Stadt Duisburg lässt Wohnhäuser räumen

Stadt Duisburg lässt Wohnhäuser räumen

  • Wohnhäuser in Duisburg geräumt
  • Über 100 Menschen betroffen
  • Grund: eklatante Brandschutzmängel

Die Stadt Duisburg hat am Mittwoch (03.04.2019) vier Wohnhäuser in Marxloh räumen lassen. In einer Mitteilung ist die Rede von "eklatanten brandschutztechnischen Mängeln" in den Gebäuden.

Außerdem seien unter anderem Stromzähler "massiv manipuliert" worden, sodass für die Bewohner eine "konkrete Gefährdung für Leib und Leben bestand" und die Häuser geräumt werden mussten. Die Menschen sollen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren dürfen, sobald der Eigentümer alle Mängel beseitigt hat.

Räumung kam überraschend

Bei dem sogenannten "Task Force Einsatz" wurden nach Angaben der Stadt rund 170 Personen angetroffen, von denen viele jedoch nicht gemeldet gewesen seien.

Kritik am Einsatz kommt von der "Initiative Marxloher Nachbarn". Sie schreibt auf Facebook: "Wie immer, wenn die “Taskforce” aktiv wird, wurden die MieterInnen weder schriftlich, noch mündlich im Vorfeld der Aktion informiert."

Eine Familie in Notunterkunft

Bei den Bewohnern handelt es sich nach Angaben der Initiative vor allem um Menschen aus Rumänien und Bulgarien. Laut Stadt konnten die meisten von ihnen selbstständig eine neue Unterkunft finden. "Lediglich eine Familie musste in einer städtischen Notunterkunft untergebracht werden", heißt es weiter.

Immer wieder Räumungen durch "Task Force"

Die Stadt geht bereits seit einiger Zeit mit ihren "Task Force-Einsätzen" gegen sogenannte Problemimmobilien vor. Dabei geht es unter anderem um die Eigentümer der Häuser. Sie vermieten die Wohnungen oft zu überhöhten Preisen – vor allem an ärmere Familien aus Südosteuropa.

Stand: 04.04.2019, 18:15

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