Weitere Staupe-Fälle in Mülheim

Kranker Hund mit Tuch zum kühlen des Kopfes

Weitere Staupe-Fälle in Mülheim

  • Hohe Zahl an Staupe-Fällen im Ruhrgebiet
  • Virus für nicht geimpfte Hunde meist tödlich
  • Immer mehr Hundehalter besorgt
  • Tierarzt rät: Regelmäßig geimpfte Hunde sind geschützt

In Mülheim sind weitere Fälle von an Staupe erkrankten Füchsen bestätigt worden. WDR-Informationen zufolge konnte das Virus dort inzwischen bei 18 Tieren nachgewiesen werden. Zuletzt gingen die Meldungen über kranke oder verendete Füchse zwar zurück, Entwarnung bedeutet das aber nicht.

Staupe-Virus nicht meldepflichtig

Für die Viruserkrankung gibt es keine Meldepflicht. Die Dunkelziffer an infizierten Füchsen liegt also wahrscheinlich deutlich höher, als die bisher bestätigten 18 Fälle. Bei fünf Füchsen aus Mülheim ist beispielsweise noch unklar, ob sie an Staupe gestorben sind.

Aus diesem Grund sollten vor allem Hundehalter weiter vorsichtig sein. Nicht geimpfte Hunde können sich beim Kontakt mit kranken Tieren oder deren Ausscheidungen schnell infizieren. Die Symptome reichen von Durchfall und Erbrechen bis hin zu Hirnschädigungen und enden im Krankheitsverlauf meist tödlich.

Immer mehr Hundehalter besorgt

Immer mehr Hundehalter wollen deshalb von den Tierärzten wissen, ob ihr Tier gegen das Staupe-Virus geimpft ist, so Martin Scheffler, Oberhausener Tierarzt und Mitglied der Tierärztekammer Nordrhein. Er rät Hunde regelmäßig zu impfen. dann seien sie gegen Staupe geschützt.

"Anders sieht es aus, wenn Leute das haben schleifen lassen. Die kommen plötzlich an und haben wegen der Fuchsstaupe doch Bammel, dass ihrem Hund was passiert. Wir sehen Hunde, die jahrelang keinen Impfschutz haben und jetzt aufgefrischt werden müssen", kritisiert Scheffler. Für Menschen und Katzen ist die Viruserkrankung allerdings ungefährlich.

Staupe-Risiko in NRW: Hunde in Gefahr?

WDR 5 Quarks - Topthemen aus der Wissenschaft 05.04.2019 05:33 Min. Verfügbar bis 04.04.2024 WDR 5

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Stand: 10.04.2019, 09:45