Mehr Betroffene durch Panne in Essener Heizkraftwerk

Mehr Betroffene durch Panne in Essener Heizkraftwerk

Von Dirk Groß-Langenhoff

  • Belastetes Gebiet größer als bisher angenommen
  • Stadt und RWE informierten Öffentlichkeit sehr spät
  • Landesumweltamt prüft Dioxinbelastung

Das möglicherweise mit giftigem Dioxin belastete Granulat aus dem Müllheizkraftwerk in Essen-Karnap hat sich weiter ausgebreitet, als bislang angenommen. Das Gebiet, in dem vorsorglich gereinigt wird, wurde am Mittwoch (06.02.2019) verdoppelt.

Kommunikationspannen begleiten den Zwischenfall

Der Zwischenfall von Montag (04.02.2019) im Müllheizkraftwerk wird von Kommunikationspannen der Stadt Essen und des Betreibers RWE begleitet. Die erste Information für die Öffentlichkeit kam erst einen halben Tag nach dem Vorfall. Zu diesem Zeitpunkt hatten ahnungslose Bürger das möglicherweise belastete Granulat bereits gefunden.

Nachdem es am Dienstag (05.02.2019) zunächst hieß, die Reinigungsarbeiten seien weitgehend abgeschlossen, meldeten sich Anwohner in einem größeren als bisher angenommenen Radius, die ebenfalls das Granulat im Garten fanden. RWE entschloss sich daraufhin das zu reinigende Gebiet auszudehnen.

Das Granulat war ausgetreten, weil eine Filteranlage defekt war. Das Landesumweltamt will bis Ende der Woche prüfen, ob es tatsächlich mit Dioxin belastet ist. RWE als Betreiber des Kraftwerks übernimmt die Reinigung. Anwohner sollen das Granulat nicht anfassen und Schuhe vor der Haustür stehen lassen. Für Fragen hat RWE eine Hotline eingerichtet: 0201/83863205.

Stand: 06.02.2019, 08:08