Yoko Onos Kunstprojekt in Dortmund zersägt

Ein junger Mann zerteilt das Kunstobjekt Bootlingboot

Yoko Onos Kunstprojekt in Dortmund zersägt

  • Mehr als 10.000 Besucher
  • Sprüche für und gegen Flüchtlinge
  • Studierende zersägen das Boot

Das Flüchtlingsboot von Weltstar Yoko Ono ist heute zerstört, in Einzelteile zerlegt worden. Das Kunstprojekt stand seit Mitte Oktober vor dem Dortmunder U, mehr als 10.000 Besucherinnen und Besucher haben sich seitdem dort verewigt - ihre Gedanken zum Thema Flucht niedergeschrieben.

Jetzt hat die New Yorker Künstlerin entschieden, dass es zersägt werden muss. Monika Lengauer betreut das Projekt von Yoko Ono in Dortmund. Sie hat noch am Wochenende versucht, den Weltstar umzustimmen – den Studierenden wenigstens das Boot zu lassen. Doch der Kurator von Yoko Ono entschied, das Kunstwerk existiere nur in diesem Zusammenhang.

Kunstwerk entstand in Etappen

Das Boot stand zu Ausstellungsbeginn in einem weißen Raum, den die Besucher selbst mit blauer Farbe bemalt haben. Sprüche für und gegen Flüchtlinge standen da. Einer hat geschrieben "Stopp" und meinte Flüchtlinge. Der nächste hat daraus "Stopp Rassismus" gemacht.

Ono: Boot wirkt nur mit Raum

Jetzt musste der Ausstellungsraum weg und damit auch das Boot von Yoko Ono. Die meint, dass das Boot nur im Kontext mit dem Raum wirkt. Die Reste des zerlegten Holzbootes gehen auf den Sperrmüll.

"Refugee Boat": Das Kunstwerk von Yoko Ono am Dortmunder "U" Lokalzeit aus Dortmund 19.11.2019 02:44 Min. Verfügbar bis 19.11.2020 WDR Von Christof Voigt

Studierende der Dortmunder TU hatten das Projekt begleitet. Mit Hammer und Beitel haben sie am Mittag gearbeitet, um den Holzkorpus zu zerlegen. Im kommenden Semester werden sie über diese interaktive und politische Kunst ihre Studienarbeiten verfassen.

Stand: 14.01.2020, 17:11