Whistleblower-Preis geht an zwei Bottroper

Die Justitia steht neben einem Apothekenzeichen und im Hintergrund sind Infusionsbeutel zu sehen

Whistleblower-Preis geht an zwei Bottroper

  • Auszeichnung für Apotheker-Skandal-Enthüllung
  • Whistleblower haben Arbeitsplatz riskiert
  • Preis mit Zustiftungen: 11.000 Euro

Die Whistleblower, die den sogenannten Apotheker-Skandal in Bottrop aufgedeckt haben, sind am Freitag (01.12.2017) in Kassel mit dem Whistleblower-Preis 2017 ausgezeichnet worden.

Der Volkswirt Martin Porwoll und die Pharmazeutisch-Technische Assistentin Maria-Elisabeth Klein arbeiteten in der "Alten Apotheke" in Bottrop. Vor einem Jahr verstärkte sich ihr Verdacht, dass dort Anti-Krebsmittel gepanscht wurden, die dadurch weniger bis keine Wirkung mehr hatten.

Whistleblower-Preis für Solidarität

Martin Porwoll hat den Apothekenskandal aufgedeckt

Martin Porwoll hat den Apothekenskandal aufgedeckt

Porwoll meldete den Verdacht der Polizei und riskierte so seinen Arbeitsplatz. Mit der Hilfe von Maria-Elisabeth Klein deckte er damit einen der größten Arzneimittelskandale Deutschlands auf. Mit dem Preis soll ihnen Unterstützung, Anerkennung und Solidarität zugesprochen werden.

Der Whistleblower-Preis wird seit 1999 alle zwei Jahre von der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler e.V. (VDW) und der IALANA Deutschland - Vereinigung für Friedensrecht gestiftet. Der Preis ist auf 3.000 Euro dotiert und durch Zustiftungen auf 11.000 Euro aufgestockt. Er wird an Personen vergeben, die ihren Job oder die Karriere gefährden, um Missstände aufzudecken.

Gepanschte Medikamente: Whistleblower-Preis für Martin Porwoll

WDR 5 Morgenecho - Beiträge | 01.12.2017 | 03:30 Min.

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Stand: 01.12.2017, 18:30