Streit um Zukunft des Flughafens Essen/Mülheim

Flughafen Essen/Mülheim droht die Pleite

Streit um Zukunft des Flughafens Essen/Mülheim

  • Mülheim und Essen uneinig
  • Investitionen versprochen
  • Anwohner kämpfen gegen Flughafen

Der Rat der Stadt Mülheim beschäftigt sich am Donnerstag (13.02.2020) mit der Zukunft des Flughafens Essen/Mülheim. Er will den jetzigen Betrieb um zehn Jahre bis zum Jahr 2034 und damit auch den Vertrag mit einem großen Luftschiff-Unternehmen verlängern.

Hohe Steuern erwartet

Der Luftschiffbetreiber hat bei einer Verlängerung des Betriebs Investitionen in Millionenhöhe angekündigt. Die Stadt Mülheim würde das freuen, denn dann bleiben auch alle anderen Firmen am Flughafen. Und diese Firmen zahlen hohe Gewerbesteuern.

Nachbarstadt kritisiert Pläne

Kritik kommt aus der Nachbarstadt Essen, die zur Hälfte am Flughafen beteiligt ist. Sie hatte sich bisher gegen einen Weiterbetrieb ausgesprochen und möchte die Fläche zum Wohnen und für Gewerbe nutzbar machen. Auch Grünflächen sollen hier entstehen.

Aber: Essen und Mülheim müssen sich einigen, denn sie sind beide am Flughafen beteiligt. Gespräche sind unausweichlich. "Es wird Diskussionen geben, die wir in der Zukunft führen müssen, ob auch die Stadt Essen sich einem solchen Anliegen anschließen kann. Da kann ich aber noch keine Prognose artikulieren", sagt der Essener Planungsdezernent Martin Harter.

Viele lärmgeplagte Anwohner kämpfen gegen den Flughafen. Sie würden sich freuen, wenn er schließen würde. In Essen/Mülheim starten und landen vor allem Geschäftsflugzeuge und Hobby-Flieger. Der Flughafen war jahrelang ein Verlustgeschäft. Es drohte sogar die Pleite.

Stand: 13.02.2020, 11:47