Hagener Weihnachtsmarkt fast ohne Plastik

Rote Paradiesäpfel liegen in der Auslage eines Weihnachtsmarktstandes zum Verkauf bereit.

Hagener Weihnachtsmarkt fast ohne Plastik

Von Phillipp Michael

  • Weihnachtsmarkt weitgehend plastikfrei
  • Vielen Besuchern fallen Alternativen nicht auf
  • Höhere Ausgaben für Standbesitzer

Kein Plastik mehr auf Open-Air-Veranstaltungen - so schreibt es eine neue Auflage der Stadt Hagen vor. Beim Verstoß drohen Bußgelder. Unter diese Auflage fällt auch der Hagener Weihnachtsmarkt, der am Donnerstag (21.11.2019) eröffnet hat.

Alternativen fallen Besuchern kaum auf

Die Schausteller müssen soweit möglich plastikfreie Alternativen verwenden. Unter energiesparenden Lampen gibts Backfisch auf Papptellern, mit Holzbesteck. Und auch an anderen Gastro-Ständen - kein Plastik, aber Gabeln aus dem kompostierbaren Plastikersatz PLA. Den meisten Leuten fällt der Unterschied nicht auf.

Mehrausgaben für Standbesitzer

Für die Standbesitzer heißt das erstmal höhere Ausgaben. Plastikfreies Besteck zum Beispiel kostet fast das fünf- bis zehnfache. Am Getränkestand gibt es dieses Jahr nur noch Strohhalme aus Plastikersatzstoffen. Die Geschenkartikel am Dekostand gibts dieses Jahr in Papier statt in Plastiktüten.

Aber ganz ohne geht es hier noch nicht. Denn Waren, die Schausteller im Großhandel einkaufen, sind meistens schon vorher in Plastik verpackt. Und auch die berühmten Lebkuchenherzen bleiben weiterhin von Zellophan umhüllt. Dafür aber gibts die Mandeln in Papiertüten, Liebesäpfel in Beuteln aus Plastikersatzstoffen und Zuckerwatte in Mehrwegeimern, auf die es Pfand gibt.

Deutlich weniger Plastik

Fazit: Deutlich weniger Plastik auf dem Hagener Weihnachtsmarkt. Da, wo es möglich war, hat es mit der Nachhaltigkeit geklappt. Und was wäre Weihnachten ohne ein paar kleine Sünden...

Stand: 21.11.2019, 18:20