Die Kobra ist wieder da - wie geht es weiter?

Die Kobra ist wieder da - wie geht es weiter?

  • Besitzer der Schlange noch nicht zweifelsfrei ermittelt
  • Stadt sucht weiter nach Beweisen
  • Hausbewohner sind in ihre Wohnungen zurückgekehrt

Die Kobra, die tagelang für Aufregung in Herne gesorgt hatte, wurde am Freitag gefunden und gefangen. Am Montag (02.09.2019) hat die Stadt nun viele noch offene Fragen beantwortet.

Was passiert jetzt mit der Kobra?

Laut Stadt wurde die Giftschlange an einen Reptilienexperten in Recklinghausen übergeben. Er kann demnach entscheiden, was mit dem Tier passiert. Unterdessen sucht die Stadt in der Wohnung des mutmaßlichen früheren Besitzers der Kobra nach Beweisen dafür, dass die Schlange wirklich ihm gehört hat. Das geschehe, " um ihn für entstandene Kosten in Regress nehmen zu können".

Außerdem solle mithilfe eines DNA-Tests die im Keller gefundene Schlangenhaut noch mit der wiedergefundenen Kobra abgeglichen werden. Damit geht die Stadt völlig neue Wege, denn solche Methoden würden sonst nur in größeren Strafverfahren angewendet - bei der Suche nach einem Tier sei das "völlig ungewöhnlich".

Kehrt im Haus langsam Normalität ein?

Bei der Suche nach der Schlange war das gesamte Haus evakuiert worden. Die Bewohner konnten tagelang nicht in ihre Wohnungen und kamen unter anderem bei Freunden unter. Fünf Personen waren nach Angaben der Stadt zwischenzeitlich im Hotel. Die Stadt sei dafür in Vorleistung getreten, werde die Kosten "aber möglichst beim ehemaligen Schlangenbesitzer geltend machen".

Nach Informationen der Stadt sind mittlerweile aber alle Mieter wieder in ihre Wohnungen zurückgekehrt - lediglich zum mutmaßlichen früheren Besitzer der Kobra dürfe man keine Angaben machen. Seine Wohnung sei jedoch versiegelt. Das Haus werde gereinigt.

Was hat der Schlangenhalter zu befürchten?

Der Mann, in dessen Wohnung über 20 Schlangen sichergestellt wurden, bestreitet weiter, dass die Kobra von ihm stammt. Deshalb sucht die Stadt nach Beweisen dafür. Ob sich der Mann einen Anwalt genommen hat, ist der Stadt Herne nicht bekannt. Sollte man ihm nachweisen können, dass eines seiner Tiere aus dem Terrarium entkommen konnte und Ursache für den tagelangen Einsatz war, wird es teuer für den Mann. Die Stadt Herne schätzt, dass der knapp einwöchige Einsatz eine fünfstellige Summe gekostet hat.

Aber ob sie von dem vermeintlichen Verursacher jemals Geld bekommen wird, ist unklar. Der gilt als mittellos.

Stand: 02.09.2019, 17:31

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