Schermbeck: Wende im Ölpellet-Skandal

Schermbeck: Wende im Ölpellet-Skandal

  • NRW-Umweltministerin lenkt ein
  • Tongrube in Schermbeck soll nun doch untersucht werden
  • Bürgerinitiative vermutet weitere giftige Abfälle

Im Skandal um illegal entsorgte Ölpellets am Gahlener Mühlenberg in Schermbeck gibt es eine überraschende Entwicklung. Die Tongrube soll nun doch von einem Gutachter umfassend untersucht werden. Das hat NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) beim Neujahrsempfang der CDU in Schermbeck am Dienstagabend (15.01.2019) angekündigt.

Bürgerinitiative ist zufrieden

Zunächst hatte die Ministerin dafür plädiert, die Mülldeponie nur fachgerecht abzudichten. Eine Bürgerinitiative ist zufrieden mit der Kehrtwende der Ministerin, da diese schon lange eine umfassende Untersuchung forderte.

Anwohner befürchten eine Vergiftung des Grundwassers

Anwohner befürchten, dass durch das Gemisch von Ruß und Schwermetallen mit anderen gefährlichen Stoffen das Grundwasser vergiftet werden könnte. Die Bürgerinitiative vermutet, dass zu den 30.000 Tonnen illegal abgekippter Ölpellets in der Tongrube noch weitere giftige Abfälle hinzugekommen sind.

30.000 Tonnen Giftmüll entsorgt

Die Staatsanwaltschaft Duisburg ermittelte gegen Firma Nottenkämper in Schermbeck, die über 30.000 Tonnen Ölpellets illegal auf ihrer Deponie entsorgt haben soll.

Laut Angaben des Landes NRW wurden in der Tongrube zwischen 2010 und 2013 über 30.000 Tonnen Ölpellets illegal entsorgt. Diese Ölpellets enthalten giftige Stoffe, unter anderem Schwermetalle.

Der Firma

Stand: 16.01.2019, 13:41

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