Zuwanderer gegen Pflegenotstand im Ruhrgebiet

Pflegerinnen schieben Pflegebedürftige in Rollstühlen einen Flur entlang

Zuwanderer gegen Pflegenotstand im Ruhrgebiet

  • Modellprojekt für Pflegehelfer
  • Zuwanderer sollen ausgebildet werden
  • Einsatz in der Pflege nach zwei Jahren möglich

Ein Modellprojekt soll im Ruhrgebiet für mehr Arbeitskräfte in der Pflege sorgen. Es heißt "Pflegeoffensive Zugewanderte" und wurde am Montag (17.02.2020) in Bochum vorgestellt. Die Idee: Menschen aus Ländern wie z. B. Syrien, Polen oder Eritrea werden zu Pflegekräften ausgebildet.

Auch ein Schulabschluss gehört dazu. Häufig haben Zuwanderer in ihren Herkunftsländern bereits einen Abschluss gemacht, der aber hier nicht anerkannt wird. Deshalb können die Teilnehmer des Projekts den Hauptschulabschluss nachholen.

In zwei Jahren fertig für den Pflegeberuf

Zusätzlich werden sie auch schon einmal in der Woche in einem Pflegebetrieb eingesetzt. Nach dem Schulabschluss geht es dann weiter an eine Pflegeschule, wo die Teilnehmer zu Altenpflegehelfern ausgebildet werden. Läuft die Ausbildung gut, sind sie nach zwei Jahren startklar für den Arbeitsmarkt.

Träger ist das „QUAZ.Ruhr Sprach- & Qualifizierungszentrum für Zugewanderte“, ein überkommunaler Zusammenschluss im mittleren Ruhrgebiet. Beteiligt sind mehrere Bildungsträger, Arbeitsagenturen und Jobcenter - neben Bochum zum Beispiel auch aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis und aus Herne.

Stand: 17.02.2020, 19:01

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