Streik der Ryanair-Piloten läuft

Streik der Ryanair-Piloten läuft

  • Streiks bei Ryanair am Freitag
  • Weitere Streiks möglich
  • Auch Flüge aus NRW fallen aus

Zur Diskussion über den Ryanair-Streik

Der Streik bei Ryanair hat am Freitag (10.08.2018) Flugreisende in NRW betroffen. Dutzende Flüge fielen an den größeren Flughäfen im Bundesland aus, allein in Köln/Bonn rund die Hälfte der geplanten Ryanair-Flüge. Laut einem Flughafensprecher in Köln waren die betroffenen Passagiere meist gut informiert und erst gar nicht zum Airport gekommen. Der Ausstand soll erst am frühen Samstagmorgen enden.

Bislang gebe es noch kein Signal des Unternehmens zur Fortsetzung der Tarifverhandlung, erklärte die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit am Freitag. Weitere Streiks in absehbarer Zeit will die Gewerkschaft deshalb nicht ausschließen.

Rüge aus der Landespolitik

Hendrik Wüst, CDU, Verkehrsminister

Hendrik Wüst

Unterstützung kam von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU). "Die Streiks bei Ryanair sind die Folge des Geschäftsmodells auf dem Rücken der Mitarbeiter", sagte Wüst dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Freitagsausgabe).

Die Hauptursache für die vielen Verspätungen und Flugausfälle der jüngsten Zeit liege bei den Airlines, meinte Wüst, und rügte dabei nicht nur das Ryanair-Management, sondern auch die Führung der Lufthansa-Tochter Eurowings.

Welche Flüge am Freitag nicht starten, erfahren Betroffene auf der Webseite von Ryanair:

Ryanair-Streik - Was können betroffene Kunden tun?

WDR 5 Morgenecho - Beiträge | 09.08.2018 | 01:57 Min.

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Ausfälle in Weeze, Köln/Bonn und Düsseldorf

In Weeze wurden 16 der insgesamt 19 Abflüge annulliert. In Köln/Bonn wurden von geplanten 54 Ryanair Starts und Landungen 28 gestrichen. Betroffen waren auch drei Laudamotion-Verbindungen. In Düsseldorf wurden zwölf Starts und Landungen abgesagt, acht davon Laudamotion-Flüge.

Auf Nachfrage teilte Ryanair mit, dass betroffene Kunden per E-Mail benachrichtigt worden und über ihre Optionen aufgeklärt worden seien: "Eine Rückerstattung, eine kostenlose Umbuchung auf den nächsten verfügbaren Flug oder ein vergleichbarer Ersatzflug."

700 Euro für einen Flug nach Berlin

Am Freitag war nach WDR-Informationen allerdings eine kurzfristige Umbuchung nur noch schwer möglich. Auch bei anderen Fluggesellschaften gab es kaum noch Kapazitäten auf den betroffenen Strecken: Ein Flug von Köln nach Berlin kostete bis zu 700 Euro. Auch Entschädigungen nach EU-Recht, die gewöhnlich bei Verspätungen oder Flugausfällen fällig werden, will Ryanair nicht zahlen.

"Wir hoffen, dass Ryanair das Signal versteht"

WDR 5 Morgenecho - Interview | 10.08.2018 | 06:02 Min.

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Stand: 10.08.2018, 12:33

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