Polizeikampagne gegen Unfallflucht

Ein Lackschaden am Kofferraum.

Polizeikampagne gegen Unfallflucht

  • Zahl der Unfallfluchten gestiegen
  • Zeugen können Hinweise hinterlassen
  • Mehrere Aktionen in vielen Städten

Eine Landeskampagne der Polizei NRW will gegen Autofahrer vorgehen, die Unfallflucht begehen. Dazu werden am Donnerstag (29.11.2018) viele Maßnahmen vorgestellt. In Recklinghausen richtet die Polizei zum Beispiel sogenannte Zeugenbriefkästen ein.

Unfallfluchten sollen gemeldet werden

Die Briefkästen werden an großen Parkplätzen angebracht, wo in der Vergangenheit viele Unfallverursacher geflohen waren. Wer etwas beobachtet, kann das Kennzeichen notieren oder Angaben zum Fahrer machen und in den Kasten einwerfen. Die Polizei hofft, dadurch mögliche Täter besser ermitteln zu können.

Briefkästen und Handzettel

Die Briefkästen sind einmalig im Ruhrgebiet. In Dortmund sollen Handzettel an Autofahrer verteilt werden, die sie immer im Auto liegen haben sollen, um auch spontan eine Unfallflucht zu notieren. In Duisburg liegen die Zettel in einigen Geschäften an großen Parkplätzen aus.

Allein in den letzten vier Jahren sind die Zahlen von Unfallfluchten in Recklinghausen um 40 Prozent angestiegen. Auch in Duisburg gab es 2018 3000 Fälle. Nach Angaben der Polizei wurden in der Vergangenheit auch erschreckend oft verletzte Personen am Tatort zurückgelassen, ohne dass sich der Unfallfahrer um sie gekümmert hat.

Stand: 29.11.2018, 08:15