Die Pasta-Inflation: Warum die Nudel bald noch teurer wird

Die Samstagskolumne: Ralph Sina

KOLUMNE

Die Pasta-Inflation: Warum die Nudel bald noch teurer wird

Von Ralph Sina

Spätestens an der Supermarktkasse merken wir, dass viele Lebensmittel gerade immer mehr kosten. Ralph Sina zeigt am Beispiel der Nudel: Der eigentliche Preishammer kommt erst noch.

Ich liebe Nudeln. Und bin mit meiner Liebe nicht allein: Rund zehn Kilo Pasta verspeist der Durchschnittsdeutsche pro Jahr. Tendenz steigend. Die Corona-Ära mit Homeoffice, Homeschooling, geschlossenen Restaurants und Ausgangssperre hat viele von uns noch nudeliger gemacht. Neben Klopapier waren Nudeln die Corona-Gassenhauer. Die Folge: Die Supermarktregale sind leer, die Vorratsschränke voll mit Hartweizen.

Kritischer Blick auf Miarcoli

Das muss Liebe sein: Ralph Sina und Mirácoli

Denn nur Hartweizen und Wasser bringen al dentes Engelshaar hervor: Die perfekte Spaghetti Bolognese, Penne Arrabbiata oder meine heiß geliebte Möchtegern-Pasta Mirácoli.

Apropos Mirácoli: Ich habe dem US-Lebensmittelkonzern Mars, der die Mirácoli-Nudel produziert, nie verziehen, dass er vor zwei Jahren aus lauter Profitgier das Tütchen Parmesan in jeder Packung gestrichen hat. Und auch nicht, dass Mirácoli in den USA nicht angeboten wird, weil die Tomatenmark-Sauce samt Würzmischung selbst angerührt werden muss. Angeblich ist den Amerikanern so viel Zubereitungskomplexität nicht zuzumuten. Jahrelang habe ich deshalb Mirácoli im Koffer von Frankfurt nach Washington geflogen.

Pasta-Preisbombe

Und auch bei uns wird die Nudel nun zum Ärgernis. Denn wenn neben Energiepreisen und Benzin nun auch noch die geliebte Nudel immer teurer wird, dann steigt der Unmut der Bevölkerung.

Dieses Element beinhaltet Daten von Facebook. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

An der Nudel lässt sich gut veranschaulichen, wie es aktuell zur Preissteigerung bei Lebensmitteln kommt. Mit ihrer Hartweizen-DNA ist die Nudel so inflations- und damit preisgefährdet wie kaum ein anderes unserer ganz alltäglichen Lebensmittel. Sie ist Rohstoff pur. Wir Nudelisten sind von weltweit guten Hartweizen-Ernten abhängig. Vor allem im wichtigsten Hartweizenzentrum Kanada waren die Ernten so schlecht wie seit 20 Jahren nicht mehr. Und in Europa waren sie auch nicht besser.

Und weil teurer wird, was knapper wird, explodiert der Rohstoffpreis für Hartweizengries. Und da die Nudel auch noch in ebenfalls knappes, teures Papier verpackt wird, entwickelt sich die Nudelpackung zur echten Preisbombe. Und wo Bombe, da auch Kampf.

Barilla, Buitoni, Riesa, Birkel: Alle Pasta- Produzenten drohen bereits mit Preisaufschlägen im zweistelligen Prozentbereich. Doch es trifft nicht nur die Nudel: Die Arabica-Bohne hat um 44 Prozent zugelegt, bei Bio-Apfelsaft und Sonnenblumenöl ist der Rohstoffpreis um 55 Prozent gestiegen.

Dieses Element beinhaltet Daten von Twitter. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Pasta-Inflation

Und als wären das nicht schon genug schlechte Nachrichten für uns Verbraucher, leiden wir aktuell auch noch unter der schwersten Inflation seit 28 Jahren. Heißt: Unser Geld ist weniger wert, wir können uns weniger damit kaufen. Experten gehen sogar davon aus, dass sich dieser Trend in den kommenden Monaten noch fortsetzen wird – insbesondere bei Lebensmitteln und Alltagsprodukten.

Dieses Element beinhaltet Daten von Facebook. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Die Explosion der Rohstoffpreise in Kombination mit der Inflation wird uns alle teuer zu stehen kommen. Doch wie immer trifft es die Menschen am härtesten, die eh schon wenig haben.

Pasta-Preiskampf

Wie stark uns der Preisschlag in den nächsten Monaten an der Ladenkasse trifft, das entscheidet sich jetzt: Der Preis-Kampf ist eröffnet. Auf der einen Seite des Pasta-Rings die größten multinationalen Lebensmittel-Hersteller Barilla, Nestlé, Mars und Coca Cola. Auf der anderen Seite die internationalen Discounter wie Lidl und Aldi sowie Supermärkte wie Edeka und Rewe, die nur in Deutschland vertreten sind.

In inniger Hassliebe verbunden. Man braucht einander: Nestlé und Coca Cola wollen ihre milliardenschweren Marken auch weiter vermarkten, die Discounter und Supermärkte wollen neben ihren guten und günstigen Eigenmarken auch weiter die Top-Brands anbieten können. Bisher tobte der Machtkampf vor allem hinter den Kulissen. Nun wird er auf offener Bühne ausgetragen – und ist härter denn je.

Noch nie haben Lebensmittel-Giganten wie Oetker, Danone, Henkel, Mars und Nestlé so öffentlich mit Preiserhöhungen im zweistelligen Prozentbereich gedroht. Und noch nie haben eigentlich sehr publikumsscheue und zurückhaltende Topmanager von Supermarktketten öffentlich zurück gekeult. Zum Beispiel Edeka-Boss Markus Mosa. Doch dazu gleich mehr.

Pasta e Basta! Warum Ferrari und Edeka Mut machen

Was mir als Verbraucher Mut macht: Die bisher Schwächsten in diesem Machtkampf haben dazu gelernt. Bisher konnten die internationalen Lebensmittel-Riesen den kleineren Supermärkten recht locker die Preise diktieren. Oder sie wurden einfach nicht beliefert, wenn nicht so gespurt wurde, wie erwartet.

Aber diesmal haben die Riesen die Rechnung ohne Edeka-Chef Mosa und dessen Chef-Einkäufer mit dem klangvollen Namen Ganluigiu Ferrari gemacht. Nudel-Fan Ferrari aus dem Pasta-Eldorado Italien gilt mittlerweile als Elon Musk der Lebensmittelszene: innovativ, unorthodox, schnell und hammerhart.

Natürlich ist Ferrari kein uneigennütziger Robin Hood, der die Lebensmittelmultis zugunsten der HartzIV-Empfänger ärmer machen will. Aber mir imponiert seine clevere David gegen Goliath Strategie mit der er es den Multis schwer macht, uns ihre inflationären Preise einfach zu diktieren. Nach der Devise "nur gemeinsam sind wir stark" hat Pasta-Liebhaber Ferrari eine Allianz der internationalen Einzelhändler gegründet. Eine "Sechserbande" zu der neben Edeka auch Supermärkte aus der Schweiz, Portugal und Russland gehören. Jahresumsatz: 140 Milliarden Euro. Ferrari hat quasi über Nacht aus Lebensmittel-Zwergen einen globalen Umsatzriesen gemacht.

Für Nudeln einfach ab Januar bis zu 30 Prozent mehr kassieren – dieser Plan der Pasta-Produzenten wird nicht aufgehen. Eher fliegen bestimmte Nudeln aus dem Regal. Ferrari fackelt da nicht lange.

Pasta-Politikum

Aber weder Ferraris "Sechserbande" noch die Konkurrenten Aldi und Lidl werden Preissteigerungen ab Beginn 2022 verhindern können.

Ob Nudel, Waschmittel oder Kaffee: Der zusätzliche Preisschock ist programmiert. Ein harter Schlag für HartzIV-Empfänger, die ab Januar lächerliche drei Euro pro Monat mehr bekommen.  

Sollte der nächste Kanzler mit Vornamen Olaf heißen, hat Scholz die Chance zu zeigen, dass sein Wahlkampfversprechen – HartzIV-Regelsätze realistischer und sozusagen "nudelgerecht" zu berechnen – al dente ist. Bissfest. Damit nicht ausgerechnet das Grundnahrungsmittel Nudel zum unbezahlbaren Luxus wird.

Wie werden Sie ganz persönlich auf die weiteren Lebensmittel-Preissteigerungen reagieren? Mit Achselzucken? Oder mit einer speziellen Einkaufsstrategie – zum Beispiel bestimmte Produkte nur an bestimmten Aktionstagen kaufen? Und was sollte die Politik Ihrer Meinung nach tun: Die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel noch weiter senken? Ich freue mich auf Ihre Vorschläge hier in den Kommentaren oder auf Social Media. Lassen Sie uns darüber diskutieren. 

Stand: 16.10.2021, 06:00

Kommentare zum Thema

22 Kommentare

  • 22 Bernd Schmitz 17.10.2021, 08:04 Uhr

    Die Basis der Lebensmittel ist die Urproduktion Landwirtschaft. Die Preise für Lebensmittel, die von der Lebensmittelindustrie in der Form, wie sie von den Höfen kommt, abwertend als Rohstoff bezeichnet, wurden bisher ohne Rücksicht auf Umwelt und Tiere künstlich niedrig gehalten. Mit der notwendigen Veränderung in diesen Bereichen und steigenden Lohnkosten werden die Produktionskosten steigen. Es braucht mehr Geld für die Basis, die sonst nicht mehr stabil bleiben wird. Bisher kommt dort aber noch nichts an.

  • 21 Paula 17.10.2021, 03:43 Uhr

    Die Preise werden wohl in vielen Bereichen weiter steigen. Teilweise nachvollziehbar, teilweise aus schlichter Profitgier und weil es eben geht. Die Erhöhung des Hartz IV - Satzes um ganze drei Euro ist daher ein absoluter Witz und einfach respektlos den Betroffenen gegenüber. Hartz IV sollte meiner Meinung nach sowieso komplett abgeschafft werden. Ein bedingungsloses Grundeinkommen in angemessener Höhe, welches auch die gesellschaftliche Teilhabe sichert, halte ich für sinnvoller und fairer... Würde zwar nichts an den Preisen ändern aber sicher vielen Menschen die Existenzangst nehmen und die Gesellschaft nicht noch weiter spalten. Ausserdem würden so z.B. auch reichlich Verwaltungskosten wegfallen.

    Antworten (2)
    • Mawi34 17.10.2021, 06:13 Uhr

      Ach so? Und wer soll das erwirtschaften? An dem Tag, an dem das beschlossen wird, werde ich jedenfalls nicht mehr zu den deutschen Steuerzahlern gehören.

    • Paula 17.10.2021, 12:28 Uhr

      Achso, und wo geht's dann hin? Oder wollen Sie es vielleicht über Nummernkonten lösen... Zuersteinmal leben wir ja in einer Solidargemeinschaft. Einzig die Steuersätze für die sogenannten Spitzenverdiener sollten erhöht werden. Im Grunde bekommt fast jeder schon Geld oder Vorteile in ähnlichen Höhe wie der, die für das Grundeinkommen häufig vorgeschlagen wird: Die einen Hartz IV plus Geld für Unterkunft, Heizung sowie Krankenkassenbeitrag, die nächsten dafür u.a. in Form vom Einkommensteuerfreibetrag. Des Weiteren fallen durch die Abschaffung von Hartz IV erhebliche Verwaltungskosten weg. Studien und Versuche hierzu zeigen im übrigen, dass die Menschen, die ein Grundeinkommen erhalten, sehr wohl auch dafür sorgen, dass der Staat durch sie trotzdem weiterhin Steuereinnahmen hat. Denn kaum jemand hat sich deswegen zurück gelehnt & gefaulenzt sondern es wurde weiter gearbeitet und gab z.B. Existenzgründungen etc- und das alles ohne ohne Existenzangst. Was genau wäre daran nun schlimm?

  • 20 Andrew Shepard 17.10.2021, 03:11 Uhr

    Moin. In Kurzform: Gegessen wird, was da ist. Ich hab nicht erst zu Corona mit ner Vorratshaltung angefangen. Haltbare Lebensmittel, Konserven, auch Nudeln, ebenso wie Grundzeugs, wie Mehl, Zucker, Salz und Öl, hab ich schon seit Jahren auf Vorrat. Wenns gar nichts mehr gibt, vier bis sechs Wochen, komme ich mit meinen Vorräten aus. Von daher gingen mir auch die Corona-Hamsterkäufe mehrspurig am Ar*** vorbei. Nudeln & Co werden knapp? Ok. Dann werden neue Einkäufe mit Vorräten ergänzt und parallel die Vorräte mit Sonderangeboten aufgefüllt gehalten. Das geht Monate. Man muss ein wenig haushalten, statt für die Tonne zu kaufen. Das geht. Auch mit wenig Geld, denn Besserverdiener bin ich auch nicht. Dennoch sehe ich die Inflation positiv. Es war lange überfällig, dass die breite Masse mal begreift, dass billig nicht dauerhaft funktionieren kann. Und die Politik? H4 muss angepasst werden, ja. Mehr nicht. Der Rest ist die freie Marktwirtschaft, auf die wir so stolz sind ...

    Antworten (2)
    • Mawi34 17.10.2021, 06:15 Uhr

      ... und Klopapier!!!

    • Johann Moritz 17.10.2021, 09:46 Uhr

      Gesund sind Konservern jetzt allerdings nicht unbedingt.

  • 19 Andrew Shepard 17.10.2021, 03:11 Uhr

    Moin. In Kurzform: Gegessen wird, was da ist. Ich hab nicht erst zu Corona mit ner Vorratshaltung angefangen. Haltbare Lebensmittel, Konserven, auch Nudeln, ebenso wie Grundzeugs, wie Mehl, Zucker, Salz und Öl, hab ich schon seit Jahren auf Vorrat. Wenns gar nichts mehr gibt, vier bis sechs Wochen, komme ich mit meinen Vorräten aus. Von daher gingen mir auch die Corona-Hamsterkäufe mehrspurig am Ar*** vorbei. Nudeln & Co werden knapp? Ok. Dann werden neue Einkäufe mit Vorräten ergänzt und parallel die Vorräte mit Sonderangeboten aufgefüllt gehalten. Das geht Monate. Man muss ein wenig haushalten, statt für die Tonne zu kaufen. Das geht. Auch mit wenig Geld, denn Besserverdiener bin ich auch nicht. Dennoch sehe ich die Inflation positiv. Es war lange überfällig, dass die breite Masse mal begreift, dass billig nicht dauerhaft funktionieren kann. Und die Politik? H4 muss angepasst werden, ja. Mehr nicht. Der Rest ist die freie Marktwirtschaft, auf die wir so stolz sind ...

  • 18 Nina 16.10.2021, 21:59 Uhr

    Wie kann man so teils ironisch über etwas schreiben, dass für viele Menschen existenzbedrohend werden könnte? Völlig fehl am Platz!

  • 17 Bee Weinknecht 16.10.2021, 19:11 Uhr

    Ich hätte da eine Bitte an den Autor: Mal die Mühe machen vernünftig zu recherchieren. Der Bauer erhält für die Tonne Weizen derzeit ca. 200 Euro. Dafür kann man 20 000 Brütchen backen. das macht für ein Brötchen 1 Cent. Wieviel mehr bekommt der Bauer pro Brötchen bei einem Preisanstieg von 20%.......... ich verrate es Ihnen: Genau 1,2 Cent. Bei den Nudeln ist das garantiert auch nicht anders. Sehr schade dass vernünftiger Journalismus ausstirbt, das Thema hätte sehr viel mehr hergegeben. Das sind ganz andere Kreise die daran verdienen.

    Antworten (2)
    • HJ 16.10.2021, 20:00 Uhr

      Hallo, auch der WDR scheint nur noch den Tag ihrer Mitarbeiter ausfüllen zu wollen - damit diese bezahlt werden - oder ? Sachlichkeit scheint nur noch Nebensache zu sein - oder ?

    • WDR.de 16.10.2021, 20:35 Uhr

      Worauf genau beziehen Sie sich, HJ?

  • 16 inflation auf dem teller 16.10.2021, 16:19 Uhr

    Einige (gesunde) Lebensmittel sind ordentlich teurer geworden, Nudeln jetzt halt leider auch. Die Inflationsspirale dreht sich weiter. Für diejenigen mit schmalem Geldbeutel wird (gesunde) Ernährung immer schwieriger, daher muss für diese Menschen endlich mehr Geld her.

  • 15 Martina 16.10.2021, 16:13 Uhr

    Abwarten und Tee trinken. Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Auch Pasta nicht. Ansonsten möchte ich darauf hinweisen, dass italienische Marken-Pasta aufgrund der in regelmäßigen Abständen wiederkehrenden Sconti in Italien ohnehin die Hälfte vom deutschen Preis kostet. Also hurtig über den Brenner, Leute!

  • 14 Johann Moritz 16.10.2021, 16:07 Uhr

    Es sind nicht nur die Rohstoffe, die teurer werden. Auch der Transport wird teurer, zum Einen, weil Treibstoff teurer geworden ist, zum anderen, weil es auch in der EU viel weniger LKW-Fahrer gibt, als gebraucht werden (auch deshalb, weil der PKW-Führerschein nicht mehr für den 7.5-Tonner reicht). Die Folgen sind 10+% Preisteigerungen bei den Logistikern, kleine Kunden werden überhaupt hintangestellt oder gleich ganz abgestoßen. Das gilt nicht nur für den Fern- sondern auch und besonders für den Auslieferverkehr vom Verteilzentrum zu den Läden. Ähnlich hakelig sieht es derzeit auch im transozeanischen Schiffsverkehr aus, der noch immer nicht wieder richtig funktioniert. Durch das alles bleiben einige Regalplätze im Supermarkt derzeit wochenlang unbefüllt. Bunkern, wie im letzten Jahr, könnte also tatsächlich noch zur Notwendigkeit werden, wenn diese Enwicklung sich weiter fortsetzt.

  • 13 Schmalhans Küchenmeister 16.10.2021, 15:28 Uhr

    Mit Billig-Nudeln bekommt man günstig den Magen voll, bei Inflation ist aus mit günstig. Man hat Geld gedruckt und Schulden gemacht als gäbe es kein Morgen. Beim Einkommen konkurrieren wir aber noch immer mit Ländern deren Mindestlohn bei 3,50 liegt wie in Polen oder 1,87 wie in Bulgarien. „Sollte der nächste Kanzler mit Vornamen Olaf heißen“, muss er irgendwo das Geld für die Wahlversprechen her bekommen. Es sieht schlecht aus im EU-Lohndumping-Markt mit der Steuersenkungs-FDP und den grünen Kostenproduzierern. Ein Kanzler mit Vornamen Armin hätte es aber auch nicht leichter. Das kleinere Übel wäre Job-Sharing mit Olaf und Armin aber Übel wird es so oder so. EZB hat die Geldmenge ins Uferlose getrieben und dem steht keine Wirtschaftsleistung gegenüber; jetzt hat jeder im Euro-Raum ein dickes Problem und nicht nur die Nudel-Käufer. Auf brauchbare Vorschläge würde ich mich auch freuen aber jeder Zug verliert, steckt man einmal in der Zwickmühle. Es geht nur noch um Schadensbegrenzung.

  • 12 Sebastian 16.10.2021, 15:22 Uhr

    Mehr Kartoffeln essen, Reis, Hirse, Bohnen, Linsen... Unter anderem die Klimakrise wir uns noch öfter zwingen, auszuweichen. Wobei ich das nicht zynisch meine, es ist ein Trauerspiel - gerade wenn man etwas besonders mag wie z.B. Nudeln.

    Antworten (1)
    • Johann Moritz 16.10.2021, 16:18 Uhr

      Damit man auch noch ein richtig schlechtes Gewissen bei den Alternativen bekommt: Reis und Hülsenfrüchte sind im Vergleich zu Getreide und Kartoffeln deutlich klimaschädlicher (Reis 10mal, Hülsenfrüchte 4mal so viel wie Kartoffeln, zum Vergleich: Geflügelfleisch ca. 7mal). Details siehe hier: https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Klimawandel_auf_dem_Teller.pdf auf Seite 26.

Weitere Themen

Aktuelle TV-Sendungen