Weihnachtsmarkt in Dortmund abgesagt

Weihnachtsmarkt in Dortmund abgesagt

Die Infektionszahlen sind sehr hoch. Deshalb haben sich die Dortmunder Schausteller und die Stadt Dortmund gegen die Veranstaltung entschieden.

Die Stadt Dortmund und Schausteller sehen zur Absage des Weihnachtsmarktes keine Alternative, teilten sie am Freitag mit. Eigentlich sollte der Weihnachtsmarkt am 19. November 2020 eröffnen. Das ist nach den Lockdown-Beschlüssen jetzt gar nicht mehr möglich, denn alle Veranstaltungen sind bis Ende November verboten worden.

Sollte die Lage sich im Dezember entspannen, könnten die Schausteller jeder Zeit über Nacht noch Stände in der Stadt aufbauen. Doch damit rechnet zum jetzigen Zeitpunkt niemand.

100.000 Euro in Vorbereitungen investiert

Für die Dortmunder Schausteller sei dies der traurigste Moment der Geschichte, sagt Hauptorganisator Patrick Arens. 100.000 Euro hatten sie bereits in die Vorbereitungen investiert - vergebens. Die Mehrheit der Schausteller hofft nun auf schnelle, finanzielle Unterstützung durch das Land, ansonsten drohe fast allen die Insolvenz.

Weihnachtsbaum: Noch nicht geklärt

Was aus dem "Größten Weihnachtsbaum der Welt" auf dem Hansaplatz wird, ist noch unklar. Das Gerüst für die vielen Bäume aus dem Sauerland, die bisher die Riesentanne in der Dortmunder Innenstadt ergeben haben, steht bereits. Ob er nun trotzdem noch aufgebaut wird, will die Stadt voraussichtlich am Dienstag bekannt geben.

Weihnachtsmarkt war mit Hygienekonzept geplant

Lange haben sie gekämpft und an einem sicheren Konzept für die Weihnachtsstadt gearbeitet. Geplant war eine Zugangskontrolle auf den eingezäunten Hansaplatz. Auf den Platz käme man dann nur per Zugangskontrolle.

Die Stände auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt 2020 sollten mehr als sonst in der Innenstadt verteilt werden. Besuche in Gruppen sollten vorher geplant werden.

Glühweinstände sollten per App online buchbar sein

Spontane Treffen mit Freunden an einen Glühweinstand sollten nicht möglich sein. Stattdessen sollte ein Platz vorab online für ein gewünschtes Zeitfenster gebucht werden. Wegen des Sicherheitsabstandes hätte es auch weniger Plätze gegeben. Die Schausteller ließen eine App für Glühwein-Stände entwickeln.


Stand: 30.10.2020, 14:45