Der russische Präsident Wladimir Putin.

Eilmeldung

Russland erkennt Separatisten-Republiken in der Ostukraine an

Stand: 21.02.2022, 21:05 Uhr

Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Unabhängigkeit der Separatisten-Gebiete in der Ostukraine anerkannt und Abkommen zur Unterstützung der pro-russischen Rebellen unterzeichnet.

"Ich halte es für notwendig, eine längst überfällige Entscheidung zu treffen, nämlich die Unabhängigkeit und Souveränität der Volksrepublik Donezk und der Volksrepublik Luhansk unverzüglich anzuerkennen", sagte Putin am Montagabend in einer im Staatsfernsehen übertragenen Rede. Der Schritt ermöglicht es Putin, russische Truppen in den Gebieten zu stationieren.

Ukraine für Putin "altes russisches Gebiet"

Zuvor hatte Putin unter anderem erklärt, der Osten der Ukraine sei altes russisches Gebiet. Zudem sei die Ukraine integraler Teil der russischen Geschichte und die moderne Ukraine sei vom kommunistischen Russland erschaffen worden.

Putin warf der ukrainischen Führung unter anderem vor, von Russland immer nur die für sie vorteilhaften Dinge gefordert zu haben, ohne dafür im Gegenzug Verpflichtungen eingegangen zu sein. Auch habe die Ukraine in der Vergangenheit russisches Gas gestohlen und das Thema Energie genutzt, um Russland zu erpressen. Die ukrainischen Behörden seien verseucht mit einem Virus aus Nationalismus und Korruption.

Ukraine plane angeblich Aufbau eigener Atomwaffen

Die Ukrainer seien auch nicht in der Lage gewesen, einen stabilen Staat aufzubauen und hätten sich deshalb an ausländische Kräfte wie die USA wenden müssen, erklärte das russische Staatsoberhaupt.

Ukraine-Konflikt: "Waffenruhe wieder herstellen"

WDR 5 Morgenecho - Interview 21.02.2022 04:46 Min. Verfügbar bis 21.02.2023 WDR 5


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Überhaupt werde die Ukraine von ausländischen Kräften gelenkt. Das Land sei ein US-Kolonie mit einem Marionetten-Regime. Westliche Geheimdienste hätten der Ukraine bei Verbrechen geholfen. Auch könne Russland nicht ignorieren, dass die Ukraine den Aufbau eigener Atomwaffen plane.

Krieg seit 2014 in der Ostukraine

Seit 2014 kämpfen vom Westen ausgerüstete ukrainische Regierungstruppen gegen von Russland unterstützte Separatisten in der Donbass-Region nahe der russischen Grenze. UN-Schätzungen zufolge wurden seitdem mehr als 14.000 Menschen getötet.

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