Instagram. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Energiewende mit Atomstrom aus Frankreich?

Die Kernfrage lautet für mich: Können wir ohne Atomstrom klimaneutral werden? Die Bundesrepublik agiert in dieser Frage schizophren: Bis Ende dieses Jahres sollen zwar alle deutschen Kernkraftwerke abgeschaltet werden. Bisher hatte die Regierung aber keine Hemmungen, Atomstrom aus Frankreich zu importieren. Allein im Jahr 2020 wurden insgesamt 14 Milliarden Kilowattstunden aus französischen AKW in das deutsche Netz eingespeist.

Die EU und Deutschland hätten nur durch Strom aus Atomkraftwerken die Chance klimaneutral zu werden, sagt ein Mann, der mir in Brüssel als einer der profiliertesten und klügsten EU-Kommissare aufgefallen ist: Binnenmarkt-Kommissar Thierry Breton. Er wirft der Ampel in Berlin Verlogenheit und Heuchelei vor, wenn sie behaupte Klimaneutralität ohne Kernenergie erreichen zu können.

Und ich gebe ihm Recht, wie soll das gehen? Durch mehr Windkraft? Auf die können sich weder Privathaushalte noch Industrie verlassen.

Nehmen wir das Beispiel des vergangenen Frühjahres '21: Es war schlicht und einfach windarm. Die Folge: ein Drittel weniger Strom kam aus Windkraft. Es dominierten die konventionellen Energieträger Kohle, Gas und Kernenergie.

Energiewende gibt es nur mit Übergangstechnologie

Fakt ist: Die Bundesrepublik braucht Energie, die zu jeder Uhrzeit und bei jedem Wetter verlässlich zur Verfügung steht. Und das heißt für mich im Klartext: Wenn wir von französischem Atomstrom unabhängiger werden wollen, müssen wir in diesem Jahr beginnen, neue Gaskraftwerke zu bauen.

Im Koalitionsvertrag steht klipp und klar, dass Erdgas für eine Übergangszeit unverzichtbar ist. Wir befinden uns in dieser Übergangszeit: Raus aus Kohle und Atom - hin zu einhundert Prozent erneuerbaren Energien. Doch wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht, haben wir ein Problem. Es gibt noch keine Batterien, die ausreichend grüne Energie speichern, um den Wirtschaftsstandort Deutschland über längere Phasen ohne Wind und Sonne arbeitsfähig zu halten.

Es reicht nicht, wenn Bundeswirtschaftsminister Habeck und Bundesumweltministerin Lemke auf das alte Mantra "Atomkraft? Nein danke!" pochen. 

Viel mehr Windräder nötig...

Gleichzeitig müssen regenerative Energien in Rekordzeit ausgebaut werden. "Das viertgrößte Industrieland wird seine Stromerzeugung bis 2030 zu 80% auf Erneuerbare umstellen", kündigt das Wirtschafts- und Klimaschutzministerium vollmundig an.  

Dieses Element beinhaltet Daten von Twitter. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Rotmilan sitzt auf einem Baumstamm

Der Rotmilan

Damit dies gelingt, müssten in Deutschland ab sofort 37 Windräder pro Woche gebaut werden. Ich bin sehr gespannt, wie das funktionieren soll - ohne den Artenschutz mit Füßen zu treten! Schließlich können wir in der Epoche des größten Artensterbens seit dem Ende der Dinosaurier nicht hinnehmen, dass Zehntausende Rotmilane jedes Jahr durch die Rotorblätter von Windrädern getötet werden. Oder doch?

...und E-Ladestationen

Die schöne neue Welt, in der Arten- und Klimaschutz konfliktfrei versöhnt werden und in der Wind und Sonne unseren Energiebedarf decken, existiert bisher nur im Koalitionsvertrag der Ampel.

Deshalb muss das Trio Scholz-Habeck-Lindner jetzt den Weg Richtung "Klimaneutralität" freigeben. Und dafür sorgen, dass jede Woche 2200 neue Ladepunkte für E-Autos entstehen. Eine Million solcher Elektro-"Zapfsäulen" kündigt der Koalitionsvertrag bis 2030 an.

Ich will in diesem Frühjahr wenigstens eine davon in meiner Nachbarschaft sehen. Bisher steht nämlich in der Hälfte aller deutschen Gemeinden keine einzige öffentliche Ladesäule für E-Autos. Da hilft es mir auch herzlich wenig, dass E-Autos dank staatlicher Prämien mittlerweile nicht teurer sind als Benzin- und Diesel-PKW.

Die Fortschritts-Bilanz folgt Ende 2022

Ich bin mal gespannt, was sich bis Ende des Jahres alles getan hat. Wie viele neue Gaskraftwerke im Bau sind und wie viel Atomstrom Frankreich uns weiterhin liefert. Und wie viele neue Windkraftanlagen und Ladestationen für E-Autos es gibt. 

Mit anderen Worten: Wie viel Fortschritt die Ampel tatsächlich wagt. Deutschland werde sein Antlitz verändern, kündigte Vizekanzler Habeck an. Mal sehen ob ich es in zwölf Monaten noch wiedererkenne.

2022 wird in jedem Fall ein sehr spannendes Jahr.

Was hat aus Ihrer Sicht absoluten Vorrang in diesem Jahr? Sind es Ladepunkte für E-Autos, Windräder oder Gaskraftwerke? Oder finden Sie vielleicht sogar, dass die neue Regierung vor der Energiewende noch viel dringendere Dinge anpacken sollte? Was muss 2022 besser werden? Lassen Sie uns gerne darüber diskutieren - hier in den Kommentaren oder auf Social Media.

Ihnen gefällt die SamstagsKOLUMNE und Sie möchten keine Folge mehr verpassen? Dann können Sie die Kolumne ganz einfach in der App unter "Meine Themen" abonnieren. Dafür müssen Sie nur die Nachrichten-Kategorie "Kolumne" auswählen.

Screenshots von "Wir wollen Eure Themen (links)", "Kolumne", Themen abonnieren (rechts)

Kommentare zum Thema

22 Kommentare

  • 22 Michael 07.01.2022, 09:25 Uhr

    Zum Thema manchmal scheint keine Sonne und weht kein Wind: Dann in Zeiten wenn das der Fall ist speichern. Und nicht mit Akkus, sondern mit Pumpspeicherwerken wo gewöhnliches Wasser vom unteren Becken ins obere gepumpt wird, bzw. beim runter fließen lassen Strom erzeugt wird. Und wo es keine Berge gibt wo man das machen kann, da halt einen Turm bauen. Hochhäuser gibt es auch genug und früher gab's auch Wassertürme. Und E-Autos mit Akku sind auch nicht der Bringer, besonders wegen Litium-Abbau zu Lasten der Entwicklungsländer. Daher lieber Stromschiene (Rille in der Straße) in die Straße, ähnlich wie beim O-Bus nur halt unten und für Spurwechsel und Grundstückseinfahrt wo keine Stromschiene vorhanden ist Wasserstoffantrieb, der mit Ökostrom hergestellt wurde. Mag bei der Herstellung noch Verlust geben, aber wenn's 100% Ökostrom ist, tut das der Natur nicht weh. Und der Wirtschaft nur so lange, bis die Entwicklung weiter ist.

  • 21 Frank Druhm 02.01.2022, 16:40 Uhr

    Sehr geehrter Herr Sina. Ich danke Ihnen für Ihren heutzutage mutigen Kommentar. Ich gehe in der Argumentation mit Ihnen, denn Ziele sind das Eine und eine klare Lagebeurteilung das Andere. Wer für reale Hindernisse blind oder taub sein will, wird nur Unglück erzeugen. Erzieherische Gewalt wird die Menschen, die letztlich die Handelnden, die Träger und Promoter der ökologischen Veränderung sein werden, ins Abseits und in die Opposition führen. Und das wäre fürchterlich, weil die richtigen strategischen Ziele durch taktische Fehler auf der Grundlage ideologischer Engstirnigkeit in Vergessenheit geraten werden. Eine sehr scharfe Kritik an den lauten Äußerungen der Ampelregierung könnte feststellen, die Vorstellung einer moralischen Überlegenheit leitet das politische Denken unserer Regierung. Und das ist gefährlich, könnte als Hochmut verstanden werden. Denn die kommt vor dem Fall.

  • 20 Dr. Hans Albert Kirchhofe 02.01.2022, 14:53 Uhr

    Atomenergie, nein danke: Zu teuer, zu riskant, nicht nachhaltig!

  • 19 Norbert Klose 02.01.2022, 10:18 Uhr

    Eines Tages werden wir keine fossilen Brennstoffe und auch keinen Atomstrom mehr haben. Wir haben dann nur noch grünen Strom. Strom kann man allerdings nur am Ort der Herstellung nutzten und das ist weit weg vom Gebrauchsort. Die Energie des erzeugten Stroms muss daher gespeichert und transportfähig gemacht werden und das geht nur, wenn man aus Strom Wasserstoff(produkte) herstellt. Wir werden zukünftig eine klimaneutrale Wasserstoffwirtschaft weltweit haben müssen. Wollen wir zur Klimarettung beitragen, müssen wir bei uns jetzt schon diese Wasserstofftechnologie ausbauen. Wir müssen weltweit die Wasserstoffproduktion fördern, indem bei uns eine starke Nachfrage nach Wasserstoff geschaffen wird z.B. Wasserstoffkraftwerke, LKW oder PKW mit Wasserstoffantrieb usw. Das E-Auto behindert die Entwicklung der Wasserstofftechnologie, indem es viel Geld bindet, und gleichzeitig die Verwendung fossiler Brennstoffe in vielen Bereichen notwendig macht. So gesehen ist das E-Auto ein Klimakiller.

  • 18 Paul Ehrlicher 02.01.2022, 09:43 Uhr

    Wie bekloppt ist es, das Land mit neuen, ich hörte mal eine Zahl um ein AKW zu ersetzen braucht man 1000 Windräder , allein schon der Landschaftsverbrauch und die Vergewaltigung der Landschaft/Natur und der Rohstoff-Verbrauch-Kupfer/Herstellung von Beton-sehr viel CO2 usw. ist daß alles ein guter Weg für unser Land. Niemals und ich hoffe, daß die Bevölkerung sich nicht von den Grünen erpressen läßt, dieser Öko-Terror muß ein Ende haben.

    Antworten (1)
    • Dieter Buchholz 03.01.2022, 19:01 Uhr

      Nur so zu Info am Rande: Alle Parteien in unserem Bundestag (ausser der AFD) haben in ihren Wahlprogrammen die Forderung nach Windkraftausbau und Photovoltaikausbau stehen, selbst die CDU, die ja jetzt in der Opposition ist. Jetzt den Grünen alleinig "Erpressung" und "Öko-Terror" vorzuwerfen, ist geradezu lächerlich. Außer sie sind Nichtwähler, dann ist ihnen ja sehr wahrscheinlich eh alles egal, oder AFD-Wähler, dann ist ihnen auf jeden Fall egal, wo in Zukunft der Strom herkommt, die haben sich dazu noch nicht mal Gedanken gemacht. Sie müssen mir jetzt nur noch erklären, wie sie das auch von Deutschland unterschriebene 1,5 Grad Ziel schaffen wollen......... Oder ist ihnen das auch egal?

  • 17 <sfs<g 02.01.2022, 09:30 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)

  • 16 w.buechel 02.01.2022, 09:28 Uhr

    energiewende hin ode her, wie wir in 10 Jahren 40 Prozent der abgeschaltete Energie ersetzen wollen wird von keinem politiker gesagt. dann kommt noch hinzu das wir den autoverkehr auch noch ans stromnetz bringen wollen. dabei wird auch nicht erwähnt wie dann die wegfallende mineralölsteuer ersetzt wird. wenn die energiewende durch abschaltungen der kraftwerke so realisiert wird ,wird deudschland zum armenhaus. der strompreis geht jetzt schon durch die decke!!!!!

  • 15 U. Littmann 01.01.2022, 19:33 Uhr

    Selten so ein Schwachsinn gelesen. Entweder hat Herr Sina keine Ahnung von elektrischer Energie und er verbreitet bewusst falsche Fakten. Oder er ist einfach Atomstrom-Fan Thierry Breton auf den Leim gegangen. Ein echter Fakt ist jedenfalls einfach unterschlagen worden. Auf der Seite der Bundesnetzagentur kann man nachlesen (https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/20210102_smard.html) "Grenzüberschreitender Stromhandel Deutschland war im Jahr 2020 erneut Netto-Stromexporteur mit insgesamt 18,9 TWh. Dabei machte der Export 52,5 TWh (2019: 59,4 TWh) und der Import 33,6 TWh (2019: 24,2 TWh) aus. Der Nettoexport ist im Vergleich zu 2019 (35,1 TWh) um 46,2 Prozent gesunken." Deutschland ist also trotz weniger Wind immer noch Strom Exporteur. Vor allem Frankreich mit rund 3/4 Anteil Atomstrom muss immer wieder Strom importieren. Ist halt unzuverlässig, der Atomstrom! Das einzig wirklich Nachhaltige am Atomstrom ist der Atommüll. Der hält mehrere Millionen Jahr

    Antworten (1)
    • Dieter Buchholz 02.01.2022, 10:47 Uhr

      Danke für den link, ich teile ihre Einschätzung über den französischen Atomstrom. Leider spielen Fakten in solch einer emotional geführten Diskussion nur noch eine untergeordnete Rolle. Auch dass der Strompreis durch den Wegfall des EEG stabilisiert wird und nicht steigt wird hier sehr gerne ignoriert. Statt dessen wird lieber auf die Grünen draufgeschlagen wo es nur geht... Ist halt einfacher als sich mit Fakten auseinanderzusetzen. Die Ampel tritt die Nachfolge einer Partei an, welche die letzten 10 Jahre das Deckmäntelchen der Ökopartei getragen hat und mit allen Mitteln nach eigener Aussage die Ökoenergie gefördert hat. Gleichzeitig hat in Sachsen der Landesfürst mit Wahlplakaten "stoppt den Windkraftwahnsinn" geworben. Eine Lösung für die Energieversorgung des Landes hat er aber gleichzeitig nicht benannt, wieso auch? Meckern und kritisieren ist halt um ein vieles einfacher als Lösungen zu liefern. Ich gebe der Ampel 4 Jahre Zeit bevor ich diese im voraus kritisiere.

  • 14 bernhard saam 01.01.2022, 18:58 Uhr

    tja ich fürchte da wird die ampel schiffbruch erleiden. mit der neuen blockiererpartei fdp die ein so krudes und völlig realitätsfernes verständnis von freiheit hat. wird das sicherlich nicht funktionieren. bei denen ist freiheit nur ich und nicht wir. bei denen steht nur das egozentrische ich und nicht das wir im zentrum ihrer politik! einfach unendlich schade sowas. na ja und der viel zu frühe ausstieg aus der atomkraft verteuert kurzfrisitig unnötig den strompreis. was bringt es denn wenn man den energiewandel vollzogen hat und unendlich viele firmen müssen schliessen weil sie die energiepreise nicht mehr zahlen können. einen kleinen hoffnungsschimmer habe ich aber doch noch. wenn wir alle logistik und speditionsläger sowie die grossen werkhallen der produzierenden industrie mit sonnenkollktoren vollpflastern und eine intellegente speichertechnologie etaplieren dann könnte es doch noch klappen also herr habeck its your part now.

  • 13 Dr. Betz 01.01.2022, 16:25 Uhr

    Deutschland wird weder bis 2030 80% seines Strombedarfs aus erneuerbaren Energiequellen (Sonne, Wind- und Wasserkraft, Biogas) beziehen noch bis 2045 klimaneutral. Was geht in den Gehirnen von offensichtlich komplett ideologiegesteuerten und fachlich ahnungslosen Gehirnen der "Ampel" vor sich, wenn man bis Ende 2022 alle nahezu CO2-freien Kernkraftwerke ohne Not abschaltet und dafür Atom-Strom aus Frankreich importiert. Deutschland wird den anderen Nationen aber zumindest als abschreckendes Beispiel dienen, wie man eine Energiewende restlos in den Sand setzt.

    Antworten (2)
    • Dieter Buchholz 01.01.2022, 17:50 Uhr

      Robert Habeck hat dazu eine passende Bemerkung gemacht. Er werde sich erst wieder mit dem Thema Atom befassen, wenn er einen Politiker findet in dessen Wahlkreis die Bevölkerung dafür ist ein Endlager in exakt diesem Wahlkreis zu errichten. Damit ist alles gesagt, wer A sagt muss auch B sagen. Da aber in Deutschland keiner B sagt ist das Thema A vom Tisch. Jeder der hier für die Atomkraft plädiert muss auch sagen wie er diese Problematik der Endlagerung lösen will. Ansonsten verschieben wir dieses Problem -genauso wie das klitzekleine Problem Klimawandel -auf unsere Kinder und Enkel. Also nicht immer nur sagen was nicht geht und was die Ampel (nach sage und schreibe 8 Wochen Regierungsarbeit) alles nicht schaffen wird, sondern konstruktive Lösungen nennen. Das wäre mal was ganz neues.

    • Hannah Stein 02.01.2022, 09:49 Uhr

      Grüne Ideologie macht diese Leute blind, sprechen sie mal mit Leuten von der Westnetz, wir bekommen heute schon Atom-Strom aus Frankreich. In England dürfen zu bestimmten Zeiten keine E-Autos mit Strom aufgeladen werden. Diese Grünen sind die Preistreiber Nr. 1 und verschandeln unser Land. Würde die FDP zu ihrer Verantwortung stehen, gäbe es diese Regierung nicht.

  • 12 Grünes Verkehrsmittel 01.01.2022, 12:32 Uhr

    Eins habe ich in diesem Artikel vermisst: die Fahrradinfrastruktur und das Bewusstsein das nicht jeder sich für 1000 Meter mit 1300kg Blech durch die Ortschaften bewegen muss. Da hilft auch das E-Auto nichts…

    Antworten (1)
    • Johann Moritz 01.01.2022, 21:41 Uhr

      Nicht überall ist es flach und schneefrei, wie im Rheinland. Hier in Südwestfalen haben wir regelmäßig Wintertage, wo nicht mal die Busse die Berge hochkommen (auch nicht in den Städten), und Fahrräder wirklich keine Alternative sind. Trotzdem müssen Schüler pünktlich in die Schule und Arbeitnehmer pünktlich zum Arbeitsplatz kommen, auch bei schlechtem Wetter gibt es da keine Ausnahmeregelung. Fahrräder sind Sommerfahrzeuge, im Winter außer für wirklich Hartgesottene keine Alternative.

Weitere Themen

Aktuelle TV-Sendungen