Zehn Jahre Limbecker Platz in Essen

Einkaufszentrum Limbecker Platz in Essen

Zehn Jahre Limbecker Platz in Essen

Von Stephanie Grimme

  • Stabile Umsätze im Einkaufscenter
  • Mieten in Innenstadt halbiert
  • Geschäftslokale in Wohnraum umwandeln

Der Limbecker Platz war und ist umstritten. Zehn Jahre nach der Eröffnung des Einkaufszentrums in der Essener Innenstadt (Dienstag, 22.10.2019) meldet das Center-Management stabile Umsätze. Die Mieten seien leicht rückläufig, was aber nicht besorgniserregend sei.

Manche Ladenlokale wechselten den Besitzer, aber es werde keinen langfristigen Leerstand geben. Und: Das Einkaufszentrum ist eigentlich immer gut besucht. Allerdings geht das auf Kosten der Innenstadt, glauben Handelsexperten, wie Immobilienmakler Eckhard Brockhoff aus Essen.

Mieten haben sich halbiert

"Es gibt zu viele Geschäfte in Essen. Wir haben Fußgängerzonen, die gar nicht mehr funktionieren. Die Mieten haben sich dort zum Teil halbiert, und das sind überwiegend Konsequenzen des Einkaufcenters", so Brockhoff.

Eine ähnliche Entwicklung gibt es auch in Mönchengladbach durch das Einkaufszentrum Minto, sagt Professor Gerrit Heinemann, Handelsexperte an der Hochschule Niederrhein. Aber in anderen Städten, wie Dortmund, Münster oder Soest funktionierten Innenstädte trotz Einkaufszentren.

Wohnungen statt Läden

Essen ist nicht die einzige Stadt in NRW, in der sich die Innenstadt schwer tut. Wichtig sei es, rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen, damit die Städte nicht veröden. Handelsexperte Heinemann schlägt zum Beispiel vor, Geschäftslokale in dringend benötigten Wohnraum umzuwandeln.

Stand: 22.10.2019, 10:04