Dorstener Werkstatt für Menschen mit Behinderung: Neue Perspektiven nach dem Brand

Erste Arbeiten in der Behinderten-Werkstatt Dorsten 02:23 Min. Verfügbar bis 17.12.2019

Dorstener Werkstatt für Menschen mit Behinderung: Neue Perspektiven nach dem Brand

Von Silke Hempel

  • Werkstatt wird am alten Standort wieder aufgebaut
  • Umbauarbeiten sollen rund zwei Jahren dauern
  • Übergangslösung in einer ehemaligen Schule in Dorsten-Lembeck

Langsam kehrt wieder Leben ein in die Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Dorsten. Zwei Monate nach dem Brand im Oktober sind viele Räume in der Dorstener Werkstatt wieder freigegeben. In der Produktionshalle mit den großen Maschinen kann wieder gearbeitet werden. Wegen eines technischen Defekts war ein Teil der Produktionshallen abgebrannt. Andere waren vom Löschwasser beschädigt worden und deshalb vorübergehend unbrauchbar.

Die meisten Menschen mit Behinderung hatten übergangsweise in anderen Werkstätten arbeiten müssen. Peter Bolle hatte beispielsweise Schokolade verpackt, statt wie jetzt wieder Blech zu schneiden. Für ihn war das eine willkommene Abwechslung. "Doch meine Kollegen habe ich schon vermisst", sagt er.

Übergangslösung in alter Schule in Lembeck

Die Situation nach dem Brand war für viele schwierig. Am gewohnten Ort mit gewohnten Menschen zu arbeiten ist den meisten Menschen mit Behinderung sehr wichtig.

Als Übergangslösung stellt die Stadt Dorsten kostenfrei eine ehemalige Schule in Lembeck zur Verfügung. Dort soll für rund 400.000 Euro Ersatz für die abgebrannte Montagehalle und eine Kantine entstehen. Bis zum Sommer sollen dann rund 100 Beschäftigte wieder in Dorsten arbeiten können. Sie müssen aktuell zum Teil einstündige Fahrten zu anderen Werkstätten der Diakonie auf sich nehmen.

Aufbau der alten Werkstatt

Gleichzeitig ist die Diakonie im Kreis Recklinghausen aber auch mit Aufbauarbeiten beschäftigt. Die abgebrannte Halle soll abgerissen und wieder neu aufgebaut werden. Damit will man in rund zwei Jahren fertig sein.

Stand: 17.12.2018, 16:58