Ehemalige Zeche Auguste Victoria soll zum Industriepark werden

Auguste Victoria soll Industriepark werden 02:41 Min. Verfügbar bis 18.03.2020 Von Martin Wilger

Ehemalige Zeche Auguste Victoria soll zum Industriepark werden

  • Auf 15 Hektar soll sich Industrie ansiedeln
  • Rathaus Marl im ehemaligen Verwaltungsgebäude
  • Bagger könnten schon bald anrollen

Das wird eine Mammutaufgabe für die Stadt Marl und die Immobiliengesellschaft der RAG. Sie wollen gemeinsam die ehemalige Zeche Auguste Victoria in einen Industriepark umwandeln und dabei dann mindestens tausend Arbeitsplätze schaffen. Noch in diesem Monat soll die Projektgesellschaft gate.ruhr gegründet werden, damit Fördergeld beantragt werden kann. Das gab die Stadt Marl am Montag (18.03.2019) bekannt.

Über den Start der Projektgesellschaft muss der Rat der Stadt Marl noch entscheiden. Die Sitzung findet in einer Woche statt. Entwickelt werden sollen erstmal gut 15 Hektar Fläche - etwa ein Drittel des ehemaligen Zechengeländes. Das kostet 30 Millionen Euro.

Rathaus Marl übergangsweise im neuen Industriepark

Für die ehemalige Zechenzentrale gibt es bereits einen Abnehmer. Dort will die Stadt Marl einziehen. Die alte Zechenverwaltung soll eine Art Ersatz-Rathaus werden, da das jetzige Rathaus saniert werden muss. Und auch die Wirtschaftsförderung zieht auf das ehemalige Zechengelände.

Sobald die Projektgesellschaft gegründet ist, gibt es viel zu tun. Dann könnten schon in den nächsten Wochen die Bagger rollen. Es müssen unter anderem neue Kanalisationen, Straßen oder Wasserrückhaltebecken gebaut werden, sagt die Marler Baudezernentin Andrea Baudek. "Da kommt sehr viel zusammen. Schon die Straßenbauarbeiten und die Bodenaufbereitung. Die wird mit Lkw durchgeführt. Wenn die Straße nicht fertig ist, kommt man nicht hin. Wir müssen eine Parallelfahrbahn bauen, weil wir unter Vollsperrung die Carl-Duisberg-Straße erneuern. Da kommt eins zum anderen.

Stand: 18.03.2019, 19:46